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20. Chancengleichheitspreis

02.09.2015
„Respekt@vpod“ und Regina Wecker erhalten den 20. Chancengleichheitspreis

Die Regierungen beider Basel zeichnen das Netzwerk „Respekt@vpod“ und die emeritierte Professorin Regina Wecker gemeinsam mit dem mit 20‘000 Franken dotierten Chancengleichheitspreis aus. „Respekt@vpod“ setzt sich für die Rechte und Anliegen von Migrantinnen und Migranten ein, die betagte Personen in Privathaushalten betreuen. Regina Wecker engagiert sich als Mitbegründerin der Geschlechterforschung in der Schweiz seit über 40 Jahren sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftspolitisch für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

„Respekt@vpod“ wurde 2013 von rund 20 Care-Migrantinnen gegründet. Mittlerweile haben sich über 50 in Privathaushalten beschäftigte Betreuerinnen und Betreuer, die mehrheitlich aus Polen, der Slowakei und Rumänien stammen, angeschlossen. Unter den Mitgliedern sind sowohl 24-Stunden-Betreuende als auch bei privaten Spitex-Organisationen prekär Beschäftigte. Das Netzwerk setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein, informiert über die geltenden Gesetze und unterstützt Lohnklagen. Die Regierungen beider Basel würdigen das Wirken des Kollektivs, durch welches die gesellschaftlich äusserst wertvolle, aber häufig sehr belastende Arbeit der Care-Migrantinnen und -Migranten sichtbar gemacht wird. Das Phänomen der Care-Migration wird durch das Älterwerden der Bevölkerung in den kommenden Jahren weiter deutlich an Bedeutung gewinnen.

Mit der Auszeichnung von Regina Wecker betonen die Regierungen die Wichtigkeit des Einsatzes von Einzelpersonen für das Anstossen von Veränderungen. Die gesellschaftlich engagierte Professorin hat die Anliegen der Geschlechtergleichstellung mehreren Generationen von Studierenden nahe gebracht. Zugleich war sie Mitbegründerin der interdisziplinären Geschlechterforschung in der Schweiz. Damit hat sie ein Fach aufgebaut, dessen wissenschaftliche Erkenntnisse für die Gleichstellungspolitik –  insbesondere auch für die kantonale Gleichstellungsarbeit – von unmittelbarer Bedeutung sind. Durch ihr regionalpolitisches und gesellschaftliches Engagement gelingt es ihr, das Anliegen der Chancengleichheit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So war Regina Wecker beispielsweise Einwohnerrätin in ihrer Wohngemeinde Reinach und gehörte dem Verfassungsrat des Kantons Basel-Landschaft an. Der Verein Frauenstadtrundgang Basel geht auf ihre Initiative zurück.

Die Regierungen unterstreichen mit der Verleihung des 20. und letzten Chancengleichheitspreises beider Basel die Notwendigkeit von beiden Zugangsweisen – sowohl die Erarbeitung von  wissenschaftlichem Basiswissen als auch das praxisorientierte Handeln – um die tatsächliche Gleichstellung und Chancengleichheit in der Region voran zu bringen.


Weitere Auskünfte:
  • Rahel Reinert, akademische Mitarbeiterin, Tel. 061 552 82 85, Gleichstellung für Frauen und Männer des Kantons Basel-Landschaft
  • Leila Straumann, Leiterin, Tel. 061 267 66 81, Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Basel-Stadt

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