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Künstliche Lichtquellen

Der öffentliche Raum wird intensiver genutzt als früher und mit den gestiegenen Ansprüchen an die Beleuchtung sind ebenfalls hat auch der Einsatz von Kunstlicht zugenommen. Strassenlampen, Gebäudebeleuchtung, Reklamen prägen zunehmend das nächtliche Bild unserer Städte und Dörfer. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass sich Mensch und Natur zunehmend durch diese Lichtquellen gestört fühlen. Deshalb gewinnen Massnahmen zur Reduktion der Lichtemissionen immer mehr an Bedeutung. Verstärkt wird auf die Notwendigkeit und auf die Art und Weise der Beleuchtung Achtung geschenkt und vorbeugend zu störenden Lichtemissionen durch entsprechende Massnahmen entgegengewirkt. Beispielsweise die Einführung von Lampen basierend auf Licht emittierenden Dioden (LED) kann grundsätzlich dazu beitragen, unerwünschte Lichtemissionen zu vermindern. Weitere Hinweise über emissionsmindernde Massnahmen sind im 7-Punkte Plan enthalten.
Übermässige Lichtemissionen beeinflussen Menschen und Natur
Licht ist ein wichtiger Zeitgeber für viele biologische Prozesse. Beim Menschen kann künstliches Licht deshalb den biologischen Schlaf-Wach-Rhythmus stören. Dies kann die Gesundheit beeinträchtigen. Störungen des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus durch künstliche Beleuchtung wirken sich auch negativ auf lichtempfindliche Tier- und Pflanzenarten aus. Nachtaktive Insekten, Amphibien oder Säugetiere können in ihrem normalen Lebensablauf (Nahrungssuche, Fortpflanzung, usw.) gestört werden. Weiter werden nachtaktive Zugvögel, die sich unter anderem an den Sternen orientieren, von den Lichtglocken über Agglomerationen angezogen und bei ihrem Flug in die Winter- oder Sommerquartiere behindert. Natürliche Dunkelheit stellt ein wichtiges Element der Landschaftsqualität dar, weshalb es diese zu schützen gilt. Gerade dunkle Korridore tragen zur Vernetzung der Naturräume bei und sind ein zentraler Bestandteil der ökologischen Infrastruktur.
Für die Region Basel ist im Geoportal (Thema «Natur und Landschaft») eine Darstellung der zeitlichen Entwicklung der Lichtemissionen in den letzten Jahren anhand von Satellitendaten zu finden.