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Protokoll der Landratssitzung vom 10. Februar 2011

Nr. 2444

Kommissionspräsident Karl Willimann (SVP) berichtet, der Vorstoss habe zum Ziel gehabt, Auskunft über die Altersverhältnisse von Jugendlichen bei Eintritt in die Berufslehre im Kanton Baselland zu erhalten. Die in diesem Zusammenhang gestellten Fragen wurden gut von der Regierung beantwortet. Er fasst die wichtigsten Punkte des Kommissionsberichts zusammen.


Postulant Urs Berger (CVP) bedankt sich beim Regierungsrat und der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission für die ausführliche Behandlung seines Postulats. Aus der täglichen Praxis der Lehrstellenförderung und in der Bearbeitung von jährlich 600 bis 800 Bewerbungen im Rahmen des KMU-Lehrbetriebsverbund weiss er, dass die im Postulat angesprochene Frage sehr relevant ist. Nach dem Bericht zum Postulat kann aber nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Es bedarf weiterer Anstrengungen, um einen möglichst nahtlosen Übergang von der Schule zur dualen Berufsbildung fördern zu können. Die im Bericht angesprochene Attestausbildung ist zweifellos ein geeignetes Instrument. Bedauerlicherweise hat die Attestausbildung noch nicht die gleiche Akzeptanz wie die frühere Anlehre.


Die Regierung zeigt auf, dass die Datenlagen im Kanton Baselland nicht in jedem Fall vorhanden ist. Der Kanton verfügt über keine bereinigten Daten bezüglich des durchschnittlichen Alters der Lernenden beim Einstieg in die berufliche Grundbildung. Verlässliche Daten wären aber sehr wichtig für die Ausarbeitung neuer Strategien und Massnahmen. Hinsichtlich Massnahmen in der Volksschule verweist der Regierungsrat beispielsweise auf die anstehende Umsetzung von Harmos oder die Baselbieter Berufsschau. Es ist begrüssenswert, dass aufgrund der heute eher mangelhaften Datenlage mit einem Bildungsmonitoring mehr Klarheit in die verschiedenen wichtigen Fragestellungen gebracht werden soll.


Der Postulant zeigt sich mit der Abschreibung einverstanden, behält sich jedoch vor, je nach Entwicklung entsprechend zu reagieren.


Für das Protokoll:
Miriam Schaub, Landeskanzlei


Gemäss Christoph Hänggi (SP) ist auch seine Fraktion für Abschreiben des Vorstosses. Die Massnahmen wie Harmos oder das Sonderpädagogik-Konkordat sind in der Antwort des Regierungsrates beschrieben und werden weniger EK-Schülerinnen und -Schüler zur Folge haben. Auch braucht es Aufklärung, um den direkten Einstieg in die Gesundheitsberufe zu fördern. Weitere Aufklärung braucht es hinsichtlich der Attestlehre, um deren Akzeptanz zu fördern. Im Weiteren ist die Berufsmatura eine interessante Möglichkeit.


Die erwähnten Massnahmen sind relativ neu und teilweise erst seit kurzer Zeit implementiert. Nach Dafürhalten der SP muss nach einigen Jahren eine Standortbestimmung erfolgen und über allfällige Verbesserungen nachgedacht werden.


Erstaunlich ist es, dass das Durchschnittsalter im Zeitpunkt des Schulabganges in den letzten zehn Jahren im Kanton Baselland nicht gestiegen ist. Das anders lautende subjektive Empfinden, das die meisten diesbezüglich haben, ist statistisch also nicht nachzuweisen.


Regina Vogt (FDP) teilt mit, dass ihre Fraktion ebenfalls für Abschreiben des Postulates sei. Die Befürchtungen des Postulanten haben sich aufgrund der Fakten nicht bestätigt. Wichtig ist es allerdings, die Dauer der Schulzeit und das Berufseintrittsalter im Auge zu behalten, denn Zeit bedeutet auch Geld.


Georges Thüring (SVP) ist der Meinung, dass alles gesagt sei. Die SVP ist dafür, das Geschäft abzuschreiben und das Thema aufmerksam zu verfolgen.


Laut Jürg Wiedemann (Grüne) ist auch seine Fraktion für Abschreiben des Vorstosses.


Er war erstaunt über die von der Bildungsdirektion präsentierten Zahlen, denn seine Wahrnehmung hatte jener Urs Bergers entsprochen. Es ist nämlich festzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler eher ein Jahr repetieren als das Niveau wechseln. Deshalb gehen sie länger zur Schule, als sie eigentlich müssten. Wenn also diese Durchschnittszahl reduziert werden soll, um der KMU-Wirtschaft entgegenzukommen, dann müsste das Image des A-Niveaus verbessert werden.


Keine weiteren Wortbegehren.


://: Der Landrat spricht sich einstimmig mit 69:0 Stimmen dafür aus, das Postulat 2008/209 als erfüllt abzuschreiben. [ Namenliste ]


Für das Protokoll:
Barbara Imwinkelried, Landeskanzlei



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