Speak up! Aber wie?
Antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus sind gesellschaftliche Phänomene, die uns alle angehen. Manche Menschen sind direkt davon betroffen: Sie erleben Ausgrenzung, verletzende Worte oder Gewalt. Andere wiederum können – manchmal unbewusst – dazu beitragen, Vorurteile oder diskriminierende Haltungen weiterzugeben. Und viele befinden sich oft in der Rolle von Zuschauenden: Sie sehen etwas, das nicht in Ordnung ist, wissen aber nicht, wie sie reagieren sollen.
Ausschnitt aus einem speakUp!-Videoprojekt mit jüdischen und muslimischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen ©inforel Text und Bild: Inforel
Wie können wir jungen Menschen beim Umgang mit diesen komplexen Erfahrungen helfen?
Inforel wählt als Methode den persönlichen Austausch kombiniert mit dem Medium Video: Die Workshopteilnehmenden können einerseits Menschen zuhören, denen sie noch nie begegnet sind. Andererseits können die Teilnehmenden ihre eigene Geschichte durch eine Ton- oder Videoaufnahme erzählen und in ein neues Licht rücken. So werden unterschiedliche Perspektiven und Bezüge hör- und sichtbar. Der Workshop richtet sich an Personen mit und ohne Rassismus- bzw. Antisemitismuserfahrungen und wird flexibel an die Bedingungen und Voraussetzungen der Gruppe angepasst.
Die ständig neuen Eskalationsstufen im Raum Palästina und Israel machen das Thema auch hier in der Schweiz einmal mehr zu einem dringenden Handlungsfeld. «Auch wenn wir mit diesen Workshops globale Ereignisse nicht verändern können, können wir gemeinsam mit den Teilnehmenden Verantwortung hier vor Ort übernehmen – in unseren Schulen, Quartieren und Gemeinschaften – und Räume schaffen, in denen Respekt, Sicherheit und Aufmerksamkeit für alle wachsen.»
Mehr Infos zum Projekt unter: www.inforel.ch/angebote/speak-up