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- 1) Vorbereitung
1) Vorbereitung
| Navigation im Lernzyklus: Übersicht & Einstieg | Vorbereitung | Grundlagen | Anwendung | Auswirkungen | Reflexion | Unterrichtsbeispiel «Fake News» |
| Beachten Sie vor dem Durchlesen des Zyklus und/oder der Verwendung der vorgestellten Plattformen und Onlinetools bitte unbedingt diese wichtigen Hinweise. |
KI ist in der Lebenswelt der Jugendlichen angekommen: in den sozialen Medien, bei Musikempfehlungen oder als KI-Chat wie ChatGPT. KI kann das Lernen unterstützen, man kann damit aber auch Aufgaben und Denkprozesse abkürzen. Für einen guten Umgang mit KI sollten wir das Thema im Unterricht aufgreifen.
Bei jedem Thema können wir uns fragen, inwiefern KI hier relevant ist: Entweder im Anwendungsbereich oder in Bezug auf die gesellschaftlichen Auswirkungen.
KI und Lernen

Es gibt fünf Dimensionen von Lernen mit KI (Falck 2023):
Im Lernzyklus «KI und Unterricht» wird primär das Lernen mit, über und durch KI thematisiert. Das bedeutet aber nicht, dass der Unterricht während der obligatorischen Schulzeit primär digital und mit KI stattfinden soll. Denn das Lernen ohne KI ist und bleibt lerntechnisch äusserst wichtig. Denn beim digitalen Lernen gibt es zwei grosse Herausforderungen:
- Beim digitalen Arbeiten fragen die Schüler immer häufiger die KI, anstatt selber zu denken.
- Beim Arbeiten mit KI kürzen Schülerinnen häufig das Lernen ab, indem sie zwar rasch eine Aufgabe lösen, einen Text schreiben oder ein Produkt erstellen lassen. Doch durch den Prozess von copy-paste findet praktisch kein Lerneffekt statt, da man nur lernt, wenn man aktiv ist.
KI ist per se weder gut noch schlecht. Es kommt stark darauf an, wie und wofür wir es nutzen. Deshalb braucht es auch den Unterricht mit und über KI. Aber dieser soll so stattfinden, dass er für das Lernen vorteilhaft ist und um das Arbeiten mit diesen Tools zu lernen. Die folgenden Seiten zeigen auf, wie dieses Lernen aussehen kann. Dabei sind nebst den fachlichen Kompetenzen insbesondere die überfachlichen Kompetenzen der Future Skills relevant. Dazu gehören die 4K (Kommunikation, Kooperation, Kreativität und kritisches Denken) sowie die Selbst- und Sozialkompetenzen.
Beim analogen Arbeiten und Lernen ohne KI gibt es in der Regel weniger Ablenkung und Schülerinnen und Schüler müssen Denkarbeit leisten, statt sie an eine KI abzugeben (vgl. 4 plus 2 Schritte zum lernförderlichen Arbeiten mit KI unter Anwendung). Allerdings kommen beim analogen Arbeiten zunehmend Fragen auf wie: warum man noch analog arbeitet oder warum man noch das eine oder andere lernen muss, obwohl man ja die KI fragen kann. Hier kann die Lernkarte von Döbeli helfen. Und es wird immer wichtiger, dass wir begründen, warum wir so arbeiten, wie wir arbeiten. Wir sollten uns Zeit nehmen um zu erklären, was wir wollen (und was nicht), wie gearbeitet werden soll (und wie nicht) und warum das so ist. Gleichzeitig sind gewisse Sachen, die sich früher bewährt haben, heute nicht mehr möglich: Schriftliche Hausaufgaben. Und wie Projekte im Zeitalter von KI umgesetzt werden können, beschreiben wir hier.

Quelle: Döbeli 2023
KI im Unterricht behandeln
Schulen sollten für die Nutzung von KI im Unterricht eine Haltung entwickeln. Diese kann auf den fünf Grundsätzen beim Arbeiten mit generativer KI basieren. Diese Haltung sollte zusammen mit weiteren relevanten Aspekten wie dem Datenschutz und den verwendeten KI-Tools den Eltern und Erziehungsberechtigten mitgeteilt werden.
Der Lernzyklus KI und Unterricht kann auf unterschiedliche Art und Weise und dadurch immer wieder im Unterricht umgesetzt werden:
- Nach den Grundlagen können die zwei Bereiche Anwendung und Auswirkungen in einer umfassenden Unterrichtssequenz in einem Fach behandelt und anschliessend reflektiert werden (siehe Beispiel zu Fake-News und Deep Fakes).
- Man thematisiert einen Aspekt der Auswirkungen von KI und wendet dabei gleichzeitig KI an.
- Der Lernzyklus kann auf zwei Fächer und mehrere Lehrpersonen aufgeteilt werden. So kann auch die Teamarbeit gestärkt werden.
- Oder man legt den Fokus auf das Anwenden oder die Auswirkungen. Wichtig ist Anwendungen und Auswirkungen zu thematisieren
Sind die Grundlagen einmal bekannt, müssen diese selbstredend nicht jedes Mal wiederholt werden.