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Regierungsrat will rasche Fokussierungsstrategie für das KSBL

07.11.2019

Gesundheitspolitischen Handlungsspielraum langfristig sichern

Der Regierungsrat entscheidet zugunsten der Strategie «Fokus» des Kantonsspitals Baselland (KSBL). Die Standorte Liestal und Bruderholz erhalten unterschiedliche Profile für stationäre und ambulante Leistungen. Der gesundheitspolitische Handlungsspielraum für künftige Generationen wird planerisch gesichert. Der Entscheid schafft Klarheit für die Patientinnen und Patienten, die zuweisende Ärzteschaft und die Mitarbeitenden. 

Der Regierungsrat erachtet die Fokussierung des KSBL auf jeweils klar abgegrenzte Angebotsprofile pro Standort als beste Lösung für Patientinnen und Patienten, das Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden, die zuweisenden Ärztinnen und Ärzte und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Nach intensiver Prüfung verschiedener Varianten unterstützt er die vom Verwaltungsrat des KSBL beantragte Strategie. Das KSBL ist beauftragt, mittels Angebotsfokussierung und mittels Abschluss von Kooperationen einen wesentlichen Beitrag zum Abbau von Überkapazitäten in der Region zu leisten und langfristige Trends wie «ambulant vor stationär» frühzeitig aufzunehmen und umzusetzen. 

Der Regierungsrat will zudem, dass im Interesse der Region und der künftigen Generationen Optionen offenbleiben, die über «Fokus» hinausreichen. Er beabsichtigt deshalb, die bestehenden zusammenhängenden Areale, die sich für Spitalnutzungen eignen, raumplanerisch zu sichern. In diesem Zusammenhang werden ausser den Arealen Liestal und Bruderholz auch weitere zentral gelegene Areale im Kanton Basel-Landschaft geprüft, die sich für eine regionale 1-Standort-Lösung eignen würden. 

Die gewählte KSBL-Strategie «Fokus» leistet den angestrebten Beitrag zu den übergeordneten Zielsetzungen des Projekts «Gemeinsamer Gesundheitsraum» zur optimierten Gesundheits­versorgung der Bevölkerung im Kanton Basel-Landschaft und zur Dämpfung des Kosten­wachstums. Als einzige der geprüften Optionen ermöglicht sie eine rasche und nachhaltige Umsetzung im Sinne der Zielsetzungen. 

Strategie «Fokus» in Kürze
– Liestal: bleibt erweiterte Grundversorgung
– Bruderholz: Konzentration auf Bewegungsapparat (in Kooperation), Rehabilitation, Alter, Schmerzklinik
– Laufen: Regionales Gesundheitszentrum mit Partnern 

Für Patientinnen und Patienten ist es die beste Lösung, weil die Profile pro Standort klar sind: Liestal weiterhin als Spital für erweiterte Grundversorgung und Bruderholz künftig als Zentrum für den Bewegungsapparat, Rehabilitation, Alter und Schmerzklinik. Kooperationen mit Partnern sind pro Standort möglich, wie zum Beispiel jene mit Hirslanden/Birshof im Bereich des Bewegungsapparates. Die Strategie «Fokus» hat den Vorteil, dass sie schnell umsetzbar ist – die Transformationsphase startet bereits nächstes Jahr. Sie wird durch das KSBL aus eigener Kraft finanziert. Es sind keine neuen Finanzeinschüsse durch den Kanton notwendig. 

Qualitativ hochwertige und gleichzeitig effiziente Leistungserbringung
Auch aus Versorgungssicht ist die Variante «Fokus» eine gute Lösung: Die Konzentration der Leistungsangebote pro Standort und die Abstimmung der angebotenen Leistungsspektren mit Partnern schaffen die Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig effiziente Leistungserbringung. An den bisherigen Standorten Liestal, Bruderholz und in Laufen wurden die richtigen Antworten auf die Trends in der Gesundheitsversorgung gefunden. Auch externe Experten haben sich für «Fokus» ausgesprochen. 

Was geschah seit der Abstimmung vom 10. Februar 2019?
Der Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion erteilte dem Verwaltungsrat im Februar den Auftrag, die für den Alleingang erarbeiteten strategischen Optionen vertieft zu prüfen, zu bewerten und zuhanden des Regierungsrats bis Ende Juni eine konkrete Empfehlung für die künftige Strategie des KSBL zu unterbreiten. Die auszuarbeitenden Optionen sollen das KSBL finanziell stabilisieren, einen Beitrag zur optimierten Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kanton Basel-Landschaft und zur Dämpfung des Kostenwachstums leisten. 

Ende Juni legte der VR KSBL seinen Strategiebericht vor. Seither fanden drei Klausursitzungen im Regierungsrat statt. Daraus erfolgten Abklärungsaufträge an eine interdirektionale Arbeitsgruppe, an unabhängige Experten und auch an den Verwaltungsrat des KSBL. Zudem fanden Gespräche der Regierung mit dem Verwaltungsrat des KSBL und mit dem unabhängigen Experten statt. In einem konsultativen Verfahren wurde auch die Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission (VGK) des Baselbieter Landrats einbezogen. 

Der nun gefällte Entscheid des Regierungsrats deckt sich mit dem Antrag des Verwaltungsrats KSBL, entspricht der Empfehlung des unabhängigen Experten und wie auch derjenigen der VGK. 

Wie geht es weiter?
Die bisherige interimistische Präsidentin Madeleine Stöckli wurde am Dienstag vom Regierungsrat zur VR-Präsidentin für die Amtsperiode 2020 bis 2023 gewählt. Noch im laufenden Jahr wird die Gesamterneuerungswahl des Verwaltungsrats KSBL erfolgen. 

Der Regierungsrat hat der VGK beantragt, gestützt auf die Kenntnisnahme der vorliegenden Strategie die Beratung der zwischenzeitlich sistierten Landratsvorlage 2019/167 zur bedarfsgerechten Wandlung der zwei rückzahlbaren Darlehen an das KSBL rasch wieder aufzunehmen. Gemeinsames Ziel von Regierung und VGK ist, dass der Landrat die Vorlage noch vor Jahresende in Kenntnis der heute veröffentlichten Beschlüsse des Regierungsrats und des KSBL beraten kann. Bei Zustimmung des Landrats zur Darlehenswandlung kann das KSBL die Umsetzung der Strategie «Fokus» ab 2020 an die Hand nehmen. 

Mit diesen Entscheiden wird nach Jahren der planerischen Unsicherheit die dringend notwendige Klarheit für die Patientinnen und Patienten, die zuweisende Ärzteschaft und vor allem auch für die Mitarbeitenden des Kantonsspitals geschaffen.

> Präsentation Medienorientierung (PDF)
> Faktenblatt zur Strategie «Fokus» (PDF) 
> Strategie KSBL (PDF)

Weitere Informationen.

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