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Universität Basel

Als Volluniversität mit einem breiten, qualitativ hochstehenden Bildungsangebot an sieben Fakultäten zieht die Universität Basel Studierende aus der Schweiz und der ganzen Welt an. Gegründet im Jahr 1460, kann sie als älteste Universität der Schweiz auf eine über 555-jährige erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Der Kanton Basel-Landschaft ist gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt Träger der Universität Basel. Auf Basis des Universitätsvertrags zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt wird die Universität Basel mit einem Leistungsauftrag gesteuert und mit einem Globalbeitrag ausgestattet.

Verlauf

6. Dezember 2017

Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt stimmt mit 74 Ja zu 4 Nein bei 16 Enthaltungen dem Leistungsauftrag 2018-2021 und dem Globalbeitrag der Universität Basel zu.

30. November 2017

Nach einer gut zweistündigen Debatte hat der Baselbieter Landrat den Leistungsauftrag und den Globalbeitrag 2018–2021 der Universität Basel mit 58 Ja zu 20 Nein bei 6 Enthaltungen verabschiedet. Damit wurde eines der wichtigsten Geschäfte der Baselbieter Regierung, unter Federführung von Regierungsrätin Monica Gschwind, vom Landrat gutgeheissen. Der Globalbeitrag an die Universität Basel zählt mit 169 Mio. Franken im Jahr 2017 zu den grössten Ausgabeposten der Staatsrechnung. Sämtliche Fraktionen meldeten sich zu Wort. Einig waren sich alle im Bekenntnis zu einer starken Universität Basel. 

Weitere Informationen: Protokoll der 42. Sitzung des Landrates Basel-Landschaft vom 30.11.2017

27. September 2017: Regierungsrat wählt die Mitglieder des Universitätsrats

Der Regierungsrat hat die Mandatsträger des Kantons Basel-Landschaft im Universitätsrat für die Leistungsperiode 2018–2021 gewählt. Die Ausschreibung stiess auf breites Interesse. Die Auswahl fand auf der Grundlage eines fundierten Rekrutierungsprozesses statt. Ausschlaggebend waren Fachkompetenz, Persönlichkeit, Netzwerk und ein uneingeschränktes Bekenntnis zu einer partnerschaftlich gestärkten Universität. Als neue Mitglieder wurden Dr. Christian Bosshard, Dr. Jürg Gutzwiller und Dr. Beat Oberlin gewählt. Für eine weitere Amtsperiode bestätigt wurden Dr. Kathrin Amacker und Regierungsrätin Monica Gschwind.

Weitere Informationen: Medienmitteilung "Regierungsrat wählt die Mitglieder des Universitätsrats"


12. September 2017: Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt beschliessen Numerus Clausus Medizin bei höheren Aufnahmekapazitäten

Die Regierungen haben die vom Universitätsrat beschlossenen Aufnahmekapazitäten in den Bereichen Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft und Sportwissenschaften für das Studienjahr 2018/2019 genehmigt. Die Kapazitätsfestsetzung ist in Absprache mit den anderen Schweizer Universitäten erfolgt.

Weitere Informationen: Medienmitteilung "Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt beschliessen Numerus Clausus Medizin bei höheren Aufnahmekapazitäten"


29. August 2017: Kreditsicherungsgarantie für den Neubau des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit

Die Regierungen beider Basel beantragen den Parlamenten eine Kreditsicherungsgarantie in Höhe von CHF 44 Mio. für einen Neubau des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel auf dem „Campus Sport“ in Münchenstein. Damit sollen der Raummangel behoben, dezentral verstreuten Räume zusammengeführt und Synergien mit den bereits vorhandenen Sportinstitutionen genutzt werden.

