Protokoll der Landratssitzung vom 21. März 2013

Nr. 1128

Kommissionspräsident Paul Wenger (SVP) erläutert den Bericht der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission: Auslöser für die Vorlage war ein dringliches Postulat von Thomas Weber (SVP). Darin wurde der Regierungsrat eingeladen, alles Erforderliche in die Wege zu leiten, um die Ruine Farnsburg mit baulichen Sofortmassnahmen so zu sichern, dass der Zugang spätestens Mitte 2013 wieder freigegeben werden kann. Die Bildungs- Kultur- und Sportkommission hat die Vorlage am 6. Dezember 2012 beraten und konnte dazu Reto Marti, den Leiter der Kantonsarchäologie, als Auskunftsperson befragen. Auf Fragen der Kommission teilte er mit, dass die Schäden vor allem durch unsachgemässe Behandlung in den 1930er und 1940er Jahren entstanden sind.


Die Einsicht in die Notwendigkeit der Sanierung und damit die Zustimmung zu der Vorlage waren innerhalb der Kommission unbestritten; Detailfragen stellten sich insbesondere bei der Finanzierung. Die Kommission beantragt einstimmig, dem entsprechenden Landratsbeschluss zuzustimmen.


Caroline Mall (SVP) teilt mit, dass die SVP-Fraktion den Verpflichtungskredit gutheissen wird. Sie verweist darauf, dass eine Zustimmung zu der Vorlage nicht nur aus kulturellem Interesse erfolgt. Wird die Sanierung jetzt nicht an die Hand genommen, muss man später mit noch höheren Kosten rechnen. Der Regierungsrat soll jedoch dafür sorgen, dass vom Bund Gelder für die Sanierung gesprochen werden.


Ayse Dedeoglu (SP) zeigt sich erfreut, dass das Kulturdenkmal Ruine Farnsburg erhalten bleiben soll. Die SP-Fraktion steht einstimmig hinter dem Verpflichtungskredit.


Michael Herrmann (FDP) informiert, dass die FDP-Fraktion sich für den Verpflichtungskredit ausspricht. Der Kanton Basel-Landschaft hat sich seinerzeit bei der Übernahme der Ruine Farnsburg vertraglich verpflichtet, deren Unterhalt sicher zu stellen. Dies ist die einzige Ruine beziehungsweise Burg, bei der der Kanton eine solche Verpflichtung eingegangen ist.


Christine Gorrengourt (CVP) spricht sich im Namen der CVP/EVP-Fraktion für den Verpflichtungskredit aus. Wenn man eine Sanierung ablehnt, müsste man konsequenterweise eine Schleifung der Ruine vornehmen, weil ein Aufenthalt in der Nähe der Ruine zu gefährlich wäre. Die CVP/EVP-Fraktion ist für den Schutz dieser, aber auch anderer Steine, mittelalterlicher Steine aber auch Steine aus der Römerstadt. [Zustimmendes Klopfen]


Michael Vollgraff (Grüne) teilt mit, dass die Grüne Fraktion einstimmig für den Kredit ist.


Hans Furer (glp) äussert namens der BDP/glp-Fraktion, dass es billiger ist, die Ruine zu sanieren, als wenn zwei Menschen wegen herunterfliegenden Steinen getötet werden.


Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) sieht in der Sanierung nicht nur eine lebensrettende Aktion sondern betrachtet sie als ein unverzichtbares Projekt. Umso erfreulicher ist die sich abzeichnende einmütige Zustimmung zum Verpflichtungskredit. Der Landrat spricht sich damit klar für den Unterhalt und die Erhaltung des kulturellen Erbes aus. Mit der Sanierung wird die Grundlage geschaffen, dass dieses kulturelle Erbe öffentlich zugänglich bleibt. Der Kanton will den Vertrag betreffend die Ruine Farnsburg nicht nur erfüllen, er will ihn auch gut erfüllen.


Thomas Weber (SVP) äussert sich einverstanden mit der Abschreibung seines Postulats. Er bedankt sich im Namen der unmittelbar betroffenen Bevölkerung für die vorgesehenen Sanierungsmassnahmen und die Zustimmung zum Verpflichtungskredit.


://: Eintreten auf die Vorlage ist unbestritten.


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- Detailberatung Landratsbeschluss


Titel und Ingress keine Wortbegehren


Ziffern 1 bis 3 keine Wortbegehren


://: Der Landrat stimmt dem unveränderten Landratsbeschluss mit 69:0 Stimmen zu. Das Postulat 2012/180 ist damit als erfüllt abgeschrieben. [ Namenliste ]


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Landratsbeschluss
betreffend Sanierungsetappe 2013 der Ruine Farnsburg


vom 21. März 2013


Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft beschliesst:


Für das Protokoll:
Patrick Moser, Landeskanzlei



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