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Regierungsrat hält an der Entwicklung des Lehrplans fest

17.06.2020

Der Baselbieter Regierungsrat erachtet das Anliegen der Gesetzesinitiative zur Reduktion der Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen der Volksschule bereits als erfüllt. Zum Lehrplan Sekundarstufe I läuft zudem seit 2018 ein schweizweit einmaliger systematischer Rückmeldeprozess, welcher durch die Initiative mit zeitlichen und finanziellen Folgen übersteuert würde. Der Regierungsrat beantragt deshalb beim Landrat deren Ablehnung und verzichtet auf einen Gegenvorschlag.

Die formulierte Initiative «Die gigantische und uner­füllbare Anzahl von 3’500 Kompetenzbeschrei-bungen in den Lehrplänen auf ein vernünftiges Mass reduzieren» verlangt die Begrenzung jeglicher Kompetenzbeschreibungen in den Stufenlehrplänen der Primar- sowie der Sekundar-schule auf maximal 1'000. Darüber hinaus sollen die Stoffinhalte und Themen in der Sekundar-schule bezüglich Jahreszielen und Anfor­derungsniveaus auf die Inhalte und Anforderungen der beruflichen Grundbildung, der Fachmittelschule und des Gymnasiums abgestimmt sein.

Anliegen der Initiative bereits erfüllt
Eine 2017 bei in der Praxis tätigen Lehrpersonen durchgeführte Umfrage ergab, dass die Primarstufe mit dem Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft gut unterwegs ist und eine Ergänzung mit Stoffverteilungsplänen mehrheitlich abgelehnt wird. Der Lehrplan für die Sekundar-schule wurde aufgrund des in der Volksabstimmung vom Juni 2018 deutlich angenommenen Gegenvorschlags zur Initiative «Ja zu Lehr­plänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen» um Grobziele, Inhalte und Treffpunkte sowie eine Leistungs- und Jahrgangsdifferenzierung ergänzt. Das Kernanliegen der Initiative ist somit bereits zum heutigen Zeitpunkt erfüllt.

Dreistufiger Rückmeldeprozess bis Ende 2021
Die Einführung des Lehrplans Volks­schule Basel-Landschaft für die Sekundarschule wird seit dem Schuljahr 2018/19 durch einen schweizweit einzigartigen Rück­meldeprozess begleitet, in welchen auch die Anspruchsgruppen aller Schulstufen (u.a. AKK, SRPK, LVB, VPOD, SSbB) involviert sind. Alle Lehrpersonen der Baselbieter Sekundarschulen können über die schulinternen Fachschaften Rück­meldungen zum Lehrplan geben. Über diese inhaltliche Auseinandersetzung wird die Praxistauglichkeit des Lehrplans sichergestellt.

Bis Ende 2021 werden drei Rückmeldeschlaufen durchgeführt, welche genaue Hinweise für allenfalls notwendige Lehrplananpassungen liefern. Auf das Schuljahr 2022/23 wird der definitive Lehrplan für die Sekundarschule vorliegen. Auf Basis der ersten Schlaufe lässt der Bildungsrat bereits konkrete Fragen prüfen. Diese beziehen sich auf die Übergänge zwischen den Schulstufen, die Stärkung des Leistungszugs A sowie Reduktionen in einzelnen Fächern.

Mit dem Festlegen einer willkürlichen maximalen Anzahl an Kompetenzbeschreibungen würde der systematische, fachlich breit abgestützte Rückmeldeprozess zum Lehrplan für die Sekundarschule übersteuert. Dies hätte sowohl eine massive zeitliche Verzögerung als auch zusätzliche Kosten zur Folge. Der Regierungsrat lehnt die Initiative ohne Gegenvorschlag ab.

> Landratsvorlage

Weitere Auskünfte:
Fabienne Romanens, Leiterin Kommunikation BKSD des Kantons Basel-Landschaft: / Tel. 061 552 54 91

Weitere Informationen.

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