Protokoll der Landratssitzung vom 22. und 29. September 2016

Caroline Mall (SVP) verlangt die Diskussion.

://: Die Diskussion wird genehmigt.

Caroline Mall (SVP) bedankt sich für die Antwort und bedauert gleichzeitig die Abwesenheit von Regierungsrätin Monica Gschwind, die allerdings von Isaac Reber vertreten wird.

In ihrer Frage ging es darum, dass in der Primarschule der klassische Halbklassenunterricht geführt wird. Beispiel Religion und Mathematik, die jeweils von der Hälfte der Klasse besucht werden. Dies ist eine sinnvolle Praxis. Die Frage war, ob dies auf Stufe Sek I ebenfalls existiert. In der Antwort wurde auf die Verordnung verwiesen – wo aber nur festgehalten ist, dass diese Praxis im Werken, in der Hauswirtschaft und den naturwissenschaftlichen Fächern möglich ist. Gerne wüsste die Interpellanten, wo genau in der Verordnung diese Praxisform grundsätzlich geregelt ist?

Zum Zweiten verweist die Interpellantin auf die letzte Seite der Beantwortung, wo es heisst: «Wenn sowohl für schulschwächere und für leistungsfähige Kinder aus dem Halbklassenunterricht positive Auswirkungen zum Beispiel in Form einer Reduktion von Repetitionen oder gute und nachhaltige Entscheide der Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl resultieren, kann er einen Beitrag zur Kosteneffizienz des Bildungswesens insgesamt leisten». Somit müsste man doch auch für die Sek I den Halbklassenunterricht anbieten, wenn sich damit tatsächlich Kosten sparen lassen. Warum also ist das dort nicht eingeführt?

Regierungsrat Isaac Reber (Grüne) verweist auf in den Beginn der Antwort zu Frage 3, wo darauf hingewiesen wird, dass Halbklassenunterricht eine Verdoppelung der Kosten bewirke. Es kann eine qualitative Verbesserung geben, in der Bilanz sogar im System etwas günstiger werden, aber die Praxis führt nicht generell zu einer Verbilligung. Grundsätzlich ist das Angebot teurer, da es parallel geführt wird. Soll das Ziel alleine eine effiziente und kostengünstige Praxis sein, wäre die Halbklasse wohl eher nicht das richtige Mittel.

://: Damit ist die Interpellation 2015/157 erledigt.

Für das Protokoll:
Markus Kocher, Landeskanzlei