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9. Genereller Leistungsauftrag 2022–2025: Start der Vernehmlassung

10.06.2020

Öffentlicher Verkehr

Der 9. Generelle Leistungsauftrag (9. GLA) für den öffentlichen Verkehr 2022–2025 geht am 10. Juni in die Vernehmlassung. Er sieht Angebotsverbesserungen in den Entwicklungs­arealen, im grenzüberschreitenden Raum und beim Nachtnetz vor. Zudem soll in neue Trams und erneuerbare Antriebsformen im Busbereich investiert werden. 

Im Generellen Leistungsauftrag werden das ÖV-Streckennetz und die Linienführung, die Tarif­politik sowie die Grundsätze des Betriebsangebotes und des Finanzprogramms festgelegt. Am 10. Juni startet die Bau- und Umweltschutzdirektion die externe Vernehmlassung zum 9. GLA 2022–2025. 

Im Zeitraum des 9. GLA sollen erstmals wieder neue Angebotskonzepte eingeführt werden, nach­dem der 7. und 8. GLA im Zeichen der Konsolidierung und der Sparmassnahmen standen. Im Fokus stehen zum einen die kantonalen Entwicklungsschwerpunkte. Zum andern werden Linien­verläufe dort optimiert, wo dies kostenneutral möglich ist oder wo mit tiefen Kosten ein deutlicher Mehrnutzen erzielt werden kann. Weitere ursprünglich vorgesehene Verbesserungen, welche diesen Kriterien nicht gerecht werden, wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. 

Die wichtigsten Neuerungen beim Angebot sind die Folgenden: 

–     Optimierung Raum Pratteln
Im Hinblick auf die künftige Siedlungsentwicklung im Gebiet Salina Raurica und die damit zusammenhängende Verlegung der Rheinstrasse sowie die geplante Verlängerung der Tramlinie 14 bis Augst wird das ÖV-Angebot im Raum Pratteln per Dezember 2022 angepasst. Die grösste Veränderung betrifft die heutige Linie 83. Sie wird auf den Abschnitt zwischen Rankacker und Kaiseraugst verkürzt, in den Hauptverkehrszeiten zum 15-Minuten-Takt verdichtet und verkehrt neu bis nach Mitternacht. Die Gemeinden Giebenach, Arisdorf und Hersberg werden von der neuen Linie 74 (Liestal–Arisdorf–Kaiseraugst–Augst) halbstündlich bedient. Die Anschlüsse dieser Linie sind auf die S1 in Kaiseraugst ausgerichtet. Damit verkürzt sich die Reisezeit Arisdorf–Basel um rund zehn Minuten. Die ab Rheinfelden verkeh­rende Linie 84 fährt neu bis Augst (statt nur bis Kaiseraugst). Dort entstehen Anschlüsse an die Linie 81 nach Basel und Liestal. Das Angebot der Linien 80, 81, 84und 85 wird leicht ver­dichtet.

–     Weiterentwicklung mittleres Ergolztal
In Zusammenhang mit Anpassungen im Raum Pratteln und im Hinblick auf den 15-Minuten-Takt der S-Bahn zwischen Liestal und Basel wird das Angebot im mittleren Ergolztal in Etappen weiterentwickelt. Ab Dezember 2022 wird die Linie 76 Lausen–Liestal via Munzach nach Frenkendorf verlängert und in den Hauptverkehrszeiten zum 15-Minuten-Takt verdichtet. Die Linie 78 wird neu via Fraumattquartier geführt. Frenkendorf erhält so eine umsteigefreie Verbindung ins Gebiet Niederschönthal.

–     Weiterentwicklung Birsstadt Nord
Die Entwicklungsschwerpunkte Hagnau und Polyfeld in Muttenz sowie Dreispitz in München­stein werden besser erschlossen. Die Buslinie 46 Kleinhüningen–Badischer Bahnhof wird in den Hauptverkehrszeiten via St. Jakob bis Muttenz verlängert. Die Linie 47 Bottmingen–Dreispitz–Muttenz verkehrt in den Hauptverkehrszeiten im 7,5-Minuten-Takt. Das Dreispitzareal ist neu über den Korridor Reinacherstrasse mit der Buslinie 37 besser erreichbar. Die Linie verkehrt ab Dreispitz neu bis zur Gartenstadt (statt nach Bottmingen) und wird in den Hauptverkehrszeiten im 30-Minuten-Takt via das Entwicklungsareal Arlesheim Schoren bis Dornach verlängert. Die bisher sehr schwach nachgefragte Linie 63 Dornach–Muttenz wird aufgehoben.

–     Weiterentwicklung Bachgraben–St. Johann

Im Gebiet Bachgraben werden bis Ende 2021 grössere Bauvorhaben abgeschlossen und neue Arbeitsplätze angesiedelt werden. Das Angebot der Linie 64 soll deshalb weiterentwickelt werden, indem die Linie in den Hauptverkehrszeiten bis Bahnhof St. Johann verlängert wird. Dort bestehen Anschlüsse auf die Tramlinien 1 und 21 sowie die Züge nach Mulhouse und Basel SBB.

–     Anpassung Nachtnetz an Tagesstrukturen
Das 2008 eingeführte Nachtnetz entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und wurde deshalb grundlegend überarbeitet. Neu verkehren die Linien von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag gleich wie tagsüber. Der 60-Minuten-Takt wird beibehalten. 

Im Tram-Bereich wird neues Rollmaterial dafür sorgen, dass der Fahrkomfort erhöht wird und die Anforderungen an die Behindertengleichstellung auf allen Linien erfüllt werden. Die Walden­burgerbahn wird nach Abschluss der Erneuerungsarbeiten mit zehn neuen «Tramlink»-Fahrzeugen verkehren. Auf den Linien E11 und 17 werden die 40-jährigen Trams in den kommenden Jahren durch neue Wagen ersetzt. Im Busbereich wird die Flotte sukzessive auf Fahrzeuge mit erneuerbaren Antriebsformen umgestellt. 

Die mit dem 9. GLA dem Landrat beantragten jährlichen ungedeckten Kosten belaufen sich auf 49 Mio. (2022) bis 59 Mio. Franken (2025). Darin eingerechnet sind erstmals die grenzüberschreiten­den Linien der BVB, die bisher gesondert beantragt wurden. 

Inhaltlich und zeitlich ist der 9. GLA mit dem vierjährigen ÖV-Programm des Kantons Basel-Stadt abgestimmt. 

> 9. Genereller Leistungsauftrag 2022–2025 

Für Rückfragen:
Eva Juhasz, Leiterin Abteilung öffentlicher Verkehr, Generalsekretariat, Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD), 061 552 54 81

Weitere Informationen.

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