Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Protokoll der Landratssitzungen vom 16./23. März 2017

Caroline Mall (SVP) beantragt die Diskussion.

://: Der Diskussion wird stillschweigend stattgegeben.

Caroline Mall (SVP) bedankt sich für die Beantwortung. Zu Frage 2 hätte sie gerne eine Tendenz für 2016 erhalten. Ist die Zahl von 4,15% jungen psychisch Erkrankten verhältnismässig? Entwickelt sich dies weiter? Wieso werden Mehrfachdiagnosen gestellt, d.h. nicht nur psychisch Krank, sondern weitere Gebrechen sind im Vordergrund. Warum wird das nicht auseinander genommen? So kann im Prinzip nicht korrekt auf die Frage nach psychischen Erkrankungen geantwortet werden.

Regierungsrat Anton Lauber (CVP) fände es hilfreich, derartige Zahlenfragen zur Vorbereitung im Voraus zu erhalten. Die abnehmende Tendenz in den letzten Jahren wurde aufgezeigt. Für den langen Anstieg gibt es verschiedene Gründe. Dies sind zunächst die neuen Diagnosemöglichkeiten und, wie dies im Fachjargon bezeichnet wird, die Pathologisierung, der mehr Platz eingeräumt wird als auch schon. Ein weiterer Grund für die tendenzielle Steigerung liegt auch darin, dass die Anforderungen an die Jugendlichen gestiegen sind. Sie sind immer stärker unter Leistungsdruck und müssen daher möglicherweise eher Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Ein weiteres Argument sind die Behandlungsmöglichkeiten, die heute andere sind als früher. Zudem werden oft multiple Diagnosen gestellt, womit der Fall komplizierter wird. Dies sind Möglichkeiten, es handelt sich nicht um Tatsachen, sondern Vermutungen. Diese basieren auf einer Auskunft der SVA, stützen sich aber nicht auf konkrete empirischen Daten.

Seit Dezember 2010 gab es eine leichte Abnahme von 8,8%, schweizweit ein Rückgang von 7,4%. Aber aufgrund von Mehrfachdiagnosen bei psychischen Erkrankungen gibt es einen relativ hohen Anteil.

Marie-Theres Beeler (Grüne) bedankt sich für die Frage von Caroline Mall. In der Beantwortung wurde die spannende Studie «Profile von jungen IV-Neurentenbeziehenden mit psychischen Krankheiten» zitiert. Zunächst war unklar, ob mit der Interpellation die Hypothese überprüft wird, ob immer mehr Junge zu faul sind um zu arbeiten und auf IV machen. Bei Lektüre der Studie, die allen Interessierten empfohlen wird, zeigt sich, dass die jungen Menschen darum kämpfen, nicht IV-abhängig zu werden. Für den Link wird gedankt.

://: Somit ist die Interpellation 2016/410 erledigt.

 

Für das Protokoll:
Léonie Schwizer, Landeskanzlei

*

 

 

Weitere Informationen.

Fusszeile