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Bildungssystem

Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion ist zuständig für die Bildung vom Kindergarten über die Volksschule, Berufsbildung und Mittelschulen bis hin zu Hochschulen. Auch die Erwachsenenbildung gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Im Zentrum stehen eine gut ausgebildete Bevölkerung und ein durchlässiges Bildungssystem.

Obligatorische Schulzeit

Obligatorische Schulzeit

Alle Kinder und Jugendlichen im Kanton Basel-Landschaft besuchen die Volksschule: Sie besteht aus Kindergarten, Primarschule und Sekundarschule und dauert elf Schuljahre. Im Alter von vier Jahren treten die Kinder in den Kindergarten ein, dieser ist spielerisch gestaltet und dauert zwei Jahre. Danach besuchen die Kinder sechs Jahre lang die Primarschule. Im Anschluss erfolgt der Übertritt in die dreijährige Sekundarschule, die in Leistungszüge gegliedert ist.

Die Volksschule vermittelt den Kindern eine breite Allgemeinbildung: Sie lernen lesen, schreiben und rechnen, entwickeln die Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache, lernen Fremdsprachen, Naturwissenschaften und den Umgang mit digitalen Medien. Der Unterricht fördert Neugier, Eigenständigkeit und das soziale Miteinander. Kinder und Jugendliche mit einer überdurchschnittlichen Begabung, einer Beeinträchtigung oder einer Behinderung erhalten die passende Förderung. Zusätzlich zum Musikunterricht in der Schule können Kinder an den öffentlichen Musikschulen ein Instrument lernen oder Gesangsunterricht nehmen. Mit dem Volksschulabschluss sind Kinder bereit für eine Berufliche Grundbildung (Lehre) oder eine weiterführende Schule.

Berufliche Grundbildung (Lehre)

Berufliche Grundbildung (Lehre)

Eine Berufslehre ermöglicht den direkten Einstieg in einen Beruf. Es gibt rund 250 Lehrberufe in der Schweiz! Sie unterscheiden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch bezüglich Dauer und Aufbau. Eine Lehre kombiniert praktisches und theoretisches Wissen. Sie kann zwei, drei oder vier Jahre dauern. Die Ausbildung erfolgt abwechselnd an drei Lernorten: im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen.

Weiterführende Schulen

Weiterführende Schulen

Nach der Sekundarschule können Schülerinnen und Schüler der Leistungszüge E und P eine weiterführende Schule besuchen, welche entweder drei oder vier Jahre dauert. Dieser Ausbildungsweg ist passend für Jugendliche, die sich auf ein Studium an einer Hochschule oder einer höheren Fachschule vorbereiten möchten.

Höhere Berufsbildung

Höhere Berufsbildung

Die Höhere Berufsbildung zeichnet sich durch die enge Verbindung von Theorie und Praxis und einen starken Bezug zum Arbeitsmarkt aus. Sie umfasst Berufsprüfungen (BP), höhere Fachschulen (HF) und höhere Fachprüfungen (HFP). Die erworbenen Titel dürfen neu mit den Zusätzen "Professional Bachelor" und "Professional Master" ergänzt werden, um international besser verständlich zu sein. Angesprochen sind Interessierte mit einem EFZ, die nach ein paar Jahren Berufspraxis ihr Fachwissen vertiefen oder Führungsverantwortung übernehmen wollen.

Hochschulen

Hochschulen

Zu den Hochschulen gehören die Fachhochschulen (FH), die Pädagogischen Hochschulen (PH), die Universitäten und die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH). Sie bieten viele verschiedene Studiengänge an, die zu den Abschlüssen Bachelor und Master führen. Die Studiengänge der FH orientieren sich an der Berufspraxis, sie fördern die angewandte Forschung im Austausch mit der Arbeitswelt. Die PH bilden Lehrpersonen für Kindergarten bis zu den weiterführenden Schulen aus, auch in der Sonderpädagogik. Universitäten und ETH sind stark forschungsorientiert. Sie vermitteln theoretisches Grundlagenwissen und wissenschaftliches Vorgehen und bieten zusätzlich das Doktorat als Abschluss nach erfolgreichem Masterstudium an. Die Aufnahmebedingungen der Hochschulen sind unterschiedlich: Je nachdem braucht es Berufs-, Fach- oder gymnasiale Matur. Eine andere Möglichkeit ist die Ergänzungsprüfung Passerelle.

Auf einen Blick