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Aus den Verhandlungen des Regierungsrates

01.06.2010
Ein Baselbieter Kantonsspital mit zwei Namen
 
Die Kantonsspitäler Laufen und Bruderholz werden organisatorisch zusammengeschlossen und an den bisherigen Standorten weitergeführt: In Laufen als "Kantonsspital Laufen / Bruderholz" und auf dem Bruderholz als "Kantonsspital Bruderholz / Laufen". Der Regierungsrat hat eine entsprechende Vorlage an den Landrat verabschiedet. Die Reorganisation soll auf den 1. Januar 2012 in Kraft treten.
 
Die Baselbieter Regierung hatte schon vor einem Jahr angekündigt, das Kantonsspital Laufen mit dem Kantonsspital Bruderholz organisatorisch zusammenzulegen und als Kantonsspital mit zwei Standorten weiterzuführen. Sie hatte dazu eine Vorlage in die Vernehmlassung geschickt. Mit dem Zusammenschluss will der Regierungsrat die Voraussetzungen schaffen, um Qualität und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Leistungen an beiden Standorten nach den Kriterien der neuen Spitalfinanzierungen zu garantieren. Gleichzeitig will er den Spitalstandort Laufen sichern, so wie es der Laufentalvertrag verlangt.
 
Zusammenschluss wird begrüsst
Parteien, Verbände und andere Institutionen äusserten sich in der Vernehmlassung grossmehrheitlich positiv über den Zusammenschluss zu einem Kantonsspital an zwei Standorten. Ein Spital in Laufen sei unerlässlich für die medizinische Versorgung dieses Gebietes. Auch als Arbeitgeber und für die lokalen KMU sei das Spital bedeutend. Einzelne Vernehmlassungsteilnehmer haben vorgeschlagen, das Kantonsspital Laufen in ein Gesundheitszentrum umzuwandeln oder es ganz zu schliessen. Diese Varianten kommen für den Regierungsrat jedoch nicht in Frage.
 
Akutsomatisches Spital in Laufen ist nötig
Das Kantonsspital Laufen sei nötig, um dessen Einzugsgebiet mit rund 36'000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit den akutsomatischen Grundleistungen zu versorgen, hält der Regierungsrat fest. Das Kantonsspital Bruderholz könnte den Bedarf der Bevölkerung aus dem Laufental und dem Bezirk Thierstein nicht decken. Das zeigen Auswertungen von DRG-Kennzahlen. Ebensowenig hätte das Kantonsspital Liestal die nötige Kapazität. Dieses liegt ausserdem zu weit weg vom Versorgungsgebiet.
 
Das Leistungsangebot des Kantonsspitals Laufen bleibt unverändert: Notfallstation, chirurgische Klinik, medizinische Klinik inklusive Geriatrie sowie Abteilung für Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Die beiden Spitäler ändern jedoch ihre Namen in "Kantonsspital Laufen / Bruderholz" für den Standort Laufen und "Kantonsspital Bruderholz / Laufen" für den Standort Bruderholz. Die bisherige Zusammenarbeit der beiden Spitäler in Labor, Apotheke und Radiologie wird durch den Zusammenschluss intensiviert und auf andere Fachgebiete wie Innere Medizin, Chirurgie, Frauenmedizin oder Notfall ausgebaut.
 
Mit der neuen Spitalfinanzierung über DRG-Fallpauschalen und der Freizügigkeit bei der Spitalwahl verschärft sich ab 2012 der Wettbewerb unter den Spitälern. Durch die Zusammenführung wird das Kantonsspital Laufen auf diese neue Ausgangslage vorbereitet. Ein wichtiger Schritt dazu war bereits die Einführung von Globalbudgets für die Kantonsspitäler und die Kantonalen Psychiatrischen Dienste per 1. Januar 2008, womit die Deckung der Spitaldefizite durch den Kanton abgeschafft wurde.   
 
Auskünfte:  Regierungsrat Peter Zwick, Vorsteher Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Telefon 061 552 56 03
Unterstützung der Ausstellung “Einen Platz finden” in Pratteln
 
Der Regierungsrat hat beschlossen, die Ausstellung “Einen Platz finden” in Pratteln mit einem Beitrag von Fr. 8'000 aus dem Lotteriefonds zu unterstützen.
 
