Protokoll der Landratssitzung vom 1. November 2007

18
2007-097 vom 19. April 2007
Interpellation der FDP-Fraktion: Holzvergasungsanlage
- Schriftliche Antwort des Regierungsrates vom 29. Mai 2007
- Beschluss des Landrats am 1. November 2007 < erledigt >



Nr. 181

://: Die vom Interpellanten beantragte Diskussion wird stillschweigend bewilligt.


Daniel Wenk (FDP) bedankt sich beim Regierungsrat für die Beantwortung der Interpellation und vor allem für die positive Einstellung gegenüber neuen Technologien. Besonders gefreut habe ihn das im Einführungsteil enthaltene 'Loblied' auf den praktisch einzigen einheimischen Rohstoff Holz, was letztlich auch Sinn mache. Nun sei ihm in Zusammenhang mit der Interpellation oft die Frage gestellt worden, ob das Holz überhaupt ausreicht. Über das Thema erneuerbare Energien sei bereits einiges gesagt worden. Im Folgenden möchte er ein wenig aufzeigen, welche diesbezüglichen Möglichkeiten in Bezug auf den Rohstoff Holz bestehen und in welcher Dimension sie zu sehen sind.


Zur Zeit befindet sich das Holzheizkraftwerk im Bau - eines der in Europa grössten, auf erneuerbarer Energie basierenden Kraftwerke; ein Mammutprojekt. Geht das Werk im Herbst 2008 ans Netz, werden dort 250'000 m 3 Schnitzel verbrannt. Das sind pro Tag etwa 30 Eisenbahnwaggons a 50 m 3 Holz. Nun könnte man zwar problemlos weitere vier solcher Anlagen bedienen, ohne dass unsere Wälder damit ausgeplündert würden, merkt er an. Allerdings stelle bereits die Bedienung dieses einen Werks, welche selbstverständlich wahrgenommen werde, eine nicht geringe logistische Herausforderung dar.


Zur Dimension: Im Verlauf seiner Projektbegleitung habe sich Daniel Wenk die Frage gestellt, wie viele solcher Kraftwerke notwendig wären, um ein Atomkraftwerk zu ersetzen und sei zu der bedenkenswerten Feststellung gelangt, dass dazu 74 solcher Anlagen notwendig wären. Diese Erkenntnis habe ihn sehr nachdenklich gestimmt. Er bittet, in der restlichen noch verbleibenden Stunde die Dimensionen nicht ganz aus dem Auge zu verlieren. Seines Erachtens muss klar auf die erneuerbaren Energien gesetzt werden, aber, mahnt er gleichzeitig, um gewisse Ziele nur ansatzweise in der geforderten Zeit zu erreichen, seien riesige Anstrengungen notwendig.


Thomas Bühler (SP) merkt an, wenn 3 oder vier Anlagen allein im Baselbiet möglich wären, so lägen gesamthaft gesehen, schweizweit 78 Anlagen durchaus im Bereich des Möglichen.


Keine weiteren Wortbegehren


://: Damit ist die Interpellation erledigt.


Für das Protokoll:
Brigitta Laube, Landeskanzlei



Fortsetzung

Back to Top