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Zeitgemässes Ressourcierungsmodell für die Schulleitungen der Primarstufe
Das Ressourcierungsmodell und die Stellenbeschriebe für Schulleitungen der Primarschulen sind in einem gemeinsamen Verfassungsauftrag Gemeindestärkung (VAGS)-Projekt des Verbands der Basellandschaftlichen Gemeinden (VBLG) und der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) erstellt und überarbeitet worden.
In den letzten Jahren sind die gesellschaftlichen Ansprüche an die Schulen und ihre Führungspersonen gestiegen. In der Folge wurden einige Aufgaben der Primarschulleitungen anspruchsvoller, und andere – wie z.B. ein sechstes Primarschuljahr – kamen neu dazu. Des Weiteren hat sich die soziale und kulturelle Heterogenität der Schülerschaft und somit die Komplexität an den Schulen erhöht. Dadurch hat die Arbeitsbelastung für Schulleitungen der Primarschulen deutlich zugenommen.
Um diesen Umständen gerecht zu werden und damit das Stellenprofil der Primarschulleiterinnen und -leiter auch im interkantonalen Vergleich wieder attraktiver zu gestalten, soll deren Ressourcierung erhöht werden.
Eine starke und versierte Schulleitung beeinflusst die Qualität der Schule unmittelbar. Sie wirkt sich positiv auf den Bildungserfolg der Primarschülerinnen und -schüler aus. Gut geführte und gut funktionierende Schulen mit entsprechend positiver Reputation sind ein wichtiger und nachhaltiger Standortvorteil für Gemeinden und Kanton.
Erarbeitung Stellenbeschriebe und Modellerarbeitung unter Einbezug aller Anspruchsgruppen
An der Erstellung der Stellenbeschriebe und der Überarbeitung des Ressourcierungsmodells beteiligten sich nicht nur Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden und der Verwaltung, sondern auch der Schulleitungen und der Schulratspräsidienkonferenz. Stellenbeschriebe und Ressourcierungsmodell umfassen den heutigen Stand der Aufgaben. Die Stellenbeschriebe sind so aufgebaut, dass neu eine Variabilität für Schulleitungsmodelle vorgenommen werden kann. Die Gemeinden können entweder ein Rektoratsmodell, eine Co-Schulleitung oder eine Einzelperson als Schulleitung einsetzen. Das Ressourcierungsmodell ist flexibel genug aufgebaut, um künftigen strukturellen Veränderungen zu begegnen.
Die Stellenbeschriebe wurden durch den Fachbereich Personalhonorierung des Personalamts in Modellumschreibungen überführt und von der paritätischen Bewertungskommission beurteilt. Resultat dieser Arbeiten ist eine Einreihung der Modellumschreibungen in die entsprechenden Lohnklassen des kantonalen Lohnsystems.
Das Ressourcierungsmodell stellt eine pragmatische Lösung für Schulen jeder Grösse dar. Für Schulen mit mehreren Anlagen oder sich verändernden Klassenzahlen bietet es grössere Planungssicherheit und Stabilität für die Leitungsstrukturen. Die daraus resultierende Erhöhung der Ressourcen führt zu Mehrkosten in allen Gemeinden. Der Regierungsrat befürwortet das neue Ressourcierungsmodell sowie die vorliegende Verordnungsanpassung.
Diese beiden Geschäfte werden den Gemeinden in zwei parallelen Anhörungen unterbreitet. Die Anhörung der Geschäfte bei den Gemeinden dauert bis zum 5. Juni 2020.