Erleichterte Einbürgerung für Drittgeneration

02.02.2010
Der Regierungsrat begrüsst eine gesamtschweizerisch einheitliche Regelung für den Bürgerrechtserwerb der dritten Ausländergeneration. Dies hält er in seiner Vernehmlassungsantwort an die Staatspolitische Kommission des Nationalrats fest.
 
Dem von der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats vorgeschlagenen Konzept der erleichterten Einbürgerung auf Antrag, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, stimmt der Regierungsrat zu. Vorbehalte hat er aber bei den vorgeschlagenen formalen Kriterien der ersten und zweiten Generation - Geburt in der Schweiz oder eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung -, aufgrund derer eine Person als dritte Ausländergeneration anerkannt wird. Diese Kriterien müssen noch keine enge Verbundenheit mit der Schweiz bedeuten. Eine solche Verbundenheit ist dann gegeben, wenn die erste und zweite Generation ihren Lebensmittelpunkt über einen längeren Zeitraum in der Schweiz hatte oder hat. Der Regierungsrat beantragt darum, Kriterien zu definieren, die eine enge Verbundenheit nicht nur der dritten, sondern auch der ersten und zweiten Ausländergeneration – also der Grosseltern und der Eltern der Antragstellenden – mit der Schweiz ausweisen.
 
Auskunft:
Franziska Vogel Mansour, Leiterin Zivilrechtsabteilung 1, Tel. 061 552 57 18
oder per Email: franziska.vogelmansour@bl.ch