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Aus der Sitzung des Regierungsrats

21.08.2018

Muttenzer Wohnhaus von 1418 neu im Inventar der geschützten Kulturdenkmäler

Im Zentrum des historischen Ortskerns von Muttenz steht an der Burggasse 8 ein kleines, zweigeschossiges, im Jahr 1418 erbautes Haus. Der Regierungsrat hat beschlossen, das Gebäude gestützt auf das Gesetz über den Denkmal- und Heimatschutz in das Inventar der geschützten Kulturdenkmäler aufzunehmen.

Mit einem Alter von 600 Jahren handelt es sich um den ältesten noch stehenden, nicht herrschaftlichen Profanbau der gesamten Nordwestschweiz in einem dörflichen Kontext. Das Haus ist damit ein einmaliger und wichtiger Zeuge der spätmittelalterlichen Bauweise im Baselbiet. Mit seinem Baujahr 1418 ist das bescheidene Haus noch älter als die Wehrmauer der Dorfkirche, die zwei Jahre später entstand.

Das zweigeschossige Haus war ursprünglich ein Fachwerkbau aus Eichenholz. Alle Aussenwände waren mit Lehm und Staketen aus Kirschholz ausgefacht – ein grösserer Teil der hinteren, südlichen Giebelfassade ist noch in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten. Auch die Dachsparren bestehen aus Stämmen der Wild- oder Vogelkirsche. Es wurde verbaut, was der Wald hergab. Andererseits wurden aber auch Balken und Bretter verwendet, die von weit her kamen, denn sie weisen Bohrlöcher auf, die vom Zusammenbinden für den Wassertransport zeugen.

Das Gebäude verkleinert die Forschungslücke zwischen den lediglich durch Ausgrabungen erfassten Hausbefunden des Mittelalters bis in das späte 14. Jahrhundert sowie den bisher ältesten erforschten Steingebäuden des Baselbiets aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Die Konstruktion des ursprünglichen Baus ist zudem die Urform unserer Fachwerkhäuser und ein Zeugnis mittelalterlicher Bautradition. Das gut erhaltene Bauwerk erlaubt einen einmaligen Einblick in die bescheidenen spätmittelalterlichen Wohn- und Arbeitsverhältnisse.

Bild Legende:
Das 700-jährige Wohnhaus im Zentrum des historischen Ortskerns von Muttenz (Bild: Archäologie Baselland)

Weiteres

Genehmigung von Gemeindebeschlüssen
Der Regierungsrat hat zudem an seiner heutigen Sitzung:
- die von der Einwohnergemeindeversammlung Lampenberg am 22. November 2017 beschlossene Mutation „Freihaltezone“ zu den Zonenvorschriften Landschaft genehmigt.
- die von der Einwohnergemeindeversammlung Lausen am 14. März 2018 beschlossenen Quartierplanvorschriften „Furlenboden“ genehmigt. 

Stellungnahme zum Französischen Lärmvorsorgeplan am EuroAirport 2018–2022
Der Regierungsrat hat im Rahmen einer bevorstehenden Konsultation gemeinsam mit Basel-Stadt den Entwurf des französischen Lärmvorsorgeplans für den EuroAirport für die Jahre 2018 bis 2022 zur Kenntnis genommen (Plan de prévention du bruit dans l’environnement). Die beiden Regierungen unterstützen die vorgesehenen Massnahmen. Sie begrüssen es, wenn die betroffene Anwohnerschaft in den Schweizer Gebieten im Einzugsbereich des Flughafens an der von Frankreich organisierten Konsultation partizipieren kann.

100. Geburtstage
Am Sonntag, 26. August 2018, feiert Marianne Gertrud Pulver aus Binningen ihren 100. Geburtstag. Eine Delegation, bestehend aus Regierungsrätin Sabine Pegoraro, Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich und Staatsweibel Daniel Hofer, wird der Jubilarin am Montag, 27. August, die Glückwünsche der Regierung überbringen.

Am Montag, 3. September 2018, feiert Ludwina Eichenberger aus Binningen ihren 100. Geburtstag. Eine Delegation, bestehend aus Regierungsrätin Sabine Pegoraro, Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich und Staatsweibel Daniel Hofer, wird der Jubilarin am Montag die Glückwünsche der Regierung überbringen. 

Am Montag, 3. September 2018, feiert Maria Urscheler aus Pratteln ihren 100. Geburtstag. Eine Delegation, bestehend aus Regierungsrätin Sabine Pegoraro, Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich und Staatsweibel Daniel Hofer, wird der Jubilarin am Montag die Glückwünsche der Regierung überbringen.

 

Landeskanzlei Kanton Basel-Landschaft

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