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Ramsteinertor, Schlossgasse 1
Der Schlosszugang wurde einst durch zwei Tore gesichert. Das äussere Tor, das sogenannte Ramsteinertor, besass früher eine Zugbrücke, worauf die hochrechteckige Aussparung über dem rundbogigen Durchgang hinweist. Heute führt eine steinerne Brücke von 1766 über die Birs. Zuvor zeigten Büchel und Paris (siehe KdS V) dort eine gedeckte Holzbrücke. Von den ehemaligen Torflügeln hinter der Zugbrücke haben sich noch die Angeln erhalten.
Das Erbauungsdatum des Ramsteinertors ist unbekannt. Wahrscheinlich gehört es zur erstmals 1400 erwähnten Vorburg und entstand somit in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Dafür spricht auch die sorgfältige Fassadengestaltung mit Hausteinen. Südlich schliesst ein Gebäude an, das nach Paris’ Legende früher dem Schäfer gedient haben soll; sein Mansarddach ist ins 18. Jahrhundert zu datieren. Da der Bau nahtlos in ein eingeschossiges Gebäude übergeht, das wiederum in den Rest der ehemaligen Wehrmauer mit Wehrgang mündet, könnte die gesamte südliche Aussenmauer gleichzeitig mit dem Tor entstanden sein. Nördlich befand sich ein weiterer Bau, den Paris 1766 als Wohnhaus des Torwächters bezeichnet. Er wurde noch im selben Jahr abgebrochen, zunächst durch einen Holzbau ersetzt und verschwand später vollständig.
Kantonal geschützt seit 1993.