Die Ausstellung “Einen Platz finden” wird vom Verein kulturPratteln organisiert. Ausgangspunkt  ist die Einwanderung von Arbeitskräften in die Schweiz im letzten Jahrhundert. Konkret geht es um die Einwanderung aus dem italienischen Dorf Roccavivara nach Pratteln. Es geht um Lebensgeschichten von Emigrantinnen und Emigranten, von Secondos sowie von Prattlerinnen und Prattlern zwischen zwei Welten, die einander seit den 1950er-Jahren näher gekommen sind. Die beiden Gemeinden streben heute sogar eine Städtegemeinschaft an. Die Ausstellung wird am 22. Oktober 2010 mit einer Vernissage eröffnet und dauert bis zum 19. Dezember 2010.
 
Auskünfte: Heidi Scholer, Verwalterin Lotteriefonds, Tel. 061 552 60 59
 
Architekturführer für den Goetheanum-Hügel Dornach/Arlesheim
 
Der Regierungsrat hat beschlossen, die Erstellung eines Architekturführers über den Goetheanum-Hügel in Dornach/Arlesheim mit einem Beitrag von Fr. 10'000 aus den Mitteln des Lotteriefonds zu unterstützen.
 
Der Goetheanum-Hügel mit seiner Vielfalt an organischen Wohn- und Zweckbauten ist ein Anziehungspunkt im Birseck für Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt. Insgesamt handelt es sich um annähernd 100 Häuser, von denen rund 40 ausführlicher mit Abbildungen (Aussenansicht, Innenansicht) dokumentiert werden sollen. In einem Register werden sämtliche Häuser angeführt. Zudem werden Besucherinnen und Besuchern des Hügels drei Wegrouten angeboten, die es ihnen ermöglichen, die Häuser zu erkunden. Die Herausgabe eines Goetheanum-Hügel-Führers soll eine Lücke in der Architekturgeschichte schliessen. Aktueller Anlass für das Projekt ist zudem, dass das Vitra Design-Museum in Weil im Herbst 2011 eine Ausstellung über Wirken und Werk Rudolf Steiners zeigen wird.
 
Auskünfte: Heidi Scholer, Verwalterin Lotteriefonds, Tel. 061 552 60 59
 
Projekt “Klangstrasse” der Musikschulen Basel-Landschaft
 
Der Regierungsrat unterstützt das Projekt “Klangstrasse” der Musikschulen Basel-Landschaft mit Fr. 68'000 aus den Mitteln des Lotteriefonds.
 
Am 10. September 2010 findet unter dem Patronat des Amts für Volksschulen der Tag der Musikschulen des Kantons Basel-Landschaft statt. Sämtliche Musikschulen werden ihre Türen für alle Interessierten öffnen und über ihre Arbeit informieren. Als besonderer Höhepunkt wird  zudem das Projekt “Klangstrasse” lanciert, welches diesen Tag mit einer gemeinsamen Aktion aller Musikschulen des Kantons abschliesst. Der Komponist David Wohnlich erstellt speziell für diesen Anlass und zugeschnitten auf die Qualitäten der mitwirkenden 26 Ensembles ein Werk, welches Liestal zum Klingen bringen soll. Die Klanglandschaft erstreckt sich über viele verschiedene Spielorte, an denen jeweils einzelne Ensembles der Musikschulen musizieren. Die Musik wandert durch die Strassen, konzentriert sich an manchen Orten und verflüchtigt sich wieder. Geleitet werden die Ensembles von Lehrkräften der Musikschulen, die zuvor mit den Ensembles geprobt haben.
 
Auskünfte: Heidi Scholer, Verwalterin Lotteriefonds, Tel. 061 552 60 59
 
 
100. Geburtstag in Biel-Benken
 
Am Dienstag, 8. Juni 2010 kann Frau Elisabeth Faller-Wittlin ihren 100. Geburtstag feiern. Eine Delegation bestehend aus Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli, Landschreiber Walter Mundschin und Staatsweibelin Cornelia Kissling wird der Jubilarin am 8. Juni 2010, 11.00 Uhr, die Glückwünsche des Regierungsrates überbringen.
 
 
Wahlen
 
Der Regierungsrat wählte Remo Ankli, Beinwil, in den Schulrat des Gymnasiums Laufental-Thierstein per 1. September 2010 für den Rest der laufenden Amtsperiode bis 31. Juli 2012
 
 
Verschiedenes
 
Der Regierungsrat hat die in der Volksabstimmung vom 7. März 2010 angenommene Änderung des Gastgewerbegesetzes betreffend Bewilligungspflicht für den Verkauf von Bier- und Weinprodukten auf den 1. Juli 2010 in Kraft gesetzt.
Landeskanzlei Basel-Landschaft

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