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Webartikel vom 20.05.2026, Grundstücksmarkt 2025
Baselbieter Grundstücksmarkt wächst um 17%
Im Jahr 2025 wurden im Kanton Basel-Landschaft insgesamt 2’776 Grundstücke verkauft (+1,6% gegenüber dem Vorjahr). Der Umsatz aller verkauften Grundstücke stieg um 17% auf 3,6 Milliarden Franken. Gleichzeitig sank der kantonale Durchschnittspreis für Wohnbauland um 5% auf 1’430 Franken pro Quadratmeter.
Die privaten Haushalte sind weiterhin eine Stütze des Grundstücksmarktes und erhöhten 2025 ihre Investitionen moderat. Architekten-, Bau- und Immobilienfirmen traten häufiger auf und handelten verstärkt mit Wohnbauten sowie Gewerbe-, Industrie- und Büroimmobilien als im Vorjahr. Auch die Pensionskassen traten wieder stärker am Markt auf und erhöhten ihre Investitionen. Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Preise für Wohnbauland, allerdings nicht in allen Bezirken und Gemeinden.
Leichte Zunahme verkaufter Grundstücke
Im Jahr 2025 stieg die Anzahl aller Freihandverkäufe gegenüber dem Vorjahr um 1,6% auf 2’776 Fälle. Zugenommen haben die Verkäufe von Bauland um 10,2% (269 Fälle) und von überbauten Grundstücken um 2,7% (2’328 Fälle). Insgesamt entfielen 83,9% aller Freihandverkäufe auf überbaute Grundstücke, 9,7% auf Bauland. Der verbleibende Anteil betraf Land ausserhalb Baugebiet sowie landwirtschaftliche Anwesen.
Wertmässig erhöhte sich der Umsatz aller Freihandverkäufe im Jahr 2025 um 523 Mio. Franken auf insgesamt 3,6 Mrd. Franken. Dieses Wachstum ist insbesondere auf die überbauten Grundstücke zurückzuführen, deren Umsatz um 19,2% auf rund 3,4 Mrd. Franken zunahm. Demgegenüber sank der umgesetzte Wert von Bauland um 13,1% auf 191 Mio. Franken. Im Bezirk Laufen stieg der Umsatz 2025 gegenüber dem Vorjahr um 31,5% auf 223 Mio. Franken. Ebenfalls deutlich höhere Umsätze verzeichneten Arlesheim mit über 2,2 Mrd. Franken (+22,2%) und Waldenburg mit 136 Mio. Franken (+19,7%). Einzig im Bezirk Sissach lag der Umsatz mit 320 Mio. Franken (–7,0%) unter dem Vorjahreswert. Insgesamt entfielen wertmässig 93,9% des Umsatzes auf überbaute Grundstücke und 5,3% auf unbebautes Bauland.
Bei der gehandelten Fläche von insgesamt 563 Hektar wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 14,1% verzeichnet. Der Rückgang ist vor allem auf die geringeren Flächenumsätze der landwirtschaftlichen Anwesen (–80 Hektar) sowie bei Land ausserhalb Baugebiet (–40 Hektar) zurückzuführen.
Quadratmeterpreis für Wohnbauland leicht rückläufig
Der durchschnittliche kantonale Quadratmeterpreis für Wohnbauland sank 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,0% auf 1’430 Fr./m². Besonders im Bezirk Arlesheim gingen die Preise spürbar zurück. Mit 2’121 Fr./m² (–7,5%) wurde deutlich weniger bezahlt als im Vorjahr, wobei das Preisniveau weiterhin über jenem vor 2024 liegt. Trotz des Rückgangs verzeichneten die Gemeinden Bottmingen (3’279 Fr./m²) und Binningen (3’163 Fr./m²) weiterhin durchschnittliche Quadratmeterpreise für Wohnbauland von über 3’000 Franken. Auch in den Bezirken Laufen (–3,2%) und Liestal (–2,2%) lagen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise mit 726 Franken beziehungsweise 1’063 Franken unter dem Vorjahresniveau. Die deutlichste Preissteigerung wurde im Bezirk Waldenburg registriert, wo der Quadratmeterpreis für Wohnbauland um 16,9% gegenüber dem Vorjahr auf 620 Franken anstieg. Im Bezirk Sissach fiel der Anstieg mit +1,3% auf 879 Franken moderat aus.
Die rund 114 Hektar Land ausserhalb des Baugebiets wurden im Jahr 2025 zu einem durchschnittlichen Preis von 4 Fr./m² gehandelt und entsprachen damit dem Niveau der Vorjahre.
