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Laufen Neubau/Verlegung Naubrücke

Bei einer Verlegung der Naubrücke führt die Naustrasse dem Bahndamm entlang um die Eishalle und schliesst mit einem Kreisel an die Baselstrasse an.
Aktualität:
Mit der Verlegung und dem Neubau der Naubrücke sind Arbeiten an SBB-Bauwerken an der Bahnlinie verbunden: Die Unterführung Schliffweg wird umgebaut und die Unterführung Eishalle wird neu erstellt. Am Dienstag, 19. Mai 2026 wurden sie an einer Infoveranstaltung vorgestellt. Die Planauflage beginnt am 1. Juni 2026. Detailinfos siehe weiter unten auf dieser Seite.
Projekt:
Seit Anfang 2025 wird der Hochwasserschutz in Laufen realisiert. Eine der markantesten Änderungen wird die Aufweitung der Birs am Standort der heutigen Naubrücke sein. Die bestehende Brücke ist für die neue Breite des Flussbetts deutlich zu kurz. Deshalb wurde im Rahmen des Projekts ursprünglich ein Ersatz an gleicher Stelle geplant. Da der Kanton 2019 das ehemalige Spilag-Areal in der Norimatt erwerben konnte, ist es möglich, die Naubrücke flussabwärts hinter die Eishalle zu verlegen.
Mit einer Vergleichsstudie (Variantenbericht) wurden die beiden möglichen Brückenstandorte miteinander verglichen. Es zeigte sich, dass eine Verlegung mehr Vor- als Nachteile bringt. Zwar sind die Kosten höher, die zusätzlichen Massnahmen haben jedoch einen deutlichen Mehrwert für die Stadt Laufen und ihr Verkehrssystem. Die bestehende Naubrücke wird nach Inbetriebnahme des Neubaus rückgebaut.
Mit der Verlegung werden aus verkehrsplanerischer wie auch aus städtebaulicher Sicht maximale Handlungsspielräume offengehalten. Die neue Lage der Naustrasse und der Naubrücke ist mit einer weiteren Entwicklung des Verkehrssystems in Laufen vereinbar, zum Beispiel einer zukünftigen Zentrumsentlastung.
Eine Broschüre stellt das Projekt und seinen Nutzen für Laufen in übersichtlicher Form vor.
Die Verlegung zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:
- Verkehrswege, Lärmentlastung: Bahn und Strasse liegen nach der Verlegung direkt nebeneinander, die Lärmquellen werden gebündelt. Dies führt in mehreren Quartieren zu einer spürbaren Lärmentlastung. Neu belastet wird das Quartier Norimatt, das aber durch begleitende Massnahmen stark vom Verkehr abgeschirmt wird.
- Auto-, Fuss- und Veloverkehr, Verkehrssicherheit: Dem Fuss- und Veloverkehr stehen neue Wege ohne Autoverkehr zur Verfügung. Die Verkehrssicherheit steigt deshalb für alle Verkehrsteilnehmenden – ganz besonders für die Schulkinder.
- Freizeit und Naherholung: Zwischen Birsufer, Altstadt und Eissporthalle kann ein attraktiver Grünraum entstehen. Die trennende Wirkung der heutigen Naustrasse entfällt, ein neuer Amthaussteg bindet das Naherholungsgebiet an die Altstadt an. Eine zusätzliche Bahnunterführung bei der Eishalle schafft Nähe zum Schwimmbad und zu den dortigen Parkplätzen.

Die Verlegung von Strasse und Brücke (violett) schafft Freiraum für den Birspark, in dem auch der Kletterturm einen neuen Platz finden wird. Das Wegnetz für den Fuss- und Veloverkehr inkl. Birsübergänge und SBB-Unterführungen (gelb) wird optimiert.
Bisherige Planungsphasen:
Nach dem Vorprojekt und einer öffentlichen Mitwirkung (siehe Mitwirkungsbericht) wurde die Landratsvorlage für das Generelle Projekt und dessen Finanzierung erarbeitet. Der Landrat hat der Vorlage zugestimmt. Gegen diesen Entscheid wurde das Referendum ergriffen. Bei der kantonalen Volksabstimmung Ende 2025 erreichte die Vorlage eine Zustimmung von fast 65 Prozent. Das Gesamtprojekt ist in zwei Teilprojekte gegliedert und zeitlich gestaffelt: zum einen die Trasse (neue Streckenführung der Naustrasse) und die Brücke, zum anderen die SBB-Bauwerke, das heisst der Umbau der Unterführung Schliffweg und der Neubau der Unterführung Eishalle. Die Sperrpausen für die beiden Unterführungen wurden für 2027 angemeldet und von der SBB genehmigt.
Aktuelle Situation:
Für das Teilprojekt SBB-Bauwerke (Unterführungen Schliffweg und Eishalle) ist das Bauprojekt erarbeitet. Am Dienstag, 19. Mai 2026 fand dazu im Info-Center an der Baselstrasse 80 in Laufen eine Informationsveranstaltung statt, an der über den aktuellen Projektstand und das weitere Vorgehen informiert wurde.
Nun erfolgt die öffentliche Planauflage. Sie können die Projektunterlagen vom 1. bis 30. Juni 2026 auf der Stadtverwaltung Laufen, bei der Bau- und Umweltschutzdirektion in Liestal und online begutachten. Allfällige Einsprachen können in dieser Zeit schriftlich an die Bau- und Umweltschutzdirektion, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal eingereicht werden.
