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Finanzierung der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse

18.12.2019

Der Verkehrssektor in der Schweiz soll bis ins Jahr 2050 nahezu CO2-frei werden. So steht es in der Energiestrategie des Bundes. Aus diesem Grund planen die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs im Kanton Basel-Landschaft, die Dieselbusse schrittweise durch Busse mit alternativen Antrieben zu ersetzen. Der Kanton soll mit einem einmaligen Investitionskredit von 1,6 Millionen Franken die Beschaffung der Ladeinfrastruktur für den Betrieb von Elektrobussen auf zwei Linien finanzieren. Der Regierungsrat hat die entsprechende Vorlage an den Landrat überwiesen. 

Um die Klimaziele des Bundes zu erreichen, sind insbesondere die Transportunternehmen, aber auch die Kantone gefordert. Der öffentliche Verkehr soll mit geeigneten Massnahmen seine Energie- und Klimagasbilanzen verbessern. Die Kantone und die Transportunternehmen orientieren sich bei der Umsetzung am Programm «Energiestrategie 2050 im öffentlichen Verkehr» des Bundesamts für Verkehr. Für den öffentlichen Busverkehr bedeutet dies, dass mittelfristig eine vollständige Ablösung der heute mehrheitlich eingesetzten Dieselbusse durch Busse mit alternativen, CO2-neutralen Antrieben zu erfolgen hat. 

In einem ersten Schritt beabsichtigen die Baselland Transport AG (BLT) und die Autobus AG Liestal (AAGL) ab Ende 2020 den Einsatz von Elektrobussen auf zwei Linien: Die BLT plant die vollständige Umstellung der Linie 37 (Bottmingen–Basel Aeschenplatz) auf Elektrobusbetrieb. Zum Einsatz kommen fünf Busse. Diese werden nachts in der Garage Oberwil vollgeladen und tagsüber an der Ladestation der Endhaltestelle Bottmingen zwischengeladen, um die für einen ganztägigen Einsatz erforderliche Reichweite sicherzustellen. Die AAGL sieht den Einsatz von zwei Elektrobussen während den Hauptverkehrszeiten auf der Linie 78 (Frenkendorf–Lausen) vor. Die Busse werden in der Garage Liestal aufgeladen. 

BLT und AAGL beziehen bereits heute ihren Strom aus Schweizer Wasserkraft (mit Herkunftsnachweis). Dieser Strom aus erneuerbarer Energiequelle wird auch zur Ladung der Elektrobusse verwendet werden. Gegenüber dem Dieselbusbetrieb ermöglicht der Elektrobusbetrieb eine deutliche Reduktion des CO2- und Schadstoffausstosses sowie des Primärenergieverbrauchs (Betrachtung über den ganzen Lebenszyklus der Busse, d. h. inkl. Herstellung, Betrieb und Entsorgung). 

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat einen einmaligen Investitionskredit in der Höhe von 1,6 Millionen Franken für die Finanzierung der Ladeinfrastruktur. 1,3 Millionen Franken sind für die Infrastruktur der BLT und 300'000 Franken für die Infrastruktur der AAGL vorgesehen. Die Beschaffung und der Betrieb der Elektrobusse werden nicht mit einmaligen Finanzierungsbeiträgen unterstützt, sondern wie die heutigen Dieselbusse über die jährlichen Abgeltungen der ungedeckten Kosten finanziert. 

> Landratsvorlage 

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