Protokoll der Landratssitzung vom 23. Februar 2017

Landratspräsident Philipp Schoch (Grüne) informiert, dass der Regierungsrat das Postulat entgegen nimmt.

Es ist unbestritten, so Roman Brunner (SP), dass die Räumlichkeiten der Universität zu gewissen Zeiten nicht optimal genutzt werden. Dies ist erklärbar (auch durch die Semesterferien) und ist auch an anderen Universitäten so. Das Anliegen des Postulats ist damit logisch und nachvollziehbar. Andererseits müsste man der Uni-Leitung ein schlechtes Zeugnis ausstellen, falls diese Einnahmequellen nicht schon genutzt würde. Das Problem der Studie ist, dass sämtliche Uni-Räumlichkeiten über einen Kamm geschoren werden. Die zentralen und mietbaren Räume, z.B. im Kollegiengebäude, werden heute schon relativ gut genutzt. Die aktive Vermietung an dezentralen Orten und den kleineren Standorten würde zusätzlichen Aufwand mit sich bringen. Ob sich dieser Mehraufwand tatsächlich auszahlen wird, ist zumindest fraglich. In der Fraktion werden die Argumente unterschiedlich gewichtet. Der Votant persönlich wird der Überweisung zustimmen. Es gibt aber auch solche, die es ablehnen werden. Eine signifikante Ertragssteigerung wird aber durch eine Ausmietung der Räumlichkeiten kaum möglich sein. Trotzdem kann und soll das Anliegen geprüft werden.

Christine Frey (FDP) meint, dass es keine bedingungslose Zustimmung zu den Postulatsinhalten brauche. Aber es braucht die Bereitschaft, Althergebrachtes zu hinterfragen. Wenn heute nicht über die künftige Finanzierung der Uni Basel diskutiert wird, wird man es in ein paar Jahren tun.

Konkret geht es bei diesem Postulat um die konsequente Vermietung ungenutzter Räumlichkeiten. Der Regierungsrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, wie durch die konsequente Vermietung der uni-eigenen Räumlichkeiten Mehrerträge erzielt werden können und das Raumangebot schrittweise optimiert werden kann. Die FDP weiss, dass es sich nur um ein Puzzlestein handelt. Aber es ist zu hoffen, dass wenigstens hier das Gespenst «Qualitätsabbau bei der Bildung» nicht gesichtet wird.

://: Der Landrat überweist das Postulat 2017/025 mit 74:12 Stimmen.

[Namenliste]

 

Für das Protokoll:
Markus Kocher, Landeskanzlei