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Sozialhilfequote im Kanton Basel-Landschaft weiterhin stabil

16.09.2020

2019 ist die Sozialhilfequote stabil bei 3 Prozent geblieben. Insgesamt haben 8'708 Personen Leistungen der Sozialhilfe in Anspruch genommen. Weiter haben sich auch die Nettokosten in der Sozialhilfe stabilisiert. In der Statistik nicht enthalten sind Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Diese werden erst in den kommenden Jahren in der Sozialhilfe spür- und messbar sein. Dies insbesondere im Bereich der Arbeitsmarktintegration. 

Die Sozialhilfequote blieb im Jahr 2019 mit 3 Prozent auf dem gleichen Niveau wie 2018. Sie liegt damit weiterhin unter dem schweizerischen Durchschnitt von 3,2 Prozent. Die vorliegende Statistik lässt keine Aussagen über die aktuelle Situation zu. Wie sich die Situation bezüglich der COVID-19-Pandemie auswirken wird, wird sich erst im kommenden Jahr zeigen. 

Moderater Anstieg der Nettokosten
Der Nettoaufwand für die Sozialhilfe lag 2019 bei 82 Millionen Franken. Im Vergleich zum Jahr 2018 ist er damit um 0,7 Prozent gestiegen. Die Zunahme liegt damit deutlich weniger hoch als in den Vorjahren, wie etwa 2018, wo die Kosten um 2,4 Prozent gestiegen sind. 

Auswirkungen von COVID-19
Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) hat im Mai 2020 ein Analysepapier zur aktuellen Lage und zu den zukünftigen Herausforderungen für die Sozialhilfe veröffentlicht. Darin hat sie verschiedene Zukunftsszenarien für die Entwicklung in der Sozialhilfe erstellt. Grundsätzlich ist in den kommenden zwei Jahren mit einem Anstieg der Fallzahlen in der Sozialhilfe zu rechnen. Für den Kanton Basel-Landschaft kann davon ausgegangen werden, dass die Fallzahlen im Jahr 2021 zwischen 15 und 20 Prozent höher sein werden als 2018. 

Viele Sozialhilfebeziehende sind erwerbstätig
Von den Sozialhilfebeziehenden zwischen 15 und 64 Jahren ist ein Drittel erwerbstätig. Davon sind knapp 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer. Die Frauen arbeiten öfter als die Männer in Teilzeit. 42 Prozent der Personen im Erwerbsalter gelten als Nichterwerbspersonen, die sich etwa in Ausbildung befinden oder aufgrund ihrer gesundheitlichen oder familiären Situation nicht arbeitsmarktfähig sind. Weiter sind gut ein Viertel der Personen im erwerbsfähigen Alter in der Sozialhilfe erwerbslos und befinden sich in Eingliederungsmassnahmen oder sind auf Stellensuche.

Ablösung aufgrund verbesserter Erwerbssituation
2019 wurden gut 35 Prozent der abgeschlossenen Dossiers aufgrund einer Verbesserung der Erwerbssituation geschlossen. Weiter wurden gut 22 Prozent der abgeschlossenen Dossiers aufgrund der Beendigung der Zuständigkeit sowie 22 Prozent aufgrund der Existenzsicherung durch andere Sozialleistungen geschlossen. Die Ablösequote der Personen, die ihre Erwerbssituation verbessern konnten, könnte sich aufgrund der negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt verschlechtern. Die Pandemie hat nämlich nicht nur Folgen für die Weiterbeschäftigung von Erwerbstätigen, sondern auch auf die Integration von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt. Das bedeutet, dass weniger Personen aus der Sozialhilfe aufgrund einer verbesserten Erwerbssituation abgelöst werden können. 

Weitere Informationen zum Thema: Online Zahlenfenster des Statistischen Amts des Kantons Basel-Landschaft und Webartikel zur Sozialhilfestatistik 2019.

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