Protokoll der Landratssitzung vom 19./26. März 2015

Nr. 2716

Interpellantin Elisabeth Augstburger (EVP) verlangt Diskussion.


://: Diskussion wird bewilligt.


Elisabeth Augstburger (EVP) dankt dem Regierungsrat für die hervorragende Beantwortung. Ein Kompliment gilt auch dem zuständigen Mitarbeiter für die sorgfältige und ausführliche Beantwortung. Dennoch wünscht sie Diskussion. Kürzlich erhielt sie Nachricht von einer Frau, die besorgt war wegen eines Berichts im «20 Minuten» vom 4. Februar. Die Überschrift lautete «Gratis-Alkohol für Studentenpartys». Anscheinend macht sich in der Schweiz eine neue Marketing- strategie breit. Alkohol- und Zigarettenhersteller sponsern private WG-Partys von Studentinnen und Studenten. In Deutschland hat die «partyguerilla GmbH», wie die Fima heisst, 1'200 Parties mit Alkohol und Zigaretten gesponsert. Das Unternehmen expandiert jetzt in die Schweiz. In grösseren Städten können Studenten-WG so ihr Budget für private Partys schonen. Es geht darum, im privaten Rahmen Bier und Spirituosen zu testen. Das Konzept der partyguerilla GmbH verletzt anscheinend einen Artikel im Alkoholgesetz; trotzdem finden wohl solche Partys in der Schweiz statt. Obwohl die Ware, die an die WG geliefert wird, begrenzt ist, fragt sich die Interpellantin, ob hier die jungen Leute nicht erst recht animiert werden, Alkohol zu konsumieren. Sie hofft, dass diese Firma im Kanton Baselland keine Chance hat. Wenn man so viel in die Prävention investiert und durch eine gute Arbeit den Jugendalkoholismus eindämmt und andererseits solche Partys stattfinden, dann steht das schräg in der Landschaft und ist absolut kontraproduktiv. Die Interpellantin fragt die Regierung an, ob sie von dieser Firma weiss und was ihre Meinung dazu ist.


Regierungsrat Thomas Weber (SVP) teilt mit, der Name dieser Firma und deren Aktivitäten seien ihm bisher nicht bekannt gewesen. Er kann im Moment nur als Privatperson reagieren und sagen, dass er die geschilderten Werbepraktiken daneben findet.


://: Die Interpellation 2014/156 ist erledigt.


Für das Protokoll:
Jörg Bertsch, Landeskanzlei


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