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Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft

Der Lehrplan konkretisiert den öffentlichen Bildungsauftrag für den Unterricht und zeigt auf, welches Wissen und Können die Schülerinnen erwerben sollen und auf welchen Kompetenzen die weiterführenden Ausbildungen der Sekundarstufe II weiter aufbauen können. Die 21 Deutschschweizer Kantone haben mit dem Lehrplan 21 den Auftrag der Bundesverfassung gemeinsam umgesetzt, die Ziele der Volksschule zu harmonisieren. Der Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft nutzt den Lehrplan 21 als Grundlage und passt ihn an die Baselbieter Bedürfnisse an.

Verlauf

18. Oktober 2017: Anpassung der Stundentafel Sekundarschule Basel-Landschaft

Am 24. Mai 2017 hat der Bildungsrat eine neue Stundentafel Sekundarschule beschlossen. Die Ausgestaltung der Stundentafel sorgte für einigen Gesprächsstoff. Es wurden verschiedene politische Vorstösse dazu eingereicht. Um für die Schülerinnen und Schüler optimale Lernbedingungen und für die Sekundarschulen eine anhaltende Planungssicherheit ab dem Schuljahr 2018/19 zu gewährleisten, haben sich der Bildungsrat und die landrätliche Bildungs-, Kultur- und Sportkommission unter der Leitung von Regierungsrätin Monica Gschwind getroffen. Auch die Motionäre sowie eine Vertretung des Initiativkomitees „Starke Schule beider Basel“ wurden zu einem Gespräch eingeladen. Die daraus hervorgegangenen Anliegen wurden vom Bildungsrat geprüft. mit dem Beschluss vom 18. Oktober wird die Stundentafel Sekundarschule punktuell angepasst.

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24. August 2017: Der Bildungsrat wird Anliegen der Bildungs-Kultur- und Sportkommission prüfen

Um für die Schülerinnen und Schüler optimale Lernbedingungen und für die Sekundarschulen bis Ende Jahr Planungssicherheit zu gewährleisten, haben sich auf Einladung von Regierungsrätin Monica Gschwind der Bildungsrat und die landrätliche Bildungs-, Kultur- und Sportkommission getroffen. Ziel war die gegenseitige Information und die Aussprache über Anliegen zur Anpassung der Stundentafel. Der Bildungsrat wird die Anliegen prüfen und hat die Motionäre sowie die Vertretung des Initiativkomitees „Starke Schule beider Basel“ zu einem weiteren Gespräch am 30. August 2017 eingeladen.

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4. Juli 2017: Antrag auf Gegenvorschlag bezüglich Initiative zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen
Der Regierungsrat beantragt dem Landrat die formulierte Volksinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ abzulehnen und den Gegenvorschlag zu beschliessen, der eine Änderung des Bildungsgesetzes verlangt. Die Ablehnung erfolgt, da die Aufnahme einer solchen Bestimmung im Bildungsgesetz als Vorgabe zur Gestaltung des Lehrplans nicht stufengerecht ist.  Der Gegenvorschlag trägt dem Anliegen der Initianten mittels ergänzenden Lehrplanarbeiten Rechnung,  dessen Resultat ein Lehrplan für die Sekundarschulen mit Kompetenzen, Inhalten und Themen ist. Die ergänzenden Lehrplanarbeiten für die Sekundarschulen sind bereits angelaufen. Die Sekundarschulen werden damit bei der Einführung des neuen Lehrplans entlastet. Mit dem vorgelegten Gegenvorschlag soll gleichzeitig die Motion 2016-005: „Stufenlehrpläne mit transparentem Inhalt“ als erfüllt abgeschrieben werden.

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21. Juni 2017: Der Bildungsrat zeigt Gesprächsbereitschaft

Zur Gewährleistung der Planungssicherheit der Sekundarschulen hat der Bildungsrat an seiner Sitzung vom 21. Juni 2017 beschlossen, die Mitglieder der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission sowie die Mitunterzeichner der Motion Ryf zu einer Aussprache einzuladen.

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21. Juni 2017: Entscheid Einführung Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft

Der Bildungsrat hält an der Einführung des Lehrplans Volksschule Basel-Landschaft an der Sekundarschule auf Schuljahr 2018/19, aufsteigend mit den ersten Klassen, fest. Der Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft wird den Sekundarschulen mit einem ergänzenden Entwurf von Themen und Inhalten als Erprobungsfassung zur Verfügung gestellt und zusammen mit der neuen Stundentafel auf Schuljahr 2018/19 eingeführt. Aufgrund der Erfahrungen in der Praxis wird der Lehrplan überarbeitet und auf Schuljahr 2021/22 definitiv in Kraft gesetzt.

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15. Juni 2017
: Motion Pascal Ryf

Der Landrat stellt die Beratung der Motion (2017-143 vom 6. April 2017)  von  Pascal Ryf „Naturwissenschaften stärken - Ja zu einer pädagogisch sinnvollen Stundentafel“ zugunsten einer Aussprache mit dem Bildungsrat und den weiteren Beteiligten aus. Die Motion soll eine Änderung des Bildungsgesetzes dahingehend bewirken, dass Promotionsfächer, sofern sie im Schuljahr in die Stundentafel aufgenommen werden, mit mindestens zwei Lektionen pro Woche dotiert werden.

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30. Mai 2017: Entscheid Stundentafel Sekundarschule

Der Bildungsrat hält an der Einführung auf das Schuljahr 2018/19 fest und setzt die modifizierte Stundentafel Sekundarschule auf Schuljahr 2018/19, aufsteigend mit den ersten Klassen, in Kraft.

