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Verbesserung der Längsvernetzung der Birs in Birsfelden

Ausgangslage
In der Birs in Birsfelden hat es zwei Schwellen, die aufgrund ihrer Höhe für verschiedene Fischarten und andere Wasserlebewesen ein sogenanntes Wanderhindernis sind. Die Schwellen liegen unterhalb der Redingbrücke sowie der Autobahnbrücke St. Jakob. Sie wurden ursprünglich gebaut, um das Flussbett zu stabilisieren und die Sohle vor Erosion zu schützen.
Fische müssen sich im Gewässer bewegen können, etwa um geeignete Laichplätze zu erreichen oder um zwischen verschiedenen Lebensräumen zu wechseln. Dies wird als Fischgängigkeit bezeichnet. Ist sie eingeschränkt, können sich Populationen langfristig nicht stabil entwickeln. An den bestehenden Schwellen ist die Fischgängigkeit heute vor allem bei niedrigem Wasserstand ungenügend. Besonders betroffen ist die Nase, eine typische Wanderfischart der Birs, die auf durchgehende Gewässerabschnitte angewiesen ist.
Projektziel
Ziel des Projekts ist diese Fischgängigkeit an beiden Standorten wiederherzustellen. Die Fische sollen die Passagen künftig wieder selbstständig überwinden können. Das stärkt die natürliche Dynamik des Gewässers und fördert die Artenvielfalt.
Davon profitieren vor allem die Fischarten Nase und Äsche. Auch für andere Fischarten und für Kleinlebewesen im Wasser verbessert sich die Situation. Insgesamt trägt das Projekt dazu bei, die ökologische Qualität der Birs zu steigern und die Lebensräume besser zu vernetzen.
Geplante Massnahmen
Unterhalb Autobahnbrücke St. Jakob
Entlang des Birsufers auf der Seite von Birsfelden wird unterhalb der bestehenden Schwelle eine sogenannte Riegelrampe erstellt. Diese besteht aus fünf hintereinander angeordneten Riegeln aus grossen Blocksteinen. Zwischen den Riegeln entstehen kleine Becken mit geringerer Fliessgeschwindigkeit. So können die Fische künftig die Höhendifferenz stufenweise überwinden.
Unterhalb Redingbrücke
Bei der bestehenden Engstelle wird unterhalb eines sogenannten Kolks – einem lokal vertieften Gewässerabschnitt – ein zusätzlicher Riegel aus Blocksteinen eingebaut. Dadurch wird das Wasser leicht angestaut. Die Fliessgeschwindigkeit in der Engstelle nimmt ab und die Wassertiefe steigt. So können die Fische leichter die Engstelle passieren.
Die Massnahmen erfüllen die wasserbaulichen Anforderungen und die ökologischen Bedürfnisse.
Umsetzung
Die Bauarbeiten werden durch die Unterhaltsequipe des Geschäftsbereichs Wasserbau des Tiefbauamts Basel-Landschaft ausgeführt. Sie erfolgen maschinell und unter Einhaltung ökologischer Vorgaben. Ziel ist ein möglichst schonender Eingriff ins Gewässer mit minimaler Beeinträchtigung von Flora und Fauna.
Termin
Der Baustart ist für Sommer 2026 geplant. Die Bauzeit beträgt rund 12 Wochen. Die Arbeiten werden möglichst in einer niederschlagsarmen Phase durchgeführt, um stabile Abflussverhältnisse zu nutzen und Eingriffe ins Gewässer zu erleichtern.
Kontakt
Diego Mägli, Geschäftsbereich Wasserbau, Projektleiter Oberflächenabfluss, BUD, 061 552 48 03, [email protected]
Stand
April 2026