Protokoll der Landratssitzung vom 22. und 29. September 2016

Marie-Theres Beeler (Grüne) beantragt Diskussion, stellt jedoch in Aussicht, dass diese von ihrer Seite her nicht zu lang werde.

://: Der Diskussion wird stattgegeben.

Marie-Theres Beeler (Grüne) bedankt sich für die Antwort auf die Interpellation und findet es erfreulich zu wissen, dass die Akut- und Übergangspflege (AÜP) den Menschen helfe, nach einem Spitalaufenthalt, welcher heute kürzer sei, wieder auf die Beine zu kommen. Dadurch wird das Verbleiben von älteren Leuten in ihrer Wohnumgebung unterstützt und sie müssen weniger häufig wieder zurück ins Spital. Auch müssen sie seltener ins Altersheim.

Was an der Antwort etwas unerfreulicher ist, ist die Tatsache, dass der Kanton offenbar keinen Überblick hat über das Instrument zur Vermeidung zusätzlicher Gesundheitskosten und nicht weiss, ob dieses bei den Spitalärztinnen und Spitalärzten überhaupt ein Thema ist. Man weiss nicht genau, welche Spitäler von dieser Möglichkeit überhaupt Gebrauch machen und ihren Patienten und Patientinnen AÜP ermöglichen. Das würde nicht bloss den Patienten und Patientinnen dienen, wieder auf die Beine zu kommen, sondern auch dem Kanton, durch Vermeidung von Wiedereintritten und den Gemeinden, welche weniger Menschen in ein Alters- und Pflegeheim einweisen und mitfinanzieren müssen.

Der Kanton sollte sich für diese Massnahmen mehr engagieren, denn sie würde allen helfen. Die Frage ist daher, ob der Regierungsrat darüber nachdenkt, die AÜP in denjenigen Spitälern attraktiv und bekannt zu machen, welche im Leistungsauftrag des Kantons arbeiten.

Lucia Mikeler (SP) gibt bekannt, sie habe eine Anschlussfrage an Frage drei, in welcher es darum gehe, ob die AÜP auch nach schweren Geburten gebraucht werde. Es wird diesbezüglich ausgeführt, dass dies alle Spitäler verordnen können. Es fragt sich aber, ob das nicht auch die niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen können.

Regierungspräsident Thomas Weber (SVP) antwortet, er könne die zweite Frage nicht «aus dem Stand» beantworten und müsse diese zur Klärung noch einmal in die Kommission bringen.

Auf die Frage von Marie-Theres Beeler und den Wunsch der Bekanntmachung verweist er auf die momentan bestehenden Möglichkeiten und sagt, der Regierungsrat schöpfe diese auch aus. Dennoch kann nicht eine zusätzliche Ausbildungsstelle AÜP oder so etwas geschaffen werden, was wahrscheinlich klar sein dürfte. Auf geeignete Art wird aber sicherlich darauf hingewiesen.

://: Somit ist die Interpellation 2016/207 erledigt.

Für das Protokoll:
Miriam Bucher, Landeskanzlei