Weitere Informationen: Medienmitteilung "Kreditsicherungsgarantie für den Neubau des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit"


26. Juni 2017: Partnerschaftliches Bekenntnis zu einer zukunftsorientierten und leistungsfähigen Universität Basel

Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben sich über den Leistungsauftrag 2018-2021 für die Universität Basel geeinigt. Zuvor hatten die Trägerkantone die Entwicklung der letzten zehn Jahre der Universität analysiert. Auf dieser Grundlage konnte ein umfassendes Verhandlungsergebnis erreicht werden. Einerseits wird die von beiden Trägern vereinbarte Reduktion der Trägerbeiträge realisiert, ohne die Leistungsfähigkeit der Universität Basel strukturell zu schwächen. Andererseits verfügt die Universität für die nächste Leistungsperiode über Planungs- und Handlungssicherheit. Zudem wurden finanzielle Eckwerte für einen neuen Kulturvertrag festgelegt. Den politischen und wirtschaftlichen Interessen beider Trägerkantone wird ausgewogen Rechnung getragen.

Weitere Informationen: Medienmitteilung "Partnerschaftliches Bekenntnis zu einer zukunftsorientierten und leistungsfähigen Universität Basel"


25. April 2017: Genehmigung Zulassungsbeschränkung Studienjahr 2017/2018

Durchführung des Numerus Clausus an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel für das Studium der Humanmedizin und der Zahnmedizin sowie für das Bachelorstudium Sportwissenschaften, Studienjahr 2017/2018

Weitere Informationen: Medienmitteilung "Genehmigung Zulassungsbeschränkung Studienjahr 2017/2018"

Hintergrund

Seit 1. Januar 2007 gilt der Vertrag zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt über die gemeinsame Trägerschaft der Universität Basel (Universitätsvertrag, SGS 664.1). Am 31. Dezember 2017 endet die dritte Leistungsperiode. Gemäss Leistungsauftrag 2014–2017 beantragt die Universität den Kantonen auf der Basis einer Vergangenheitsbetrachtung und ihrer Gesamtplanung 2018 ff. den Globalbeitrag 2018–2021.


Neuer Leistungsauftrag und Globalbeitrag ab 1. Januar 2018

Für die Wissens- und Wirtschaftsregion stellt die Universität Basel einen elementaren Standort-faktor dar. Die beiden Trägerkantone haben deshalb in den ersten drei Leistungsperioden 2007–2017 mit steigenden Trägerbeiträgen die Strategie verfolgt, ihre Universität im Dienste der Innovation als Forschungsuniversität international in den vorderen Rängen zu positionieren. Für die anstehende Leistungsperiode 2018–2021 steht auf der Grundlage eines differenzierten 10-Jahres-Rückblicks nun erstmals eine Reduktion der Trägerbeiträge an. Die Universität wird diese Reduktion mit einer Mischung aus strukturellen Massnahmen und mit einer Auflösung von Reserven auffangen.

Am 20. Juni 2017 hat der Regierungsrat gestützt auf § 7 des Universitätsvertrags, auf den Antrag der Universität und die anschliessenden Verhandlungen mit Basel-Stadt den Leistungsauftrag 2018–2021 für die Universität abgeschlossen und legen diesen dem Landrat zur Genehmigung vor. Verbunden mit dem Leistungsauftrag ist der Antrag auf Genehmigung des Globalbeitrags an die Universität.

Die Universität hat sich in den letzten Jahren ausgesprochen dynamisch entwickelt. Die Studierendenzahl hat inzwischen die Grösse von annähernd 13‘000 erreicht, welche die Universität gemäss Strategie MIDI anstrebt. Gleichzeitig kann festgestellt werden, dass das Studierendenwachstum in letzter Zeit abflacht. Die Strategie MIDI hat sich somit als angemessene Richtgrösse für die Entwicklung der Universität erwiesen und es zeigt sich, dass die bereits für die Leistungsperiode 2014–2017 vereinbarte Konsolidierungsstrategie realistisch ist.

In der kompetitiven Forschung ist die Universität Basel mit einer steigenden Rate an Nationalfonds-Projekten und nationalen Forschungsschwerpunkten hervorgetreten. Aufgrund dieser Erfolge hat sie ihren Anteil an den Grundbeiträgen des Bundes zur Universitätsförderung in den letzten vier Jahren auf hohem Niveau halten und leicht steigern können. Im Jahr 2016 ist jedoch im Vergleich zum sehr erfolgreichen Vorjahr ein leichter Rückgang der kompetitiv eingeworbenen Forschungsmittel zu verzeichnen. In der Leistungsperiode 2018–2021 gilt es zu beobachten, ob dieser Wert ein Erreichen des Plafonds darstellt, oder die Universität gemäss der Erwartung der Regierungen den Anteil an Forschungseinnahmen weiter steigern kann.


