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Röm.-kath. Kirche St. Oswald, Kirchgasse 9
Die Kirche St. Oswald wurde Mitte des 18. Jahrhunderts über den Grundmauern eines seit dem Spätmittelalter belegten Vorgängerbaus errichtet und 1756 vollendet. Sie steht erhöht am Nordrand des alten Ortskerns auf einer terrassenartigen Anlage mit Friedhof. Der Neubau entstand nach erheblichen Kriegsschäden und mehreren früheren Renovationen; beim Umbau von 1753–56 wurden Schiff, Chor, Sakristei und der Dachreiter neu ausgeführt sowie ein reich ausgestatteter Altar von Friedrich Joseph Füeg geschaffen (später ersetzt). Im 19. Jahrhundert folgten neue Altäre und eine neue Kanzel von Urs Josef Sässeli, im 20. Jahrhundert verschiedene weitere Veränderungen, darunter die grosse Renovation von 1973 mit Vereinfachungen des Innenraums und einer neuen Sakristei.
Der Bau zeigt ein schlichtes, längsrechteckiges Schiff mit eingezogenem Chor, Rundbogenfenstern und einem kleinen Dachreiter mit Zwiebeldach; innen prägen Kanzel, Seitenaltäre und Empore aus dem 19. Jahrhundert das Bild. Als einzig erhaltenes Beispiel eines Kirchenbaus aus dieser Übergangszeit im Laufental besitzt St. Oswald besondere typologische Bedeutung. Die Kirche wurde mitsamt ihrer klassizistischen Ausstattung unter kantonalen Schutz gestellt.
2022 wurde Kirchendach und Kirchenfassade saniert. 2023 wurde der Vorplatz neugestaltet und gepflästert.
Kantonal geschützt seit 1970.