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23. Mai 2017: Entscheid Lektionendeputat

Der Regierungsrat beschliesst die Einführung eines Lektionendeputats zur Ressourcensteuerung an den Sekundarschulen ab dem Schuljahr 2018/19. Er legt den Lektionenrahmen für die Stundentafel der Sekundarschulen auf  42 Lektionen pro Woche - im Übergangsjahr 2018/19 auf 41 Lektionen pro Woche fest.

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Hintergrund

Die 21 deutschsprachigen Kantone haben sich 2010 dafür entschieden, ihre Lehrpläne gemeinsam zu überarbeiten und die Durchführung des Projektes Lehrplan 21 vereinbart. In einem Grundlagenbericht wurden dafür die Eckwerte zur Erarbeitung definiert. Dieser Vereinbarung stimmte auch der Kanton Basel-Landschaft bzw. der Souverän am 26. September 2010 zu.  Der Lehrplan 21 ist eine Vorlage für die Kantone, die ihre eigenen Lehrpläne entwickeln und dafür diese Vorlage nutzen können. Im Kanton BL gilt er seit dem Schuljahr 2015/2016 mit der entsprechend angepassten Stundentafel für den Kindergarten und für die Primarschule.

Beim Amtsantritt der Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektorin, Regierungsrätin Monica Gschwind, im Juli 2015 gab es Grundsatzdiskussionen zum Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft und insbesondere zu Fragen der Umsetzung an der Sekundarschule. Am 24. September 2015 beschloss der Landrat aufgrund zweier Parlamentarischer Initiativen eine Änderung des Bildungsgesetzes betreffend Verzicht auf kostentreibende Sammelfächer an der Sekundarschule und  betreffend Einführung Lehrplan 21. An der Volksabstimmung vom 2. Juni 2016 ist die Änderung des Bildungsgesetzes „Verzicht auf kostentreibende Sammelfächer“ angenommen, die Vorlage zur „Einführung Lehrplan 21“ indessen abgelehnt und der Bildungsrat als für diesen Erlass zuständige Behörde bestätigt worden.  Wegen der neuen gesetzlichen Vorgabe müssen die Fächer Geschichte, Geographie, Physik, Biologie, Chemie, Hauswirtschaft und Wirtschaft an der Sekundarschule als Einzelfächer unterrichtet und benotet werden. Damit diese bildungspolitischen Weichenstellungen für die Sekundarschulen in Ruhe getroffen werden konnten und die Sekundarschulen vor Korrekturen bei der Umsetzung geschützt werden konnten, hat Regierungsrätin Monica Gschwind im Einvernehmen mit dem Bildungsrat einen „Marschhalt Sekundarstufe I“ verfügt. Ohne diesen Marschhalt Sekundarstufe I wären die Sammelfächer ab Schuljahr 2016/17 eingeführt und ein Jahr später wieder abgeschafft worden. Mit Hilfe des Bildungsrates und einer Übergangslösung – dem Übergangslehrplan und der Übergangsstundentafel – konnte die Situation für die Sekundarschulen geklärt und beruhigt werden.

Übergeordnetes Ziel ist es, auch für die Sekundarschule einen Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft als Baselbieter Version des Lehrplans 21 in Zusammenarbeit mit den Schulen und Fachschaften zu erarbeiten, zu beschliessen und einzuführen. Er soll als öffentlicher Bildungsauftrag akzeptiert und von den Schulen und Lehrpersonen als Instrument der Orientierung und Planung genutzt werden. Speziell für die Sekundarschule soll er die Niveaudifferenzierung nach Jahrgangsstufen und die Bildungsinhalte und Themen nach einzelnen Fächern gewichten. Zur guten Identifikation der Öffentlichkeit, der Eltern und der Schulen mit dem Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft wird ein Dialog mit den Lehrpersonen als auch mit Anspruchsgruppen gepflegt.

Regierungsrätin Monica Gschwind strebte eine Verlängerung von Übergangsstundentafel und  Übergangslehrplan bis zum Schuljahr 2019/20 und die Einführung des neuen Lehrplans Volksschule Basel-Landschaft auf das Schuljahr 2020/21 an. In der Zeit bis 2020 sollten die folgenden weiteren hängigen Initiativen zur Abstimmung gebracht werden:

  • Motion bezüglich der Lehrplaninhalte (Motion von Landrätin Regina Werthmüller)
  • Volksinitiative zur Niveaudifferenzierung
  • Volksinitiative zum Ausstieg aus Passepartout
  • Volksinitiative für nur eine Fremdsprache an der Primarschule
  • Volksinitiative für Lehrpläne mit klar definierten Stoffinhalten und Themen

Gleichzeitig sollte die Lehrplanentwicklung in enger Kooperation mit den Fachschaften in den Sekundarschulen geleistet werden und allfällige Resultate aus den Abstimmungen zu den Initiativen miteinbezogen werden. Dieses Vorgehen sollte insgesamt eine koordinierte Einführung des Lehrplans auf der Basis einer geklärten Ausgangslage ermöglichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft konkretisiert auf der Grundlage der Vorlage Lehrplan 21 der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz den öffentlichen Bildungsauftrag für die Volksschule Basel-Landschaft, er ist die Baselbieter Version des Lehrplans 21.
  • Im Anschluss an die bereits erfolgte Einführung des Lehrplans Volksschule Basel-Landschaft an der Primarstufe werden Lehrplan und Stundentafel an der Sekundarschule, aufsteigend mit den ersten Klassen, ab Schuljahr 2018/19 während drei Jahren erprobt und ab Schuljahr 2021/22 definitiv eingeführt.

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