Verhandlungen mit dem Kanton Basel-Stadt

Nach Abschluss der Partnerschaftsvereinbarung zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt im Oktober 2015 haben die Kantone die bikantonale Trägerschaft der Universität Basel umfassend analysiert.

Nach intensiven Verhandlungen liegt ein für beide Kantone befriedigendes und nachhaltiges Ergebnis vor, das die gemeinsame Trägerschaft und damit auch die Position und die Weiter-entwicklung der gemeinsamen Universität stärkt. Das Ergebnis beinhaltet neue Erkenntnisse, es generiert einen Sparbeitrag der Universität (ohne deren Qualität zu gefährden) und führt zu zusätzlichen Massnahmen auf kantonaler Ebene:

  • Eine langfristige Partnerschaft, die für die Universität Basel absolut wünschenswert ist, muss gleichberechtigt und für beide Seiten befriedigend ausgestaltet werden.
  • Das vorliegende umfassende Verhandlungspaket bildet eine kurz-/mittel- und eine langfristige Perspektive ab.

  • Für die rasch nahende Leistungsperiode 2018–2021 konnte die gemeinsame Zielsetzung eines sinkenden Restdefizits (gemäss Partnerschaftsvereinbarung vom Oktober 2015) realisiert werden, ohne die Leistungsfähigkeit der Universität Basel wesentlich einzuschränken.

  • Für die Themenbereiche Universitätsstrategie, Governance, Immobilien und neues Finanzierungsmodell sind die entwickelten Grundlagen, die einen langfristigen Einfluss auf die Ausgestaltung der gemeinsamen Trägerschaft ab 2022 haben werden, bis Mitte 2019 weiter auszuarbeiten.


Zeitplan für die weiteren Verhandlungen

  • Herbst 2017: Auswertung der Immobilienanalyse durch die Regierungen und Ausarbeitung von konkreten Massnahmen

  • Anfang 2018: Konstituierung des Universitätsrats für die Leistungsperiode 2018–2021, Einrichtung des Strategieausschusses sowie Implementierung zusätzlicher Austausch-gefässe zwischen den Trägern, dem Universitätsratspräsidenten und dem Rektorat

  • Erste Hälfte 2018: Würdigung der Immobilienstrategie der Universität durch die Regierungen

  • Bis Ende 2018: Ausarbeitung der Vorlage zur neuen Kulturpartnerschaft

  • 2018/2019: Ausarbeitung der Strategie 2030, unter Einbezug der Trägerkantone und Verabschiedung durch den Universitätsrat

  • 2018/2019: Ausarbeitung eines neuen Immobilienkonzeptes durch die Regierungen bis Mitte 2019

  • Bis Mitte 2019: Ausarbeitung des neuen Finanzierungsschlüssels durch die Regierungen in Abstimmung mit den Erkenntnissen der Immobilienanalyse

  • Drittes Quartal 2019: Erarbeitung der Eignerstrategie der Regierungen

  • Drittes Quartal 2019: Anpassung Staatsvertrag; Genehmigung durch die Regierungen

  • Viertes Quartal 2019: Einbezug der Parlamente: Information der IGPK Universität und Bericht über den Stand der Verhandlungen

  • Ende 2019: Regierungen definieren Eckwerte betreffend Globalbeitrag 2022–2025

  • März 2020: Antrag der Universität für den Leistungsauftrag 2022–2025

  • März 2020 bis Ende 2020: Ausarbeitung der Parlamentsvorlage 2022–2025 inkl. Antrag auf notwendige Anpassungen des Staatsvertrags

  • Viertes Quartal 2020: Einbezug der IGPK Universität, Präsentation der Verhandlungsergebnisse, die der Parlamentsvorlage zugrunde liegen werden

