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Protokoll der Landratssitzung vom 26. Januar 2012

Nr. 308

Elisabeth Augstburger (EVP) dankt in der von ihr gewünschten und vom Landrat stillschweigend genehmigten Diskussion zunächst für die Antwort auf ihre Interpellation, die sie teilweise befriedige.


Bei den Massnahmen des Regierungsrats handelt es sich aber nur um die gesetzlich vorgesehenen Aktivitäten ab Kindergarten. Leider sind zusätzliche Massnahmen nicht vorgesehen: Kinder im Vorschulalter werden nach wie vor nicht berücksichtigt. Das sind jene 2-5-jährigen Kinder, die unter Narkose im Universitätskinderspital beider Basel behandelt werden müssen. Diese Kosten müssen zum grossen Teil von der Allgemeinheit getragen werden.


Die Zahnputzinstruktionen in den Kindergarten sind gut, aber oberflächlich. Seit einigen Jahren werden Sensibilisierungskampagnen durch die Baselbieter Zahnärztegesellschaft SSO in den Kindertagesstätten durchgeführt, u.a. mit Vorträgen und Informationsmaterial an Elternabenden. Für die Votantin stellt sich die Frage, ob solche Informationen nicht auch an Elternabenden von Kindergärten abgegeben werden sollten.


Zu prüfen wären Massnahmen anderer Kantone. So wird dort z.T. bei den jährlichen Gratis-Kontrollen den Kindern ein Fluoridlack auf die Zähne aufgetragen oder werden z.B. die bleibenden Backenzähne versiegelt. Mit einer solchen Massnahme bleiben Kinder praktisch kariesfrei. Sinnvoll wäre sicher auch eine Dokumentationsstelle Prävention zur Abgabe von Informationen. Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, wäre in diesem Bereich ein Projekt mit Basel-Stadt denkbar.


Mit solchen Massnahmen können die Gemeindesozialkosten reduziert werden, weil damit insbesondere Kinder aus bildungsfernen Familien generell gesünder sind, indem sie ihre Zähne gesund erhalten können und Karies erheblich reduziert wird.


Regina Vogt (FDP) meint zur aufschlussreichen Beantwortung der Interpellation, Kariesprävention bei Kleinkindern sei ein wichtiges Anliegen. Es sind ausbaufähige Angebote aufgezeigt worden. Das Beispiel der Gratiskontrollen der SSO zeigt, dass man den Markt spielen lässt, denn schliesslich sind die Kinder die späteren Kunden der Zahnärzte. Aber damit ist auch das Ziel der Prävention erreicht.


://: Damit ist die Interpellation 2011/055 erledigt.


Für das Protokoll:
Michael Engesser, Landeskanzlei



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