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Die IGPK Uni verschafft sich Transparenz

15.10.2013

Die IGPK Uni verschafft sich Transparenz zur Zusammenarbeit von Universität und Wirtschaft



Interparlamentarische Geschäftsprüfungskommission der Universität Basel

Bei ihrem jährlichen Hearing mit der Universitätsleitung hat die Interparlamentarische Geschäftsprüfungskommission der Universität Basel (IGPK Uni) eine Lizenzvereinbarung der Universität mit der Firma GlycoMimetics kritisch hinterfragt. Dies führte zu Medienberichten, in welchen unter anderem falsche Angaben über die Einnahmen der Universität aus diesem Geschäft publiziert wurden. Eine Delegation der IGPK Uni hat sich nun eingehend über den Lizenzvertrag informiert und festgestellt, dass alle Anforderungen einer solchen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Universität erfüllt sind. Gleichzeitig erhielt die Delegation einen Überblick über die erfolgreichen Aktivitäten der Universität im Bereich des Wissenschafts- und Technologietransfers (WTT). Die IGPK Uni ist überzeugt, dass durch solche Formen der Zusammenarbeit die Freiheit und Unabhängigkeit von Forschung und Lehre nicht gefährdet sind.

Die Delegation konnte sich anlässlich eines Besuchs bei der Universität über die vielfältigen WTT-Aktivitäten informieren. Gemäss Staatsvertrag hat die Universität den Auftrag, den Wissenstransfer zu Unternehmen und Institutionen zu fördern. Wie die Delegation feststellte, misst die Universität dieser Aufgabe die geforderte Bedeutung bei. Besondere Beachtung finden dabei die Sicherstellung der notwendigen Freiheit bei der Durchführung von Forschungsprojekten, die Publikationsfreiheit sowie haftungsrechtliche Aspekte.

Forschungsergebnisse mit wirtschaftlichem Potenzial werden zwecks Entwicklung der Technologien zu marktreifen Produkten an interessierte Firmenpartner lizenziert. Alternativ erfolgt die wirtschaftliche Nutzung durch universitäre Spin-off-Unternehmen. Die Vergabe solcher Nutzungsrechte geschieht zu marktüblichen Konditionen, damit einerseits Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden und andererseits die Universität und ihre Angehörigen angemessen am wirtschaftlichen Erfolg des Wirtschaftspartners beteiligt werden können.

Die Delegation wurde detailliert über die Verträge der Universität mit der Firma GlycoMimetics Inc. und die Zukunftsperspektiven dieses Lizenzgeschäfts informiert. Sie konnte feststellen, dass auch in diesem Fall die üblichen Standards erfüllt sind. Die Universität wird bei erfolgreicher Entwicklung und Vermarktung der an der Universität gefundenen Substanzen angemessen an den Einkünften von GlycoMimetics beteiligt sein.

Bei allem legitimen Interesse der Öffentlichkeit an Kooperationsverträgen der staatlich getragenen Universität mit der Privatindustrie muss die Vertraulichkeit gewährleistet sein, damit die Universität im Rahmen der Erfüllung des Staatsvertrags für die Wirtschaft auch künftig eine valable und verlässliche Partnerin bleibt. Die Einsichtnahme durch eine ebenfalls an die Vertraulichkeit gebundene Delegation der IGPK Uni erwies sich als zweckmässig. Auf diese Weise wird der Oberaufsichtspflicht der politischen Behörde, der Autonomie der Universität und dem Vertraulichkeitsschutz der Firmen Rechnung getragen. Die IGPK Uni wird auch künftig so vorgehen, wenn sich der Einblick in ein WTT-Geschäft der Universität als sinnvoll erweist.

Die IGPK Uni hat mit Befriedigung von den Leistungen der Universität im Bereich des Technologietransfers Kenntnis genommen. Sie ist überzeugt, dass diese Aktivitäten sowohl der akademischen Forschung als auch der Wirtschaft zu Gute kommen.

Die Interparlamentarische Geschäftsprüfungskommission der Universität Basel (IGPK Uni) überprüft als Koordinationsinstanz zwischen den Parlamenten der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft den Universitätsvertrag, der die gemeinsame Universitäts-Trägerschaft der beiden Basel regelt. Sie setzt sich aus je sieben Mitgliedern der beiden Parlamente zusammen.

Weitere Auskünfte:
Grossrat Oskar Herzig, Präsident der IGPK Uni, Tel. 079 320 66 23


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