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Häusliche Gewalt - ein Tabu im Museum

25.08.2014
Häusliche Gewalt und Gewalt in der Partnerschaft gelten weit gehend als gesellschaftliche Tabuthemen. Das Dunkelfeld ist gross, die Folgen sind gravierend, Prävention ist notwendig. Rein wirtschaftlich verursacht häusliche Gewalt bis zu 287 Millionen Franken Folgekosten - jährlich. Die interaktive Ausstellung "Willkommen zu Hause" im Museum BL soll häusliche Gewalt enttabuisieren. Die Ausstellung dauert bis zum 04. September 2014.

Häusliche Gewalt ist in der Schweiz weit verbreitet. Jedes zweite Tötungsdelikt geschieht vor diesem Hintergrund. Bis zu 30 Prozent aller Kinder und Jugendlichen erleben Gewalt im Alltag ihrer eigenen Familien. In diesen 30 Prozent ist die Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen, die nachweislich weit verbreitet ist, nicht mitberücksichtigt. Häusliche Gewalt findet in allen Altersgruppen statt und zieht sich durch alle sozialen Schichten. Häusliche Gewalt bleibt meist im Verborgenen, da sie sich im privaten Bereich abspielt. In einer Studie des eidgenössischen Gleichstellungsbüros für Frau und Mann aus dem Jahr 2013 über die Folgekosten von Gewalt in Paarbeziehungen geht man von bis zu 287 Millionen Franken pro Jahr aus.

Ausstellung als "Erlebnisparcours"
"Willkommen zu Hause" zeigt, wo die Gewalt stattfindet: Nämlich dort, wo man sich am sichersten fühlen sollte - in den eigenen vier Wänden. Die Ausstellung thematisiert verschiedene Formen von häuslicher Gewalt, Partnerschaftsgewalt, Zwangsheirat, Gewalt in Teenagerbeziehungen und Sexting. Sie zeigt aber auch, wo Betroffene Hilfe bekommen können. Durch die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung wirkt sie präventiv.

Schulprojekt: Der Gewalt zu Hause vorbeugen
Unter dem Titel "Gewalt zu Hause" realisieren Jugendliche der Sekundarschule Aesch eine Zeitung mit einem Bericht über die Ausstellung und mit Interviews, welche sie mit Fachpersonen geführt haben. Versehen mit Informationen an Lehrpersonen für den Unterricht, wird diese Zeitung flächendeckend an alle Sekundarschulen im Kanton verteilt. Während der regulären Öffnungszeiten des Museums sind Fachpersonen anwesend, um allfällige Fragen der Besucher und Besucherinnen zu beantworten.

Wanderausstellung nach innerschweizer Konzept
Die Wanderausstellung "Willkommen zu Hause" wurde durch die Fachstelle Koordination Gewaltprävention Kanton Luzern und die Bildungsstelle gegen häusliche Gewalt Luzern in Zusammenarbeit mit der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch konzipiert. Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und die Fachstelle Kindes- und Jugendschutz der Sicherheitsdirektion haben die Ausstellung ins Museum BL geholt.

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