Für das Teilprojekt Trasse (neue Streckenführung der Naustrasse) und Brücke wird das Bauprojekt derzeit noch erarbeitet. In dieser Zeit finden auch Gespräche mit den betroffenen Organisationen und Grundeigentümerschaften statt, um die noch offenen Punkte zu diskutieren. Die öffentliche Planauflage für das Teilprojekt Trasse und Brücke ist im Frühling 2027 vorgesehen. Auch hierzu wird vorgängig eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung durchgeführt.
Dokumente / Links:
Häufige Fragen:
Was ist die Idee dieses Projekts?
Mit der Verlegung der Naubrücke kann an der Birs ein attraktiver, zusammenhängender, verkehrsberuhigter Frei- und Grünraum von der Bahnhofsbrücke über das alte Schlachthuus bis zur Eishalle geschaffen werden. Die Fläche wird nicht mehr von einer (vergrösserten) Brücke mit entsprechendem Verkehr durchschnitten. Die Verlegung der Naubrücke entspricht den Stossrichtungen des räumlichen Entwicklungskonzepts der Stadt Laufen.
Welche Vorteile bringt das Projekt?
Mit der neuen Verkehrsführung wird der Strassen- und Schienenverkehr beim Bahndamm gebündelt, was unter anderem das Quartier Lochfeld oder die vordere Norimatt vom Lärm entlastet. Ganz allgemein verbessert sich die Verkehrssituation in Laufen, da der motorisierte Verkehr vom Fuss- und Veloverkehr getrennt wird. Mit der neuen Unterführung Eishalle wird eine direkte Verbindung für den nicht motorisierten Verkehr geschaffen. Sie verbindet die südlich des Bahndamms gelegenen Quartiere mit der Eishalle, der Kletterhalle und dem Stedtli. Dadurch steigt die Verkehrssicherheit für alle und für den Fuss- und Veloverkehr entsteht ein attraktives und sicheres Wegnetz.
Warum ist die Verlegung der Naustrasse teurer als der Ersatzneubau an alter Stelle?
Die Kosten der Projekte sind nicht vergleichbar, denn eine Brücke am neuen Standort hat gegenüber einem Ersatzneubau deutliche Vorteile. Insbesondere sind anzuführen: Neubau Naustrasse und Erneuerung der Kreuzung Baslerstrasse (Kreisel), neue SBB-Unterführung und Erneuerung der Unterführung Schliffweg, komplexere Bauform der neuen Bogenbrücke.
Wer ist für den Unterhalt der neuen Infrastruktur verantwortlich?
Naustrasse und Naubrücke gehören zum Kantonsstrassennetz. Für dessen Unterhalt ist der Kanton verantwortlich. Für die neue SBB-Unterführung Eishalle, die komplett erneuerte Unterführung Schliffweg und den Amthaussteg liegt die Verantwortung für den Unterhalt bei der Stadt Laufen. Die neue Unterführung schafft eine direkte Verbindung zwischen den südlich des Bahndamms gelegenen Sportstätten und der Eishalle.
Warum hat die neue Brücke einen Bogen?
Der Bogen ist Teil des Tragwerks der Brücke und aus statischen Gründen notwendig. Würde die Brücke auf Pfeilern im Flussbett aufliegen, könnte sich dort Treibholz verfangen und die Birs stauen. Damit wäre der Hochwasserschutz nicht mehr gewährleistet.
Verzögert sich das Hochwasserschutzprojekt aufgrund der Verlegung der Naustrasse?
Nein, die Verlegung der Naubrücke hat keinen Einfluss auf die bereits laufenden Arbeiten und Termine des Hochwasserschutzes. Die vollständige Wirkung der Hochwasserschutzmassnahmen ist jedoch erst erreicht, wenn die bestehende Naubrücke zurückgebaut ist.
Wird die Verkehrssicherheit durch die Geometrie der Brücke am neuen Standort verschlechtert?
Bei der Planung der neuen Linienführung werden alle Vorgaben hinsichtlich Verkehrssicherheit eingehalten. Somit wurden Sichtweiten, Bremswege und fahrdynamische Parameter in der Planung berücksichtigt.
Gehen durch die neue Brücke Parkplätze verloren?
Aufgrund der neuen Linienführung der Naustrasse werden einige oberirdische Parkplätze im Bereich der Eishalle und beim Schwimmbad (Schliffweg) aufgehoben. Dank der neuen Unterführung ist der Schwimmbad-Parkplatz aber wesentlich besser an die Eishalle angeschlossen. Weiter plant die Stadt Laufen am Rande des Birsparks einen Mehrzweckplatz, der bei Grossevents ebenfalls als Parkfläche genutzt werden kann. Während der Erarbeitung des Bauprojekts wird die Parkraumsituation zusammen mit der Stadt nochmals vertieft geprüft.
Wer ist zuständig?
Die Federführung für das Projekt liegt beim Kanton. Er steht jedoch in engem Austausch mit der Stadt Laufen. Diese Zusammenarbeit ist auch im weiteren Projektverlauf so vorgesehen.
Wer finanziert das Projekt?
Die Verlegung ist ein kantonales Strassenprojekt, womit die Finanzierung beim Kanton liegt. Die Finanzierung der eigentlichen Brücke erfolgt über die Ausgabenbewilligung des kantonalen Hochwasserschutzprojekts.
Kontakt:
Boris Kunze, Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur, Projektmanagement, 061 552 40 97, [email protected]
Projektstand:
Junii 2026