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Börse beeinflusst BLPK-Vermögen negativ

19.03.2009
Basellandschaftliche Pensionskasse
Der historisch schlechte Börsenverlauf des Jahres 2008 hat auch in der Rechnung der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) Spuren hinterlassen. Die Gesamtperformance der Vermögensanlagen betrug -14,78 Prozent. Die erfreuliche Nachricht: Der Cash-Flow ist positiv geblieben. So kann die BLPK ihre Renten auszahlen, ohne dass sie dafür Wertschriften zu Verlustpreisen veräussern müsste.

Die Gesamtanlagen der Basellandschaftlichen Pensionskasse haben das Jahr 2008 mit einer Gesamtperformance von -14,78 Prozent abgeschlossen. Dieser Wert liegt zwar weit unter den Zielvorstellungen von 6 Prozent. Er ist jedoch leicht besser als der Durchschnitt aller Pensionskassen, welcher durch den Schweizerischen Pensionskassenverband ASIP ermittelt wurde und entspricht der Marktentwicklung der diversifizierten Strategie, die den Anlagen der BLPK zugrunde liegt. Das Gesamtvermögen beträgt per Ende 2008 4‘537,1 Mio. Franken (Vorjahr 5‘247,5 Mio.).

Positiver Cash-Flow vermeidet Realisierung von Buchverlusten
Die Erfolgsrechnung ist durch die notwendig gewordenen Bewertungskorrekturen auf den Anlagen in aussergewöhnlicher Weise belastet worden. Sie schliesst mit einem Fehlbetrag von 1‘080,9 Mio. Franken, nachdem sie im Vorjahr noch einen Überschuss von 11,2 Mio. Franken ausgewiesen hatte. Trotz dieses börsenbedingten Verlustes verzeichnet die BLPK auch für das Jahr 2008, aufgrund der vorteilhaften Versichertenstruktur, einen positiven Cash-Flow. Durch die damit verbundene gute Liquiditätssituation, konnte sie die laufenden Renten ohne Rückgriff auf die Vermögensanlagen auszahlen.

Mit einem Rückgang des Gesamtvermögens geht auch der Deckungsgrad – die versicherungstechnische Berechnung des für die Erfüllung der Leistungsversprechen nötigen Vermögens – deutlich zurück, und zwar von 93,4 Prozent im Vorjahr auf 75,5 Prozent.

Strategische Überprüfungen bereits im Gang
Die Finanzierung der Pensionskasse ist naturgemäss auf lange Sicht ausgerichtet; die kurzfristige Perspektive der Aktienmärkte ist deshalb allein nur beschränkt aussagekräftig. Unabhängig von der aktuellen Entwicklung ist indes schon seit geraumer Zeit eine Arbeitsgruppe des Kantons an der Arbeit, die zusammen mit der BLPK unter anderem Fragen der zukünftigen Finanzierung untersucht. Sie wird dem Regierungsrat ihren Bericht noch in diesem Jahr vorlegen.

Im weitern hat die BLPK eine vertiefte Prüfung der zurzeit geltenden Anlagestrategie eingeleitet. Diese so genannte Asset-Liability-Studie wird im Jahr 2009 abgeschlossen sein und zu entsprechenden Beschlüssen führen.

Für Hans Peter Simeon, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Pensionskasse, ist es ein grosser Vorteil, dass strukturelle und strategische Untersuchungen in der BLPK regelmässig vorgenommen werden. Dies verschaffe der Kasse in der aktuellen Situation einen Vorsprung und vermeide die Zuflucht zu überstürzten Massnahmen.

Kontakt:
Hans Peter Simeon, Vorsitzender der Geschäftsleitung
hp.simeon@blpk.ch , Telefon 061 927 93 45, Telefax 061 927 93 35

Basellandschaftliche Pensionskasse
Die 1921 gegründete BLPK ist die Vorsorgeeinrichtung von rund 270 angeschlossenen Arbeitgebern. 2008 waren mehr als 24’000 berufstätige Frauen und Männer versichert. Über 7’000 Personen bezogen eine Rente. Die Bilanzsumme der BLPK beträgt 4,5 Milliarden Franken.

Liestal, 19. März 2009

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