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Laufen, Hochwasserschutz Birs
Die Massnahmen zum Hochwasserschutz an der Birs in Laufen werden seit Anfang 2025 umgesetzt. Die Bauphase dauert voraussichtlich bis Ende 2028.
Nau-West, bis Frühling 2026
Nach der Aufweitung des Birsbetts beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus wird der Abschnitt Nau-West bis im Frühling 2026 begrünt und mit Sitzsteinen ausgestattet. (Bild: Holinger AG)Der Abschnitt Nau-West ist noch nicht vollständig abgeschlossen, denn es fehlen noch die Pflanzen und die Sitzsteine. Die dafür benötigten Kalksteinblöcke werden in den kommenden Wochen geliefert, sodass die Etappe wahrscheinlich im Frühling 2026 abgeschlossen werden kann. Danach können auch die Fusswege wieder genutzt werden.
Delsbergerstrasse, bis Oktober 2026
Im Abschnitt Delsbergerstrasse verschiebt sich die Baustelle ans gegenüberliegende Ufer. Die Baupiste – eine Kiesschüttung im Bachbett – wurde noch vor Beginn der Fischschonzeit im Herbst 2025 von der linken auf die rechte Seite der Birs verlegt. So können wir die Arbeiten an diesem Ufer ohne Eingriff ins Bachbett ausführen. Nach Ende der Fischschonzeit wird die Baupiste ein Stück weiter birsabwärts verlegt.
Zwischen Juli und Oktober 2026 wird nochmals auf der linken Birsseite in unmittelbarer Nähe zur Delsbergerstrasse gebaut. Sobald bei der Werkleitungsbrücke der Graben für eine Stützmauer ausgehoben wird, regelt eine Ampel den Verkehr durch den Baustellenbereich. Der einspurige Strassenabschnitt wird abwechselnd aus beiden Richtungen befahren.
Diebach (ca. Februar bis Mai 2026) / Wahlenbach (ca. Februar bis August 2026)
Nach Abschluss des Projekts kann das Birsbett deutlich mehr Wasser aufnehmen, das bei Hochwasser in die Nebenbäche zurückgedrückt wird. Durch den Rückstau kann der Diebach bis zu zwei Meter ansteigen, weshalb es bis zum Wasserfall zusätzliche Schutzmassnahmen braucht. Auf fast der gesamten Länge des Abschnitts entsteht zwischen Bach und Strasse ein kleiner Damm, der das Gelände um rund einen halben Meter erhöht. Zudem werden die Stützmauern beim Fussgängersteg am Schwimmbad sowie die Strassenbrücke angehoben. Vor der Einmündung in die Birs erfolgt der Anschluss an den SBB-Damm. Auf einer freien Fläche realisiert der Kanton mehrere Amphibienlaichgewässer als neue ökologische Elemente. Diese werden sich vor der unteren Brücke in der Nähe des neuen Werkhofs der Stadt Laufen befinden.
Der Abschnitt Wahlenbach beginnt dort, wo das Ziegelschürbächli einmündet, und endet vor der Güterstrasse. Ein Damm, Stützmauern sowie Anpassungen am Gelände schützen die benachbarten Gewerbe- und Wohngebiete. Der Bereich zwischen Böschung und Liegenschaften wird angehoben.
Norimatt (ca. Mai 2026 bis 2027)
Die Verbreiterung der Birs schafft in der Norimatt eine neue Weite mit unterschiedlichen Nutzungen. Das Ufer an der Aussenkurve der Birs wird naturnah gestaltet. Dort entsteht ein auenähnlicher Lebensraum mit einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt. Das rechte Ufer (Seite Eishalle) wird ebenfalls bepflanzt, aber auch mit Sitzstufen und Trampelpfaden ausgestattet. Der künftige Birspark als Freizeit- und Naherholungsraum der Stadt Laufen erhält dadurch eine direkte Anbindung an den Fluss.
Die Hauptarbeiten für diesen Abschnitt beginnen im August 2026; bis Ende Jahr wird hier sehr viel Erde abgetragen und verschoben. Der unterste Punkt dieses Projektabschnitts befindet sich bei der Feuerwehrbrücke. Sobald von dort aus birsaufwärts gebaut wird, ist der Birsuferweg nicht mehr begehbar. Die Umleitung führt entlang der Baselstrasse bis zum neuen Norimattsteg (siehe Infobox), um auf die andere Birsseite zu wechseln.
Bauprogramm
Die rund 60 Massnahmen des Hochwasserschutzprojekts erstrecken sich auf 3,5 Kilometer Flusslänge. Sie verteilen sich auf mehrere Abschnitte und über dreieinhalb Jahre Bauzeit bis Ende 2028. Parallel sind zwei Bauequipen im Einsatz. Entsprechend den Fortschritten auf der Baustelle passt sich das Terminprogramm für die folgenden Arbeiten laufend an.
Begründung des Projekts
Heute ist das Fassungsvermögen der Birs an vielen Stellen im Laufner Siedlungsgebiet zu klein und die Gefahr einer Stauung durch Treibholz an den Brücken trotz bestehender Schutzbauten zu gross. Dieses Defizit korrigiert das kantonale Projekt «Stadt Laufen – Hochwasserschutz Birs».
Nach Abschluss der Massnahmen wird auch ein Hochwasser wie im Jahr 2007 sicher durch Laufen hindurchgeleitet. Die baulichen Massnahmen erhöhen die Kapazität der Birs, regulieren ihre Fliessgeschwindigkeit und sichern die Seitenbäche ab. Als weitere Schritte braucht es einen Neu- oder Umbau der vier Brücken und Passerellen über die Birs. Diese Arbeiten werden als sogenannte Drittprojekte von anderen kommunalen und kantonalen Stellen entwickelt. Sie alle sind notwendig, um den Hochwasserschutz in Laufen zu vervollständigen.
Kontakt
Bauherr / Gesamtprojektleitung Tiefbauamt Kanton, Wasserbau
Philipp Meyer, Projektleiter Gewässerplanung, 061 552 60 19, [email protected]
Bauleitung
Fabian Hof, Bauleiter, Holinger AG, 061 926 23 75, [email protected]
Unternehmen
Martin Brunner, Polier, Toneatti AG
Weitere Informationen
Bisher sind drei öffentliche Baustellenführungen ausgeschrieben worden. Gruppen bis max. 20 Personen können sich auch direkt für eine rund einstündige Baustellenbesichtigung anmelden, vgl. Informationen auf Info-Center.
Diese Webseite wird regelmässig aktualisiert. Ein weiterer Infokanal ist das Wochenblatt für das Schwarzbubenland und Laufental. Je nach Bedarf wird die Anwohnerschaft auch per Flugblatt an der Haustüre oder im Briefkasten informiert. Mit den Eigentümerinnen und Eigentümern ist die Projekt- oder Bauleitung in Kontakt. Ein Modell des Birslaufs in Laufen sowie Informationen zum Leben am Fluss und mit dem Wasser sind im Info-Center an der Baselstrasse 80 in Laufen zu finden.

Projektstand
Februar 2026