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Protokoll der Landratssitzung vom 9. Februar 2011

Nr. 2421

Gemäss Landratspräsidentin Beatrice Fuchs (SP) möchte der Regierungsrat den Vorstoss entgegennehmen und dann sogleich abschreiben, weshalb sie auf die vorliegende Begründung verweist.


> Begründung des Regierungsrats


In den Augen von Regina Vogt (FDP), welche dem Regierungsrat für die Begründung seiner Haltung zu ihrem Vorstoss bestens dankt, scheint der Weg zum Unterricht eines solchen Fachs auf der Sekundarstufe I dank der vorgesehenen Harmonisierung im Bildungswesen für alle SchülerInnen offen zu sein. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Hauswirtschaftslehre fester Bestandteil des Lehrplans 21 ist. Zunächst möchte sie deshalb wissen, ob dies tatsächlich 2014 der Fall sein wird.


Das Thema Hauswirtschaft, welches weder Pflichtfach ist noch zuhause konsequent weitervermittelt wird, ist eine Lücke in der Allgemeinbildung, weshalb ihr Vorstoss im Sinne der Prävention zu verstehen ist. Kinder und Jugendliche sollen früh genug mit Alltagskompetenzen ausgerüstet und für das Thema Hauswirtschaft sensibilisiert werden. Dieses Wissen befähigt sie, sich gesund zu ernähren, umweltschonend zu konsumieren, vernetzt zu denken und ihr eigenes physisches und psychisches Wohlbefinden zu beeinflussen.


So ist z.B. ein Fünftel der Jugendlichen übergewichtig. Weiter sind 30% der Kosten im Gesundheitswesen auf ernährungsbedingte Krankheiten zurückzuführen. Durch Stress erkrankte Arbeitnehmer lösen jährlich Kosten von ca. CHF 4,2 Milliarden aus, und auch die Verschuldung unter Jugendlichen nimmt stetig zu: Die Fachstelle für Schuldenfragen in Baselland betreut 800 Fälle, wobei es vor drei Jahren knapp 50% weniger waren. Weiter fällt relativ viel Siedlungsabfall an.


Hauswirtschaftliche Bildung kann also konkret die Folgen bestimmten Handelns für Umwelt und Gesellschaft zeigen. Bildung in Alltagskompetenzen macht den Umgang mit den eigenen Mittel bewusst und zeigt die Kreisläufe von kleineren und grösseren Zusammenhängen auf.


Sie wie auch ihre Fraktion sind mit der Abschreibung des Vorstosses einverstanden.


Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) macht darauf aufmerksam, dass ein Lehrmittel eingeführt werden soll, in welchem alle Aspekte behandelt werden, die das Postulat bzw. Regina Vogt nun erwähnt haben. Das Lehrmittel ist im Bildungsrat begeistert aufgenommen worden, weshalb es nun den SchülerInnen zum Ankaufspreis abgegeben werden und diese möglichst lange begleiten soll.


://: Das Postulat 2010/013 wird mit 57:0 Stimmen bei 1 Enthaltung überwiesen und sogleich abgeschrieben. [ Namenliste ]


Für das Protokoll:
Michael Engesser, Landeskanzlei



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