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Altes Schulhaus, Dorfplatz 1
Dorfplatz 1, ehem. Schulhaus
Das ehemalige Schulhaus von Röschenz, heute Gemeindehaus, ist der bedeutendste Profanbau des Dorfes. Nachdem der Unterricht zunächst in privaten Stuben stattfand, wurde 1838–1839 ein eigenes Schulhaus am Standort der ehemaligen St.-Anna-Kapelle errichtet, dessen charakteristische Pfeilerarkade auf Pläne des Berner Baudepartements zurückgeht. Bis in die 1970er-Jahre diente es als Schulhaus, wurde mehrfach renoviert und 1977 zum Gemeindehaus umgenutzt. Im Zuge der Renovation 1952 wurde der Aborttrakt an der Nordostseite durch einen massiven Anbau ersetzt. Diese Massnahme wurde bei der letzten Sanierung 1988 wieder rückgängig gemacht und durch eine leichtere Konstruktion ersetzt.
Das ehemalige Schulhaus markiert den Eingang zum Dorfkern und fasst gemeinsam mit der Kirche den grosszügigen Dorfplatz. Der dreigeschossige Bau mit weit auskragendem Walmdach wird durch eine markante, fünfachsige Pfeilerarkade als Eingangsloggia geprägt, deren Rhythmus sich in den Obergeschossen fortsetzt. Ein hoher Sockel, Ecklisenen und weitere Kalksteinelemente gliedern den hell verputzten Baukörper, der von einem Dachreiter mit Glocke bekrönt wird. Innen zeigt sich eine klare, symmetrische Raumordnung mit Mittelgang, steinerner Treppe und ursprünglich im 1. Obergeschoss liegenden Schulzimmern; der Westteil nahm zeitweise die Gemeindeverwaltung auf. Im Dachgeschoss befand sich die Lehrerwohnung, die später auch vom Liesberger Pfarrer genutzt wurde.
Kantonal geschützt seit 1989. Zudem unter Bundesschutz.