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Holzbrücke, Schlossgasse
Von der Vorburg des Schloss Zwingen gelangt man über eine Holzbrücke in den Schlosshof. Heute steht sie auf dem Trockenen, doch ursprünglich überspannte sie ohne Stützen einen Birsarm. Inzwischen ruht sie auf vier gemauerten Pfeilern zwischen zwei Landfesten. Eine Brücke muss bereits seit dem Bau der Kernburg – spätestens jedoch seit der Erweiterung um die Vorburg im späten 14. Jahrhundert – existiert haben, da die verschiedenen Birsläufe und künstlichen Gräben anders nicht zu überwinden waren.
Die erste in Quellen fassbare Vorgängerbrücke erscheint in den Abrechnungen von 1593/94 und erneut 1597/98. 1593/94 erhielt Hans Rotra den Auftrag, eine gedeckte Brücke über die Birs zu errichten, und 1597/98 wurde er nochmals für den Bau der Brücke verpflichtet. Die heute erhaltene Konstruktion – ein doppeltes Hängewerk in Längsrichtung mit zwei Streben, einem Spannriegel, zwei Hängepfosten und einem Zugbalken – entstand jedoch erst 1689. Auslöser war die Klage des Vogts Johann-Franz von Roggenbach über den schlechten Zustand der alten Brücke. Er legte 1688 einen Kostenvoranschlag eines auswärtigen Zimmermanns vor, der zwar teurer, aber offenkundig fachkundiger war als die lokalen Handwerker. Kurz darauf wurde der Neubau in Auftrag gegeben.
Die vier mittleren, verblatteten und einfach verzapften Querbinder tragen die längs verlaufenden Fahrbahnbalken, die wiederum auf einem mit eisernen Bändern an den unteren Enden der Hängepfosten befestigten Unterzug liegen. Während das Dach auf der Ostseite in einen Halbwalm ausläuft, stiess es auf der Westseite früher direkt an den Uhrturm. Hinweise auf eine weitere Zugaussbildung im Westen gibt es nicht.
Kantonal geschützt seit 1993.