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Adoptionen von Kindern aus Sri Lanka zwischen 1973 – 1997: Vorgehen in BL

27.02.2020

Ein am Donnerstag, 27. Februar 2020 veröffentlichter Bericht der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften zu Adoptionen von Kindern aus Sri Lanka in der Schweiz 1973–1997 weist auf Mängel und illegale Verstrickungen hin. Der Baselbieter Regierungsrat hat das mögliche Ausmass mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen und möchte die Situation im Baselbiet rückhaltlos aufklären und aufarbeiten.

Der vom Bundesamt für Justiz in Auftrag gegebene Bericht legt dar, dass ein Teil der Adoptionen von Kindern aus Sri Lanka in den Jahren 1973-1997 gravierende Mängel aufweisen und schlimmstenfalls mit illegalen Vorgängen zusammenhängen soll. Namentlich sollen einzelne Adoptionsvermittler und -vermittlerinnen nahe Kontakte zu Kinderhändlerringen gehabt und Urkunden für die Adoptionen gefälscht haben. Ferner sollen in Sri Lanka eigentliche «Baby-Farmen» betrieben worden sein. Die schweizerischen Adoptionsbehörden sollen ihrerseits mangelhaft gearbeitet, die Vermittler zu wenig kontrolliert und auch zweifelhafte Fälle durchgewinkt haben.

Regierungsrat verspricht lückenlose Aufklärung

Der Regierungsrat hat diese Ausführungen mit Betroffenheit zu Kenntnis genommen und kann nicht ausschliessen, dass es auch im Kanton Basel-Landschaft solche Fälle gibt. Deshalb legt er grossen Wert auf eine lückenlose Aufklärung und Aufarbeitung der Vorkommnisse. Die ersten Aufträge dafür wurden bereits erteilt. Als Ansprechperson für betroffene Personen im Kanton Basel-Landschaft hat Regierungsrätin Kathrin Schweizer Doris Oechslin (zu Bürozeiten 061 552 75 71), Leiterin Kantonale Opferhilfestelle Baselland, bezeichnet.

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