  • Erstes Quartal 2021: Ämterkonsultation, Bereinigung der Vorlage und Überweisung an die Parlamente

  • Zweites Quartal 2021: Behandlung im Landrat und im Grossen Rat

Ausblick auf die Leistungsperiode 2022–2025

Mit der Partnerschaftsvereinbarung vom Oktober 2015 haben die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt die Basis für einen differenzierten 10-Jahresrückblick zur gemein-samen Trägerschaft der Universität Basel gelegt. Im Gegenzug zur Entrichtung von jährlichen Entlastungsbeiträgen von CHF 20 Mio. in den Jahren 2016–2019 an den Kanton Basel-Landschaft wurde die beidseitige Verpflichtung eingegangen, den Universitätsvertrag, die Immobilienverein-barung sowie den gemeinsamen Kulturvertrag bis Ende 2019 ungekündigt weiter zu führen.

In der Konsequenz konnten die zeitlichen Bedingungen für die weiteren notwendigen Gespräche und Analysen bis Ende 2019 entspannt werden. Nur auf diese Weise war es realistisch, den komplexen Vertragswerken mit einer Vielzahl von Anspruchsgruppen gerecht zu werden sowie die Planungssicherheit für die betroffenen Institutionen zu erhöhen. Gleichzeitig wurde in Bezug auf die Universität Basel die Absicht beider Trägerkantone bekräftigt, das gemeinsam zu tragende Restdefizit nach Jahren der Expansion zu reduzieren.

Eingebettet in diesen Kontext ist das präsentierte Verhandlungsergebnis und der davon abgeleitete Leistungsauftrag 2018–2021 als Zwischenschritt auf einem noch nicht abgeschlossenen, aber verbindlich vereinbarten Verhandlungsweg zu interpretieren. Die Verhandlungsergebnisse wurden aus diesem Grund in eine kurz- und mittelfristige wie auch in eine langfristige Perspektive gegliedert. Kurz- bis mittelfristig (wirksam in 2018–2021) konnte im Bereich der Finanzen die beidseitige Verhandlungsabsicht zur Reduktion des Restdefizits vereinbarungskonform umgesetzt werden, ohne die Leistungsfähigkeit der Universität Basel zu schwächen. Darüber hinaus wurden in den Themenstellungen Immobilienfonds und -planung, gemeinsame Eigentümerstrategie und Governance konkrete Massnahmen festgelegt, um die bikantonale Partnerschaft ausgewogener zu gestalten. Für die Langfristperspektive (wirksam ab 2022) wurden eine umfassende Überarbeitung zu den Fragestellungen der Strategie 2030, des neuen Finanzierungsmodells, der Steuerung des Immobilienbereichs sowie der Vertragsgrundlagen zwischen beiden Trägerkantonen vereinbart.

Die Auflistung der behandelten Schwerpunkte zeigt, dass ein umfassendes Gesamtpaket beschlossen werden konnte, welches eine nachhaltige (positive) Wirkung auf die bikantonale Trägerschaft der Universität Basel haben wird. Dies hat Zeit benötigt und wird bis zur finalen Umsetzung aller erwähnten Inhaltspunkte gemäss Zeitplan noch erhebliche Ressourcen binden. Gleichzeitig ist dieses Ergebnis als wichtiges Signal an die Universität Basel zu werten, deren hohe Wert-schätzung durch beide Kantone zu keinem Zeitpunkt in Frage stand. Das aufwändige und differenzierte Verhandlungsresultat ist ein klares Bekenntnis zugunsten einer geeinten Wissens- und Wirtschaftsregion Basel.

Das Wichtigste in Kürze

Seit dem 1. Januar 2007 ist der Kanton Basel-Landschaft aus der Basis eines Staatsvertrags mit dem Kanton Basel-Stadt Mitträger der Universität Basel.

Aktuell befindet sich der Leistungsauftrag inklusive Globalbeitrag an die Universität Basel für die Jahre 2018–2021 in der parlamentarischen Beratung.

Weitere Informationen.

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