Die Variante Mitte soll erster Teil des Herzstücks der Regio-S-Bahn Basel werden

21.10.2010
Die Bau- und Planungskommission (BPK) des Landrates des Kantons Basel-Landschaft und die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK) des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt haben sich heute in Liestal zu ihrer dritten gemeinsamen Sitzung zum Thema "Weiterausbau der Regio-S-Bahn auf dem Gebiet der Stadt Basel" getroffen.
 
Nachdem sich BPK und UVEK im Mai 2009 darauf geeinigt hatten, sich bis spätestens 2011 auf eine einzige zu realisierende Variante für das Herzstück der Regio-S-Bahn Basel festzulegen, um dann auch den nötigen Projektierungskredit beschliessen zu können, waren die beiden Kommissionen damals auch übereingekommen, vorgängig durch die Regierungen noch wichtige Fragen zuhanden der beiden Kommissionen klären zu lassen (nebst den bereits untersuchten Varianten auch die Variante Nordbogen bezüglich Kosten-Nutzen-Verhältnis, Fahrgastpotenzial, Schienenkapazitäten und allfälliger Fahrplanausgestaltung mit Blick auf die Entwicklungspotenziale in Basel-Nord).
 
Diese Fragen sind von Seiten der Regierung im Juni 2010 zuhanden von BPK und UVEK beantwortet worden. Prof. Dr. Ulrich Weidmann, Lehrbeauftragter am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich, ist anschliessend im Frühsommer 2010 auf Wunsch der Kommissionen als projektunabhängiger, externer Experte damit beauftragt worden, die bisherigen Studien zu den in Frage kommenden Varianten auf ihre Aussagen, Erkenntnisse und Plausibilität hin zu überprüfen.
 
Diese Analysen bestätigen im Wesentlichen die bisherigen Arbeiten und Folgerungen für die Variantenwahl (Variante Mitte). Der Bericht von Prof. Weidmann enthält zudem auch wichtige Hinweise betreffend den Kapazitäten auf den Geleisen der Elsässerbahn (siehe Beilage, Bericht Prof. Dr. Ulrich Weidmann et al., Zweitmeinung). So wird u.a. auf weitere Etappen verwiesen, die es nach dem Bau der Variante Mitte allenfalls zu bauen gilt (spätere Ergänzung mit Y-Ast). Die Nutzung des Herzstücks durch den Fernverkehr ist nach derzeitigem Planungsstand faktisch nicht möglich.
 
Deshalb konnten sich heute die beiden Kommissionen nach den Ausführungen von Prof. Dr. Ulrich Weidmann und weiterer Fachleute und im Anschluss an nochmals intensive Diskussionen einstimmig (bei 4 Enthaltungen) für die nun definitiv in Angriff zu nehmende Projektierung der Variante Mitte mit der Option der Anschlusssicherung für den Y-Teilast für das Herzstück der Regio-S-Bahn Basel aussprechen. Die Kommissionen befürworten gleichzeitig eine rasche Realisierung der Haltestelle Morgartenring auf der Elsässerbahn. Damit konnte ein wichtiger Entscheid für die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Region Basel gefällt werden. Gleichzeitig ist man sich aber auch bewusst, dass dies nur einer von mehreren Schritten ist, die schliesslich dazu führen sollen, dass die Räume der Agglomeration Basel verkehrstechnisch besser miteinander verbunden werden. Die Realisierbarkeit des Projekts kann in 12 bis 15 Jahren geschehen und soll nach Meinung der beiden Kommissionen unmittelbar angegangen werden.
  
Für die Bau- und Planungskommission: Der Präsident Rolf Richterich
Für die Umwelt- Verkehr und Energiekommission: Der Präsident Michael Wüthrich
 
Für Rückfragen:
Rolf Richterich 079 767 70 76 und Michael Wüthrich 079 266 82 35