Pilot der Kampagne „Netcity“ in Lausen und Pratteln - Kluge Köpfe surfen mit Vorsicht!

11.05.2010
Unter dem Motto „Kluge Köpfe surfen mit Vorsicht!“ ist gestern Montag die Kampagne "Netcity" in Lausen gestartet worden. Die Fachstelle Kindes- und Jugendschutz betreibt dabei den Netcity-Bus, in welchem Primarschüler den sichern Umgang im Internet live üben können. Ziel ist es, landesweit für einen besseren Schutz der Kinder im Internet zu sorgen. Die Organisatoren setzten nicht nur auf Verbote sondern auch auf die bewusste Förderung der Medienkompetenz. Dies soll auch noch Spass machen. Herzstücke der Kampagne sind das Online-Präventionsspiel "netcity.org" für 9-12-Jährige und der dazugehörende Kampagnenbus mit Computerarbeitsplätzen. Kinder werden eingeladen, unter Anleitung spielerisch Verhaltensregeln für das Internet zu erlernen. Für Eltern und Lehrpersonen gibt es neben einer Infobroschüre in elf Sprachen auch einen speziellen Besichtigungsnachmittag und eine Informationsveranstaltung am Abend.

Ob zu Hause oder in der Schule – das Internet gehört zum Alltag von Kindern. Sie surfen, chatten, bloggen, laden Bilder, Musik oder Klingeltöne herunter und Filme und Fotos hinauf. Sie reden so fachmännisch über das Internet, dass ihren Eltern die Ohren klingen. Aber sind sie sich wirklich der Risiken bewusst, mit denen sie im Internet rechnen müssen? Wissen sie, welche Konsequenzen es haben kann, wenn sie Schulkameraden online beleidigen oder wie man sich bei sexuell motivierten Anfragen verhält? Wie Schuldenfallen zu vermeiden sind oder was zu tun ist, wenn man auf der Datenautobahn auf jugendgefährdende Inhalte trifft?

Eine Bestandesaufnahme zeigt, dass technische Geschicklichkeit noch längst kein Garant für Sicherheit ist. Medienkompetenz heisst das Zauberwort, doch die müssen Kinder erst erwerben. Gefordert sind hier neben den Kindern auch die Eltern und Schulen. Die Stiftung "Kinderschutz Schweiz" und "Action Innocence" unterstützen Lehrpersonen und Eltern mir ihrer Kampagne dabei, Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu vermitteln. Spielerisch, altersadäquat, etwas cool und dem Medium angepasst wird die junge Zielgruppe angesprochen. Entsprechend innovativ, bunt .und spritzig sind der Bus und das Spiel gestaltet.

Nach Lausen macht der Bus in Pratteln Station und nächstes Jahr wird er einen ganzen Monat lang im Baselbiet auf Tournee sein. Ausgerüstet mit Notebooks bietet er die Möglichkeit, das Präventionsspiel "netcity.org" im Rahmen eines 90 Minuten dauernden Lernmoduls zu erforschen und dessen Botschaften zu erlernen. Speziell ausgebildete Animateurinnen und Animateure der Fachstelle Kindes- und Jugendschutz betreuen die Kinder dabei im Bus. Unterstützt werden sie von UBS-Lernenden, die im Rahmen des UBS Employee Volunteering, des Programms für gemeinnützige Freiwilligeneinsätze von Mitarbeitenden, den Kindern bei allfälligen Schwierigkeiten mit dem Computerspiel zur Seite stehen.

Anmerkung: Ein Spezialangebot richtet sich an die Eltern: Morgen Mittwoch, 12. Mai , können am Nachmittag auch Eltern selber den Bus in Lausen besuchen.

> Hintergrund der Kampagne „Netcity“ [PDF]

Auskunft:
Fachstelle Kindes- und Jugendschutz BL: Helga Berchtold und Dominik Hächler,
Tel. 061 552 59 30 oder per E-Mail: kindesschutz@bl.ch
Kindesschutz Schweiz: Cordula Sanwald, Tel. 076 585 69 49 oder per E-Mail: cordula.sanwald@kinderschutz.ch
Miriam Lüthold (franz. / ital. / engl.) Tel. 079 550 55 34 oder per E-Mail: miriam.luethold@kinderschutz.ch
oder auf: www.kampagne-netcity.org

Liestal, 11. Mai 2010