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Kapelle, Fichtenhof 2
Fichtenhof 2
Die Fichtenhofkapelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Alt-Fichtenhof am südlichsten Punkt des Gemeindebanns, südwestlich des Dorfzentrums.
Der oktogonale Bau ist nach Nordnordwest ausgerichtet. Der Eingang zeigt das Roggenbach-Wappen. Die geraden Flanken weisen Lichtöffnungen auf. Ein kreisrundes Dach wird von einem Metallkreuz bekrönt. Die Ecken und Öffnungen sind auf der weissen Wand sandsteinfarben nachgezeichnet. Das Innere wird von einem Kreuzgewölbe überspannt. Gegenüber dem Eingang wurde eine schlichte Steinplatte als Mensa eingemauert. Darüber nimmt eine Nische einen Christus an der Geisselsäule auf. Illusionistische Malerei rahmt die Nische. Die übrigen Innenwände der Kapelle sind in einem grünlichen Ockerton gehalten, von dem sich mit gelber Rahmung und sandsteinfarbenen Laibungen die Fenster absetzen.
Ursprünglich besass die Kapelle keine Tür und stand stets offen. Zeitweise wurde sie währen der Französischen Revolution als Wachtposten zweckentfremdet. An verschiedenen Exvoten im Inneren konnte man dies ablesen, diese wurden jedoch im Laufe der Zeit entfernt. Während dem 19. Jh. wurden die Fenster und die Türöffnung vergittert, allerdings nie verglast oder verschlossen. 1969 wurde die Kapelle restauriert. 2015-2016 wurde eine Aussensanierung vorgenommen.
Die Fichtenhof-Kapelle ist die einzige spätgotische Wegkapelle, die im Bezirk Laufen weitgehend intakt erhalten geblieben ist.
Kantonal geschützt seit 1958, zudem unter Bundesschutz.