Aus den Verhandlungen des Regierungsrates

16.04.2013
Der Behindertensport profitiert von der Baselbieter Sportförderung
 
Der Regierungsrat genehmigte das Behindertensportkonzept und unterbreitet dieses dem Landrat. Der Behindertensport ist Teil des Jugend- und Erwachsenensports und profitiert von denselben Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten des Breitensports und des Leistungssports, auch punkto Beiträge aus dem Swisslos Sportfonds.  
 
Für Menschen mit Behinderung hat Sport eine große Bedeutung. Im Zentrum steht die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sowie die Kraft, eine physische oder psychische Einschränkung zu akzeptieren und daraus neue Fähigkeiten zu erarbeiten. Dabei ist der Sport eine wertvolle Stütze. Durch den Sport werden Freundschaften geschlossen. Das sportliche Zusammentreffen fördert den Erfahrungsaustausch, nicht nur unter den behinderten Sportlerinnen und Sportlern, auch unter den Angehörigen und Betreuenden.  
 
Inhaltlich basiert das Behindertensportkonzept auf den bestehenden kantonalen Förderinstrumenten und ist für die Staatskasse kostenneutral. Das Konzept stützt sich auf das Postulat "Förderung des Behindertensports durch den Kanton Basel-Landschaft" der ehemaligen Landrätin Beatrice Fuchs ab.
 
Seit Inkrafttreten des Gesetzes vom 7. März 1991 über die Sportförderung setzt sich der Kanton Basel-Landschaft mit der Förderung des Behindertensports auseinander. Eine Standortbestimmung der Behindertensportförderung im Kanton Basel-Landschaft ergab, dass die Behindertensportorganisationen generell mit den vorhandenen Fördermassnahmen des Kantons zufrieden sind, sich jedoch in den Bereichen Sportinfrastruktur, Aus- und Fortbildung der Trainerinnen und Trainer und in der Rekrutierung von Leitenden und Begleitpersonen eine Unterstützung erhoffen.
 
Gestützt auf diese Überlegungen definierte der Regierungsrat für den Behindertensport drei Zielsetzungen. Erstens soll der Behindertensport weiterhin von den gleichen Rahmenbedingungen wie die gesamte kantonale Sportförderung profitieren. Zweitens sollen die Förderangebote laufend überprüft werden. Drittens sollen die involvierten kantonalen Stellen in regelmässigem Dialog mit den Behindertensport- Institutionen stehen. Aus diesen Zielen hat der Regierungsrat konkret fünf Massnahmen formuliert, die es umzusetzen gilt.  
 
Nebst der finanziellen Unterstützung aus Mitteln des Swisslos Sportfonds Baselland profitieren die Behindertensportlerinnen und Behindertensportler gleichermassen im Breitensport wie im Leistungssport. Beispielsweise sind jedes Jahr Sportlerinnen und Sportler mit einer Behinderung eingeladen, am Baselbieter Team-OL in der Kategorie Trail-O teilzunehmen und das Baselbieter Sportabzeichen zu erlangen. Im Bereich des Leistungssports zählt Tobias Fankhauser aus Hölstein zu den Aushängeschildern. Ihm gelang es, an den Paralympics 2012 in London die olympische Silbermedaille im Handbike-Strassenrennen zu gewinnen. Als Mitglied des Baselbieter Olympiateams wird er auf dem Weg an die Paralympics 2016 finanziell unterstützt.
 
Für Rückfragen: Thomas Beugger, Leiter Sportamt Baselland, Tel. 061 827 91 03, Mobil 079 770 49 61
 
 
Durchführung des Numerus Clausus an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel für das Studium der Humanmedizin und der Zahnmedizin sowie für das Bachelorstudium Sportwissenschaften, Studienjahr 2013/2014  
Gestützt auf den Vertrag zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft über die gemeinsame Trägerschaft der Universität Basel hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft für das Studienjahr 2013/2014 die Anwendung der Zulassungsbeschränkung zum Studium der Humanmedizin, der Zahnmedizin und zum Bachelorstudium Sportwissenschaften an der Universität Basel genehmigt.  
 
In allen drei Studienrichtungen überschreiten die Voranmeldungen die Studienkapazität deutlich. Für die Zulassung zum Studium der Medizin werden deshalb unter der Federführung der Schweizerischen Universitätskonferenz gesamtschweizerisch koordinierte Eignungstests durchgeführt.  
 
Trotz der aktuellen Diskussionen zum prognostizierten Ärztemangel wird das gegenwärtige Niveau der Ausbildungskapazitäten für das Medizinstudium im Studienjahr 2013/2014 beibehalten, das bereits im Sommer 2012 festzulegen war. Eine Erhöhung der Ausbildungskapazität an der Universität Basel ist deshalb frühestens auf das Studienjahr 2014/2015 möglich. Die Überprüfung der Ausbildungskapazität und eine allfällige Erhöhung sind Thema der Verhandlungen der beiden Trägerkantone und der Universität Basel zum Leistungsauftrag 2014-2017.  
 
Auch der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat die Durchführung des Numerus Clausus genehmigt.
 
Für Rückfragen: Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli, Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, Tel. 061 552 50 60