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A18: Ausgabenbewilligung für den Vollanschluss Aesch

19.12.2018

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat für die Realisierung des Vollanschlusses Aesch auf der A18 die erforderliche Ausgabe von brutto 52,7 Millionen Franken; die Nettokosten betragen rund 33 Millionen Franken. Die Wirkungen verschiedener weiterer Verkehrsprojekte können nur mit der Realisierung des Vollanschlusses Aesch vollständig zum Tragen kommen. Der Vollanschluss ist eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung des künftig prognostizierten Verkehrsaufkommens in der Region und verbessert die Verkehrssicherheit sowie den Umweltschutz. Die Realisierung soll deshalb ab 2019 erfolgen. 

Der Vollanschluss Aesch ist zusammen mit dem Zubringer Pfeffingerring (im Bau) und dem Zu­bringer Dornach/Aesch (in Planung) ein zentraler Infrastruktur-Baustein für das übergeordnete Strassennetz im südlichen Birseck. Die A18 wird am dem 1. Januar 2020 an den Bund übergehen. Wenn der Baubeginn nicht vor 2020 durch den Kanton Basel-Landschaft erfolgt, wird der Bau, der dann durch den Bund erfolgen muss, zwar hauptsächlich durch diesen finanziert. Er wird in diesem Fall jedoch kaum vor dem Jahr 2030 beginnen. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Wirkung verschiedener weiterer Verkehrsprojekte, die nur mit der Realisierung des Vollanschlusses Aesch vollständig zum Tragen kommen können. 

Seit August 2014 liegt zum Vollanschluss Aesch ein rechtskräftiges Projekt vor. Vorgesehen ist ein Grosskreisel, der zentrisch unter der A18 liegen wird. An diesen Kreisverkehr werden sämtliche Ein- und Ausfahrten von und nach Basel resp. Laufen angeschlossen. Die Verbindung zum Kantonsstrassennetz erfolgt einerseits im Westen über die bisherige Querspange und den Zubringer Pfeffingerring ins Gewerbegebiet Aesch-Nord. Andererseits verläuft sie im Osten über eine neue Spange an die Dornacherstrasse. Diese neue Spange Ost ist Voraussetzung für eine allfällig spätere Anbindung der Gemeinde Dornach und des Gebiets Birsmatt in Aesch an die A18 mittels einer neuen Birsbrücke (Zubringer Dornach/Aesch). 

Neben einer deutlichen Verbesserung des Umweltschutzes durch eine deutliche Reduktion der Gefahr einer Verschmutzung des Grundwassers bzw. des Trinkwassers werden auch die Verkehrssicherheit sowie der Verkehrsfluss verbessert. Konkret werden durch eine Reduzierung der Anzahl Linksabbieger im Knoten Angenstein von Laufen nach Aesch die Verkehrssicherheit erhöht und das Unfallrisiko deutlich verringert. Dadurch wird ein Unfallschwerpunkt im Kanton Basel-Landschaft entschärft. Geringe Unfallzahlen, weniger Unfallopfer und tiefere Unfallfolgekosten sowie weniger Stau sind die Folgen davon. 

Dem Landrat wird eine Ausgabenbewilligung von 52,7 Millionen Franken für den Bau beantragt. Die Gesamtkosten betragen 56,0 Millionen Franken; sie beinhalten auch die im Mai 2009 (LRV 2008/310) bereits bewilligten Projektierungskosten von 3,3 Millionen Franken. Die voraussichtliche Kostenbeteiligung des Bundes im Rahmen des Agglomerationsprogramms beläuft sich auf zirka 20 Millionen Franken. 

Somit betragen die Nettokosten für den Kanton Basel-Landschaft für den Bau rund 32,7 Millionen Franken. Auch bei einer Realisierung durch den Bund wäre eine Kostenbeteiligung des Kantons Basel-Landschaft sehr wahrscheinlich. Kosten für Projektbestandteile mit eher lokaler Wirkung (Anschlüsse) und ohne Netzrelevanz auf Nationalstrassen werden erfahrungsgemäss vom Bund nicht getragen. Der Regierungsrat gelangt bei einer Gesamtwürdigung aller Faktoren zum Schluss, dass die vorzeitige Realisierung überwiegend Vorteile für die Region mit sich bringt. 

> Landratsvorlage 

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