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Französisch- und Englischunterricht an der Volksschule des Kantons Basel-Landschaft

Der Kanton Basel-Landschaft führte den Fremdsprachenunterricht gemäss sechskantonalem Konzept Passepartout im Schuljahr 2012/2013 ein. Seither ernten der Fremdsprachenunterricht und die dafür eingesetzten Lehrmittel positive und negative Kritik. Die kantonale Austauschrunde Passepartout diskutierte bis im April 2018 Problemstellungen und leitete entsprechende Massnahmen im Bereich Fremdsprachen ein. So wurden die obligatorischen Weiterbildungen für die Sekundarlehrpersonen gekürzt, eine Umsetzungshilfe für den Übergang von der Primar- in die Sekundarschule wurde erstellt und Fachhearings zum Französischunterricht und seinen Rahmenbedingungen wurden durchgeführt. Ziel war es stets, die Anliegen verschiedener Anspruchsgruppen aufzunehmen und die Lehrerpersonen bei der Umsetzung ihres Berufsauftrags zu unterstützen. Seit dem zustimmenden Landratsentscheid zur nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenporjekt» im Februar 2018 tagt die Task Force Fremdsprachen unter der Leitung von Regierungspräsidentin Monica Gschwind. Ziel ist es, bis Ende 2019 einen trag- und mehrheitsfähigen Umsetzungsvorschlag zuhanden des Landrats zu erarbeiten. Wir informieren sie hier regelmässig über Neuerungen und aktuelle Schritte im Bereich der Fremdsprachen Französisch und Englisch. Zudem finden Sie hier wichtige kantonale Dokumente zu diesem Thema.

Kantonale Dokumente und Berichte

Fachhearings Französisch: Die Resultate und die in der Folge veranlassten Massnahmen sind in den untenstehenden zwei Dokumenten detailliert beschrieben.
Umsetzungshilfe Französisch: Die Umsetzungshilfe bietet den Französischlehrpersonen der Primar- und Sekundarschule Sicherheit beim Stufenübergang. Sie zeigt auf, welche Lerninhalte die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der 6. Primarschulklasse kennengelernt haben und in welchem Vertiefungsgrad sie diese anwenden können.

Chronologie

In der folgenden chronologischen Übersicht sind die Meilensteine aus der Arbeit der Austauschrunde Passepartout und der Task Force Fremdsprachen aufgeführt. Sie zeigt ausserdem die Massnahmen und Prozesse, die durch die Fachhearings Französisch und politische Entscheide ausgelöst wurden.

Eckwerte und Meilensteine
September 2018

Die Task Force Fremdsprachen verabschiedet das Konzept zu den Umsetzungsarbeiten hinsichtlich der nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Austritt aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt»..

Beat Lüthy (Leiter Amt für Volksschulen BL) informiert die Lehrpersonen mit einem Brief über den Stand der Arbeiten rund um die Fremdsprachen Französisch und Englisch im Kanton Basel-Landschaft.
August 2018 Die Arbeitsgruppe Fremdsprachen nimmt mit 24 engagierten Lehrpersonen die Arbeiten auf. Die Mitglieder erhalten einerseits den Auftrag, neue Fremdsprachenlehrmittel zu suchen und zu evaluieren. Andererseits müssen  Anpassungen der Lehrpläne auf der Basis des Lehrplans Volksschule Basel-Landschaft geprüft werden.
Juni 2018

Die Arbeitsgruppe Fremdsprachen wird rekrutiert. Die Schulleitungskonferenzen aller Stufen, der Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland, der Verband Personal öffentlicher Dienste und das Komitee Starke Schule melden Französisch- und Englischlehrpersonen der Primarschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II zur Mitarbeit in der Arbeitsgruppe.

Das Baselbieter Stimmvolk entscheidet am 10. Juni 2018, dass weiterhin die zwei Fremdsprachen Französisch und Englisch an der Primarschule gelehrt und gelernt werden. Die nicht formulierte Volksinitiative «Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarschule genügt» wird an der Urne abgelehnt.

Mai 2018

Der detaillierte Ergebnisbericht und der Schlussbericht zu den Fachhearings sowie das  Dossier „Französisch- und Englischunterricht an der Volksschule des Kantons Basel-Landschaft“ werden publiziert.

April 2018 Die Task Force Fremdsprachen  übernimmt die Begleitung der Arbeiten zur Umsetzung der Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Austritt aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt».
März 2018

Die Austauschrunde Passepartout bereitet Themen aus den Fachhearings, die in der Kompetenz des Bildungsrates liegen, zur Übergabe vor. Anliegen der Lehrpersonen aus dem Bereich der IT und in der Verantwortung der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion werden aufgenommen.

