Protokoll der Landratssitzung vom 3. März 2011

Nr. 2521

Landratspräsidentin Beatrice Fuchs (SP) weist darauf hin, dass der Regierungsrat den Vorstoss entgegennehmen wolle.


Myrta Stohler (SVP) meint, dass auch mit koordinierten Massnahmen von drei Direktionen «diejenigen, die sich bewegen müssten, kaum zu Bewegung zu bewegen sein werden». Bewegt werden mit diesem Postulat «einzig und allein Schreibtischtäter». Deshalb lehnt ihre Fraktion dieses Postulat ab.


Judith van der Merwe (FDP) vermerkt, dass ihre Fraktion das Postulat ablehne. Eine Gesamtschau zur Tätigkeit der verschiedenen Direktionen in diesem Bereich ist zwar erwünscht, aber dies wäre eine Gesamtschau zur Gesundheitsförderung. In der Vorlage 2006/092 ist ein solches Rahmenkonzept zur Gesundheitsförderung Baselland dargelegt worden. Damit könnte gezeigt werden, wie in diesem Bereich effizient gearbeitet werden kann, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, und wo Synergien zwischen den Direktionen genutzt werden könnten. Denn die Gesundheitsförderung ist in verschiedenen Direktionen angesiedelt. Das Postulat konzentriert sich auf die Bewegungsförderung, was nur ein Teil der Gesundheitsförderung ist, weshalb die FDP-Fraktion den Vorstoss ablehnen möchte.


Pia Fankhauser (SP) hat trotz Bereitschaft des Regierungsrats zur Entgegennahme ihres Vorstosses mit Widerstand dagegen gerechnet. Sie wundert sich allerdings: Vorher ist unter Traktandum 54 die Prüfung von Controlling-Systemen wortreich gefordert worden. Nun, bei der Prüfung von Sparmöglichkeiten für den Kanton durch Gesundheitsförderung mittels Bewegungsförderung, wird der entsprechende Vorschlag abgelehnt. Ihr fehlt der Glaube, dass sich der Landrat auch geistig ein bisschen bewegen will. Diverse Vorstösse betreffend Gesundheitsförderung sind diskutiert und immer vehement abgelehnt worden, weil es angeblich keine staatlichen Massnahmen braucht. Gewisse Einsparungen dank diesem Vorstoss sind möglich, weil sich die Massnahmen der einzelnen Direktionen nicht völlig widersprechen sollten. Sie dankt jenen KollegInnen, die ihren Vorstoss unterstützen.


Lotti Stokar (Grüne) hat das Postulat, welches eigentlich fast nicht abgelehnt werden könne, ebenfalls für relativ harmlos gehalten. Aber offenbar kann der Sachverhalt auch anders betrachtet werden. Für einen Runden Tisch unter den Direktionen braucht es nicht viel Aufwand, und damit könnten die verschiedenen Massnahmen geprüft und koordiniert werden. Die Grünen unterstützen das Postulat.


Beatrice Herwig (CVP) erwähnt, dass ihre Fraktion das Postulat ablehne. Man sollte nicht nur einen Teilaspekt betrachten, sondern eine Gesamtschau erstellen, um das Problem von Übergewicht und schlechter Gesundheit umfassend angehen zu können.


Für das Protokoll:
Michael Engesser, Landeskanzlei


Hans-Jürgen Ringgenberg (SVP) empfiehlt der Motionärin, sich einmal mit Thomas Beugger, der 'riesige Programme in alle Richtungen' mache, zusammenzusetzen, um zu überlegen, wie die man mehr Bewegung in die Leute bringen kann. Man müsse sich nicht einbilden, mit der Überweisung des Postulats würde sich tatsächlich etwas ändern.


Regierungsrat Peter Zwick (CVP) bedauert, dass das Ratskollegium ihm selbst sowie der Gesundheitsförderung und dem Sportamt nicht die Gelegenheit geben wolle, um aufzuzeigen, was diesbezüglich bisher alles unternommen wurde. Man habe sich nämlich zur Entgegennahme des Vorstosses bereit erklärt, gerade um eine ausführliche Auslegeordnung vornehmen zu können. Nun werde ihm die Gelegenheit benommen zu beweisen, welch gute Arbeit man leiste. [Heiterkeit]


://: Der Landrat lehnt die Überweisung des Postulats 2010/191 mit 30 Ja- : 35 Neinstimmen bei 3 Enthaltungen ab. [ Namenliste ]


Für das Protokoll:
Brigitta Laube, Landeskanzlei



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