Protokoll der Landratssitzung vom 18. Mai 2017

Lucia Mikeler (SP) verlangt Diskussion.

://: Der Diskussion wird stattgegeben.

Die Interpellantin, Lucia Mikeler (SP), weist mit Bezug auf die regierungsrätlichen Antwort darauf hin, dass von 38 Neugeborenen im Bethesda-Spital deren 11 verlegt werden mussten. Auch diese 11 sind ihrer Auffassung nach zu viele. Denn heute weiss man, dass das Bonding – also die Beibehaltung der Mutter-Kind Bindung – bei Neugeborenen sehr wichtig ist und in dieser Form bei einer Verlegung nicht immer gewährleistet ist. Die Lucia Mikeler Knaack stimmt aber der regierungsrätlichen Meinung zu, dass die Spitzenmedizin im Sinne einer Zentralisierung von der normalen Medizin getrennt werden soll. Allerdings glaubt sie, dass die IMC ein Zukunftsmodell sein wird. Ein Beispiel aus der Geburtshilfe: Im Moment sind  in der Schweiz Bestrebungen im Gang – ein Beispiel ist Aarau. In den Räumlichkeiten, sprich im Garten, des Kantonsspitals Aarau wird ab Mai ein Geburtshaus eingerichtet mit dem Ziel, dass weniger Interventionen bei gesunden Schwangeren gemacht werden. Das wird auch in der Neugeborenenabteilung, sprich bei Frühgeburten mit dem beschriebenen Level 1, voraussichtlich der Trend sein, und dies wird  schliesslich die Kosten senken. Denn jedes Kind braucht automatisch eine Intensivstation mit einer Tagespauschale von ungefähr CHF 2'500. Dies ist die Vision, und es bleibt zu hoffen, dass in fünf Jahren nochmals darüber debattiert werden kann.

://: Die Interpellation 2017/050 ist somit erledigt.

 

Für das Protokoll:
Brigitta Laube, Landeskanzlei