Der Kanton Basel-Landschaft übermittelt dem Schulverlag einen Bericht mit Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen, die die Lehrmittel Mille feuilles und Clin d’oeil betreffen.

Der Bildungsrat informiert in einer Medienmitteilung am 8. März, dass er dem Amt für Volksschulen den Auftrag zur Ausarbeitung eines Konzeptes in Form einer Analyse von Optionen und Konsequenzen erteilt hat.

Regierungsrätin informiert ebenfalls am 8. März die Lehrerinnen und Lehrer der Volksschule Basel-Landschaft in einem Brief über den Stand der Arbeiten.

Februar 2018

Am 8. Februar 2018 stimmt der Landrat, entgegen dem Antrag von Regierungsrat und landrätlicher Bildungskommission, der nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt» mit 47:36 Stimmen bei 2 Enthaltungen zu.

Der Regierungsrat beauftragt die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, bis zum 12. Februar 2019 eine Vorlage zur Umsetzung der Initiative zuhanden des Landrats auszuarbeiten.

Regierungsrätin Monica Gschwind bildet eine Task Force Fremdsprachen, die als Resonanzgruppe bei der Ausarbeitung eines Vorschlags zur Umsetzung der Volksinitiative auftritt. In der Task Force nehmen Vertreter des Bildungsrates, der Lehrpersonen, der Schulleitungskonferenzen aller Schulstufen, der Amtlichen Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer, des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Baselland, des Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland, des Verbands Personal öffentlicher Dienste BL, des Komitees Starke Schule, der landrätlichen Fraktionen, des Amts für Volksschulen sowie Bildungsdirektorin Monica Gschwind Einsitz.
Januar 2018 Der Landrat lehnt die nicht formulierte Volksinitiative «Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarschule genügt» mit 56:18 Stimmen bei 1 Enthaltung ab. Am 10. Juni 2018 entscheidet das Baselbieter Stimmvolk darüber.
Dezember 2017 - Februar 2018 Die Arbeitsgruppe wertet die Fachhearings aus und verfasst einen Ergebnisbericht, den die Austauschrunde Passepartout gutheisst. Die Austauschrunde formuliert Forderungen an den Schulverlag und diskutiert kantonale Massnahmen. 
November 2017 - Dezember 2017 Im Baselbiet findet an drei Standorten ein «Erfahrungsaustausch – Fachhearing Französisch» statt. Teilnahmebedingungen sind eine mindestens einjährige Unterrichts- und Lehrmittelerfahrung sowie die abgeschlossene methodisch-didaktische Weiterbildung. Insgesamt 64 Primar- und 56 Sekundarlehrpersonen nutzen die Gelegenheit, um in stufendurchmischten Kleingruppen ihre Anliegen zum Französischunterricht und seinen Rahmenbedingungen einzubringen und auszutauschen. Einzig in Liestal bildete sich eine Gruppe nur aus Sekundarlehrpersonen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus 4 Primar- und 5 Sekundarlehrpersonen moderiert die Fachhearings und nimmt alle Äusserungen der teilnehmenden Lehrpersonen entgegen.
Mai 2017 Die kantonale Umsetzungshilfe Französisch erscheint, die eine Arbeitsgruppe aus Französischlehrpersonen der Primar- und Sekundarschule im Auftrag der Austauschrunde Passepartout erarbeitete. Die Umsetzungshilfe definiert verbindlich, welche Ziele die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der 6. Primarklasse mit dem Lehrmittel «Mille feuilles» erreichen müssen. Damit wird der Übergang von der Primar- in die Sekundarschule klar definiert.
April 2016

Bildung der Austauschrunde Passepartout: Unter der Federführung von Regierungsrätin Monica Gschwind diskutieren erstmals Vertreter verschiedener Anspruchsgruppen über Anliegen zum Englisch- und Französischunterricht. Folgende Vertreter sind Teil dieser Austauschrunde:

  • Schulleitungskonferenz Primarschule, Schulleitungskonferenz der Sekundarschule I
  • Amtliche Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer
  • Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Baselland
  • Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland
  • Verband Personal öffentlicher Dienste BL
  • Amt für Volksschulen

Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Sprachenkonzepts gemeinsam zu eruieren, Lösungen zu suchen und konkrete Massnahmen zu treffen. Es folgen regelmässige Treffen.

Viele Sekundarlehrpersonen finden, dass die obligatorische Weiterbildung zur Erteilung des Französisch-/Englischunterrichts zu lang ist und zu wenig ihren Bedürfnissen entspricht. Die Austauschrunde nimmt diese Kritik ernst, indem sie eine Kürzung des Angebots von 12 auf 8,5 Tage und eine Anpassung der Inhalte empfiehlt.

Weitere Informationen.

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