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Protokoll der Landratssitzung vom 19. Oktober 2017

Kommissionspräsident Christoph Hänggi (SP) weist darauf hin, dass das Geschäft in der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission unbestritten war. Die Bildungsberichterstattung ist Bestandteil der Regierungsvereinbarung der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn über die Zusammenarbeit im Bildungsraum Nordwestschweiz. Darin wird festgehalten, dass periodisch ein Bildungsbericht zum Bildungsraum Nordwestschweiz erstellt wird. 2012 erschien der erste, fünf Jahre später nun der zweite.

Der Bildungsbericht Nordwestschweiz 2017 liefert einen Vergleich der Bildungssysteme der verschiedenen Kantone. Bekanntlich gibt es trotz des gemeinsamen Bildungsraums gewisse Differenzen und anders geartete Systeme, worauf der Bericht eingeht. Analysiert werden Stand und Entwicklungen der verschiedenen Bildungsstufen. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht. Die Hauptkapitel des Bildungsberichts befassen sich mit frühkindlicher Bildung, Betreuung, und Erziehung, Kindergarten und Primarschule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Tertiärstufe. Vertiefungsthemen sind Sonderpädagogik, Übergänge zwischen den Bildungsstufen, Leistungschecks und Bildungsabschlüsse. Als Neuerungen gegenüber dem ersten Bericht von 2012 sind die Analyse der Besoldungskosten und Informationen zu der Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern hervorzuheben.

Die Kommission behandelte die Vorlage an ihrer Sitzung vom 7. September 2017. Dies geschah an nur einer einzigen Sitzung und zudem nicht ausschliesslich. Die daraus erfolgte Diskussion war somit nicht abschliessend, was sie auch schwerlich sein kann. Die Bildungsberichte weisen aber eine Fülle an Daten auf, die weiterhin als Informationsquelle dienen und sicherlich auch in Zukunft immer wieder zur Verifizierung von Daten herangezogen werden. Die heutige Debatte ist also nicht das Ende der Auseinandersetzung mit den Themen in diesem Bericht. Themen, die den Landrat weiterhin beschäftigen werden, sind z.B. die Checks oder die Ausbildung der Lehrkräfte an der Fachhochschule, die auf verschiedene Bildungssysteme Rücksicht nehmen muss. Es ist zu sagen, dass es sich um eine statistische Erhebung handelt. Man kann sich fragen, weshalb die Zahlen auf diese oder jene Art erhoben wurden, z.B. betreffend die Besoldungskosten.

Ein Thema sei besonders hervorgehoben: Der Anteil an Sek II-Abschlüssen liegt überraschenderweise tiefer, als die im Regierungsprogramm angestrebten 95%. Das Bundesamt für Statistik ist allerdings daran, die Methodik für die Berechnung der Abschlussquote auf Sekundarstufe II zu überarbeiten. Die letzte veröffentlichte Zahl umfasste die ganze Schweiz. Zahlen für einzelne Kantone sollen erst im Frühling 2018 bereitgestellt werden können. Es bleibt nun abzuwarten, welche Werte im nächsten Frühjahr publiziert werden. Es gibt bestimmt Handlungsbedarf, falls die 95% im Baselland nicht erreicht werden sollten.

Solche und ähnliche Themen wurden in der Kommission behandelt. Sie sind im Bericht dargelegt. Die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission ist vom Nutzen dieses Bildungsberichts überzeugt und beantragt dem Landrat einstimmig mit 13:0 Stimmen, den Bildungsbericht Nordwestschweiz 2017 zur Kenntnis zu nehmen.

://: Eintreten ist unbestritten.

Beschlussfassung

://: Der Landrat nimmt mit 50:0 Stimmen vom Bildungsbericht Nordwestschweiz 2017 Kenntnis.

[Namenliste]

 

Für das Protokoll:
Markus Kocher, Landeskanzlei

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