Protokoll der Landratssitzung vom 15. Februar 2007

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2006-294 vom 16. November 2006
Interpellation von Hansruedi Wirz, SVP: Übernahme Sekundarschulbauten
- Schriftliche Antwort des Regierungsrates vom 23. Januar 2007
- Beschluss des Landrats am 15. Februar 2007 < erledigt >



Nr. 2295

://: Die von Hansruedi Wirz beantragte Diskussion wird bewilligt.


Hansruedi Wirz (SVP) dankt für die ausführlichen Antworten des Regierungsrates, welche ihn ohne Kenntnis der Ausführungen Urs Wüthrichs anlässlich einer Veranstaltung in Reigoldswil etwas beunruhigen würden. Im Jahr 2003 wurde in Reigoldswil kurzfristig ein Container aufgestellt, um die grössten Raumnöte zu überbrücken. Zwischenzeitlich seien schon einige Planungskredite gesprochen worden und Reigoldswil müsse an der nächsten Gemeindeversammlung einen weiteren Kredit von rund 700'000 Franken für mobile Schulcontainer bewilligen. Gemäss Strategiebericht handelt es sich in Reigoldswil um eine Sekundarschule, welche in den nächsten Jahren geschlossen werden soll.


Hannes Schweizer (SP) fragt, ob hinter dem Auftrag zur Planconsult-Studie die Absicht stehe, Kosten zu sparen, indem die Anzahl der Schulstandorte verringert werde, oder ob die Qualität der Bildung durch den Wegfall kleiner Schulstandorte verbessert werde. Handelt es sich bei den Plänen um ein Überbleibsel der Generellen Aufgabenüberprüfung (GAP)? Mit der Reduktion der Schulstandorte sollen 15 Mio. Franken eingespart werden.


Regierungspräsident Urs Wüthrich (SP) erklärt, die Studie zeige auf, dass vor allem auf dem Niveau P eine minimale Klassenzahl notwendig sei, um sich die nötige Flexibilität im Hinblick auf ein breites Wahlkurs-Angebot zu sichern. Sollte die Sekundarschule in Zukunft nur noch drei Jahre dauern, würde die Zahl der minimalen Klassen an einem Schulstandort entsprechend kleiner.


Betreffend Busfahrzeiten geht Urs Wüthrich davon aus, dass keine Probefahrten gemacht wurden.


Im Zusammenhang mit der GAP-Abstimmung wurde vorgeschlagen, grössere Schulkreise zu bilden. Da es sich dabei aber um einen heiklen Punkt handelte und Urs Wüthrich weiss, dass die Länge der Schulwege immer wieder zur Diskussion steht, hält er die freie Schulwahl nicht für eine taugliche Regelung. In der Regel bewegen sich Schülerströme immer talabwärts, ausser im Ergolztal, wo Itinger SchülerInnen in Sissach, nicht in Lausen, zur Schule gehen.


Die Motive für die Planconsult-Studie waren die Entwicklungsvorhersagen der SchülerInnenzahlen, aber auch eine Pendenz aus dem Projekt GAP. Grundsätzlich wäre es nicht realistisch, Schulen mit durchschnittlichen Klassengrössen von 14 Schülerinnen oder Schülern zu finanzieren.


://: Die Interpellation ist damit erledigt.


Für das Protokoll:
Andrea Maurer, Landeskanzlei



Fortsetzung

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