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Protokoll der Landratssitzung vom 21. März 2013

Nr. 1142

Landratspräsident Jürg Degen (SP) teilt mit, dass eine schriftliche Antwort vorliege, und erkundigt sich bei der Interpellantin, ob sie damit einverstanden sei, eine kurze Erklärung abgeben wolle oder die Diskussion verlange.


Caroline Mall (SVP) verlangt die Diskussion.


://: Der Diskussion wird stillschweigend stattgegeben.


Caroline Mall (SVP) dankt für die Beantwortung und sagt, dass sie damit nicht wirklich zufrieden sei. Es ist offensichtlich kein so brisantes Thema. Der Saal ist fast leer. Sie finde allerdings, es sei ein sehr wichtiges Thema. Mit der Interpellation habe sie etwas auf dieses nicht sehr schöne gesellschaftliche Phänomen, das sich seit einigen Jahren in einer Ecke ereigne, hinweisen wollen. Allen bekannte Medikamente wie das Ritalin werden zunehmend abgegeben. Darüber ist aber immer nur zu lesen. Eine Statistik lässt sich dazu leider nicht finden, was die Beantwortung bestätigt. Eine grosse Erhebung gibt es nicht. In Deutschland ist das anders. Ziel des Postulats war, dieser Problematik auf den Zahn zu fühlen, damit die Augen in dieser Sache offen gehalten werden.


Alle Mitglieder des Landrates, die unterrichten, wissen, wovon die Rede ist. Sie selbst wisse, wovon sie spreche, weil sie selbst betroffen sei. Die Medikamente müssen einerseits zum Eigenschutz des Kindes, anderseits zum Schutz der Gesellschaft - damit das Kind in dieser Gesellschaft funktionieren kann - eingenommen werden.


Die Abgabe dieser Medikamente sollte viel stärker geprüft werden. Es kann nicht sein, dass in der Schule diese Kanäle derart geöffnet werden - in diese Richtung geht es nämlich -, dass sämtliche Kinder, die nicht in die vorgegebenen Trichter passen, in einem Schnellverfahren abgeklärt werden. Dann ist schnell von Medikamenten die Rede. Oft kommen auch die Eltern in Bedrängnis. Das Kind ist oft zu klein, um selber beurteilen zu können, ob es das Medikament braucht. Davor ist zu warnen. Darauf muss der Finger gelegt werden. Diese Interpellation war ein Anfang. Andere Vorstösse zu diesem Thema sollen noch eingereicht werden.


Wenn gesagt wird, ein Kind sei krank, dann ist das nicht wirklich eine Diagnose. Wenn dann ein Medikament abgegeben wird, ist das in diesem Sinn keine Behandlung. Es müsste viel weiter gefasst werden, um das Phänomen beurteilen zu können, um auf alternative Möglichkeiten hinzuweisen. Bedauerlicherweise ist Regierungsrat Urs Wüthrich nicht anwesend. Denn es wäre wichtig, diese Thematik auch in der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission für die Ausbildung der Lehrpersonen einzuflechten.


Die Problematik lässt sich nicht vom Tisch wischen. In Zukunft wird man sich damit noch vermehrt auseinanderzusetzen haben. Sie verursacht Kosten. Die Schulen, alle machen sie Gedanken und doch hat sich noch keine wirkliche Lösung finden lassen. Hoffentlich finden andere Landratsmitglieder auch noch einige Worte zu diesem Thema.


Regina Vogt (FDP) will zu zwei Fragen Stellung nehmen. Grundsätzlich müssen sich die Pädiatrie und der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst dieser Problematik annehmen.


Es gibt sicher eine Statistik, wenn auch nicht im Kanton Baselland, der zu entnehmen ist, ob die Fälle zunehmen. Allein der Kodierung, der Krankheitsdiagnose wegen gibt es eine solche Statistik.


Aus Erfahrung sind es die Eltern, die sehr schnell fragen, was sich machen lässt, ob Ritalin bezogen werden kann, wenn diese Problematik besteht. Diese stellt für Eltern immer einer grosse Herausforderung dar.


Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Abgabe von Ritalin gemäss dem Arznei- und Betäubungsmittelgesetz erfolgt.


://: Somit ist die Interpellation erledigt.


Für das Protokoll:
Valentin Misteli, Landeskanzlei



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