Sicherheit

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Die Einbruchdiebstähle haben im Jahr 2022 wieder abgenommen und befinden sich im Kanton Basel-Landschaft auf einem historisch tiefen Niveau, wohingegen bei der häuslichen Gewalt und bei der Cyberkriminalität eine Zunahme verzeichnet werden musste. Die Zahl der Verkehrsunfälle war im Jahr 2022 rückläufig. Insgesamt liegt der Kanton Basel-Landschaft nach wie vor deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Die Anzahl polizeilich erfasster Straftaten hat 2022 im Kanton Basel-Landschaft im Vergleich zum Vorjahr um 5% (641 Straftaten) zugenommen. Insgesamt wurden 13’466 (12’825) Straftaten erfasst. Davon entfallen 12’422 (92,3%) auf das Strafgesetzbuch, wobei gut 73% dieser Delikte gegen das Vermögen erfolgten. Diebstähle machten dabei den überwiegenden Teil aus. Insbesondere bei den Ladendiebstählen (+27%), den Trickdiebstählen (+66%) und den Elektrofahrraddiebstählen (+35%) musste eine deutliche Zunahme registriert werden. 5% der erfassten Straftaten erfolgten gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die polizeiliche Aufklärungsrate lag insgesamt bei 31% (i.V. 29,7%).

Einbruchszahlen auf historischem Tief, steigende Zahlen bei häuslicher Gewalt und Cyberkriminalität
Während die Zahl der Einbruchdiebstähle 2022 national zugenommen hat, wurden im Baselbiet 861 (i.V. 991) Einbruchdiebstähle registriert, was einer Abnahme von 13% entspricht und den zweittiefsten Wert seit mehr als 20 Jahren darstellt.

Die Anzahl erfasster Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt erhöhte sich im Berichtsjahr um 14%. In mehr als der Hälfte der Fälle fand häusliche Gewalt in aktuellen Partnerschaften statt. Dazu führt Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer aus:  «Mit der Schaffung des neuen Dienstes Gewaltschutz im Kanton Basel-Landschaft Ende 2022 sind wir in Zukunft noch besser aufgestellt, wenn es um den Umgang mit häuslicher Gewalt und Opferschutz geht – zwei Bereichen, die neben dem Bedrohungsmanagement und der Bekämpfung der Radikalisierung ebenfalls im neuen Dienst Gewaltschutz integriert sind.»

Eine starke Zunahme von 35% ist erneut bei der Cyberkriminalität, also bei Verbrechen im Internet und Verbrechen gegen das Internet, zu verzeichnen. Primär geht es auch hier um Straftaten im Bereich der Vermögensdelinquenz. Diese Straftaten weisen überwiegend stark steigende Tendenzen auf. Es ist davon auszugehen, dass Straftaten mit Cybermodus in den nächsten Jahren weiterhin stark zunehmen werden.

Weniger Verkehrsunfälle 
2022 wurden im Kanton Basel-Landschaft 862 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, dies entspricht einer Abnahme von 11% im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden blieb hingegen mit 444 stabil im Vergleich zu den Vorjahren und lag weiter leicht unter dem Schnitt der Jahre vor der Pandemie. Mit 5 Verkehrstoten (+1) und 82 Schwerverletzten (+13) sind deutlich mehr Verkehrsteilnehmende als in den Vorjahren schwer verunfallt. 

Mehr Unfälle mit E-Bikes und Trendfahrzeugen
Bei den Unfällen mit Fahrrädern und E-Bikes setzte sich der Trend der Vorjahre fort. Die Anzahl der Unfälle mit einem Fahrrad sank von 72 auf 67 (-7 %), jene mit einem E-Bike nahm dafür von 46 auf 51 zu (+11 %). Die Anzahl der Schwerverunfallten war mit 22 gleich gross wie im Vorjahr. Schleuder- und Selbstunfälle waren bei Fahrrädern und E-Bikes die häufigsten Unfalltypen. Zugenommen haben auch die Unfälle mit E-Trottinetts und E-Rollern (von 16 auf 22).

Wie Christian Egeler, Chef Verkehrspolizei, ausführt, zeige die Auswertung der Unfallzahlen des Jahres 2022 insgesamt klar auf, dass die Hauptursachen bei den Verkehrsunfällen bei den Fahrzeuglenkenden selbst liege.

Die detaillierten Statistiken zu beiden Bereichen sind auf der Webseite www.polizei.bl.ch (Bereich Statistiken) einsehbar.

Weitere Dokumente/Links

> Medienmitteilung Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2022 vom 31.03.2023
> Statistiken