Regionale Unterschiede der Bodenpreise für Wohnbauland
Die Bodenpreise von Wohnbauland unterscheiden sich in den einzelnen Regionen stark und sind weiterhin im Bezirk Arlesheim am höchsten. Alle Gemeinden des Bezirks Arlesheim weisen im Vierjahresdurchschnitt 2022/2025 einen Quadratmeterpreis von mehr als 1’500 Fr./m² auf. Die teuersten Grundstücke befinden sich in den Gemeinden Bottmingen mit 2’808 Fr./m² und Binningen mit 2’434 Fr./m² gefolgt von den Gemeinden Oberwil mit 2’378 Fr./m² und Reinach mit 2’297 Fr./m². Ausserhalb des Bezirks Arlesheim verzeichnen die Gemeinden Liestal mit 1’417 Fr./m², Pratteln mit 1’375 Fr./m² und Sissach mit 1’368 Fr./m² die höchsten Vierjahresdurchschnitte. Durchschnittspreise unter 400 Fr./m² sind in den Bezirken Sissach und Waldenburg zu finden. Die Gemeinde Liedertswil weist mit 197 Fr./m² weiterhin den tiefsten Vierjahresdurchschnitt aller Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft aus.
Private Haushalte verkauften deutlich mehr Wohneigentum
Die privaten Haushalte gaben 2025 für unbebaute und bebaute Grundstücke mit 2’251 Mio. Franken leicht mehr aus als im Vorjahr (+1,4%). Zwar wurden gegenüber dem Vorjahr rund 107 Mio. Franken mehr in Wohnbauten investiert, hingegen sanken die Ausgaben für Stockwerkeigentum um 85 Mio. Franken. Im Gegensatz zu den Investitionen nahmen die Einnahmen mit 2’388 Mio. Franken deutlich zu (+20,7%). Insbesondere bei Wohnbauten und Stockwerkeigentum wurden mit 1’639 Mio. beziehungsweise 545 Mio. Franken markant höhere Einnahmen als im Vorjahr erzielt (+23,0% bzw. +17,5%). Die Investitionen in unbebautes Bauland nahmen auf 94 Mio. Franken (+16,8%) zu, während die Einnahmen auf dem Vorjahresniveau blieben.
Der starke Umsatz beruht in erster Linie auf den Investitionen der Architekten-, Bau- und Immobilienfirmen, die sich mit 888 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten (+72,8%). Investiert wurde insbesondere in Wohnbauten mit 472 Mio. Franken sowie in Gewerbe-, Industrie- und Bürogebäude mit 317 Mio. Franken. Die Einnahmen der Architekten-, Bau- und Immobilienfirmen lagen mit rund 633 Mio. Franken um 79 Mio. Franken höher als im Jahr 2024 (+14,4%). Veräussert wurden Wohnbauten im Wert von rund 274 Mio. Franken (+90,3%) sowie Stockwerkeigentum im Umfang von 181 Mio. Franken (–22,6%). Im gleichen Zeitraum verringerten sich die Ausgaben der Kreditinstitute und Versicherungen um rund ein Drittel auf 118 Mio. Franken. Gleichzeitig erhöhten sich deren Einnahmen aus Verkäufen um rund ein Viertel auf 438 Mio. Franken.
Deutlich höhere Ausgaben waren 2025 auch bei den Pensionskassen zu verzeichnen. Die Investitionen im Grundstücksmarkt – insbesondere in Wohnbauten – erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 34,9 Mio. Franken auf 166,3 Mio. Franken, während sich die Einnahmen um rund ein Fünftel auf 31 Mio. Franken verringerten.
Erhebung und Methode:
Die kantonale Bodenpreisstatistik beruht auf den Handänderungsanzeigen des Grundbuchamts, die seit 1979 elektronisch erfasst werden und dient vor allem der Markttransparenz. Ab dem Jahr 2007 werden nur noch die freiwilligen Verkäufe ohne Erbgänge, Steigerungen, Tauschgeschäfte und Schenkungen ausgewiesen. Diese Freihandkäufe liefern jährlich Informationen zur Anzahl Fälle, Fläche und Preis bebauter und unbebauter Grundstücke. Die Auswertungen werden weiter nach Bezirk und Gemeinden differenziert und nach weiteren Merkmalen (Zone, Nutzung) ausgewertet. Insbesondere der Quadratmeterpreis von Wohnbauland stösst in der Öffentlichkeit auf Interesse.
Kontakt
Siegfried Heinzl
Fachbereichsleiter Boden, Steuern, Wirtschaft
T 061 552 53 69
[email protected]
Amt für Daten und Statistik BL
Rheinstrasse 42
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